Viel ist in den letzten Monaten über das Konzept der Riester-Rente diskutiert worden. Auslöser für die allgemeine Skepsis war ein Beitrag des ARD Magazins Monitor, der offen legte, dass Geringverdiener, die eine Riester-Rente abschließen damit lediglich im Alter die allgemeinen Sozialkassen entlasten, zu einem Vermögenszuwachs führt dies nach den Berechnung nicht, da die spätere Geringverdiener Rente ohnehin so gering ausfällt, dass (nach heutiger Betrachtung) staatliche Unterstützungszahlungen bis zum Mindesteinkommen geleistet werden.

FINANZtest rechnet und stellt fest: Riester Rente bildet die Basis der Alterseinkünfte

Als Vor- und Nachrechner ist die Stiftung Warentest mit dem eigens dafür aufgelegten Heft „FINANZtest“ zu einer Institution der Geldanlage geworden. Schon aus diesem Grund verlässt man sich dort nicht auf die Berechnungen anderer, sondern macht sich die Mühe selbst tätig zu werden. Das Ergebnis entspricht dem der seit Jahren geltenden Auffassung, von der gesetzlichen Rente kann später eigentlich niemand mehr leben. Zusätzliche Vorsorge ist notwendig und – das wird im aktuellen Beitrag des Finanztest-Heftes deutlich: Günstiger als Riester-Rente oder die Betriebliche Altersvorsorge geht es nicht. Der Anteil staatlicher Unterstützung bietet einen Mehrwert, der einfach den Vorteil gegenüber anderen von klassischen Anlagen bietet. Dabei ist es unerheblich ob es sich um Ledige, Verheiratete, ältere oder jüngere Riester-Sparer handelt, das Konzept ist tatsächlich Generationen übergreifend sinnvoll. Wer nicht vorsorgt ist quasi selbst schuld.

Rentenlücke betrifft vor allem die jetzt noch jüngeren Arbeitnehmer

Die Überlegung später keinen Vorteil durch die eigene Sparleistung zu erhalten ist bei der Betrachtung eher weniger berücksichtigt worden. Die Rentenlücke klafft ohnehin erst deutlich bei denjenigen späteren Rentnern, die jetzt noch 20 oder mehr Jahre zu arbeiten haben, bis sie das Rentenalter erreichen. Die heutige Gesetzeslage auf die Zukunft zu projizieren ist also eher ungenau – als richtig.

Eine einfache Regel sollten allerdings die Neu-Riester-Rentner berücksichtigen. Für jüngere Sparer eignen sich Investmentfonds, bzw. Riester-Renten die auf Fondssparplänen beruhen, für ältere sind aufgrund der schwankenden Wertpapiernotierungen, die sich erst über die Zeit ausgleichen, Banksparpläne die bessere Entscheidung. Eines aber ist für alle gleich: Riestern macht Sinn.

FINANZtest – Riester-Rente muss sein

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