Feb 08 2010

Umzugskosten von der Steuer absetzen?

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Es ist langsam wieder an der Zeit Belege und Einkünfte zusammen zu stellen und dem zuständigen Finanzamt – gemeinsam mit den ausgefüllten Formularen – zu übermitteln. Wie in jedem Jahr ist gilt für Privatpersonen der 31. Mai als Stichtag für die Abgabe der Jahres-Steuererklärung.

Da bietet es sich an einen schnellen Blick auf eine aktuelle Entscheidung zur Anerkennung von Umzugskosten des Finanzgericht Hamburg (Aktenzeichen 5 K 33/08) zu werfen. Das Finanzgericht verhandelte die Klage eines Steuerpflichtigen dessen Umzugskosten von 4.500 Euro nicht durch das Finanzamt anerkannt wurden, weil die dadurch erzielte Wegersparnis weniger als 1 Stunde betrug.

Längere Anfahrtszeiten zu Stosszeiten müssen nicht berücksichtigt werden

Erst wenn die Wegstrecke zur Arbeit durch den Umzug um mindestens eine Stunde verkürzt worden wäre, wäre eine Anerkennung der Umzugskosten als Werbeausgaben rechtens führte das Finanzamt aus. Der Kläger argumentierte, dass das Finanzamt bei der Ablehnung weder die individuelle Verkehrssituation noch typische Staus zu Hauptverkehrszeiten berücksichtigt hätte und seine Entscheidung ausschließlich an Ergebnissen von Internet Routenplanern bemessen habe, die eben keine individuelle Messung ermöglichen.

Der Einsatz von Internet-Routenplanern als Wegmessung ist zulässig

Dies sei, so richtet das Finanzgericht Hamburg allerdings durchaus eine probate Möglichkeit die tatsächliche Verkürzung des Arbeitsweges festzustellen. Das Finanzamt habe drei unterschiedliche Routenplaner aus dem Internet zu Rate gezogen und bei allen drei eine deutlich kürzere Zeitersparnis als eine Stunde als Rechenergebnis erhalten. Darüber hinaus befände sich der Arbeitnehmer in Schichtarbeit und habe sehr wohl die Möglichkeit Stosszeiten zu meiden. Damit sei der Prüfung Genüge getan und die Anerkennung der Umzugskosten als Werbekosten zu Recht verweigert worden.

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Feb 05 2010

Noa Bank Tagesgeld mit 2,2% Zinsen Gutes Gewissen inklusive

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Stellen Sie sich vor, Sie wären mit Ihrer Bank unzufrieden, hätten im Laufe Ihres Berufslebens ausreichend Sach- und Fachkenntnisse erworben um eine eigene Bank zu führen und würden eine fertige, aber nicht mehr besonders aktiv bewirtschaftete Bank finden, die Sie übernehmen könnten. Würden Sie sie angesichts der vorherrschenden Wirtschafts-, Finanz- und Vertrauens-Krise übernehmen wollen und mit einer eigenen Philosophie im Banken-Wettbewerb bestehen wollen? Also ich wäre mir da nicht sicher, auch wenn man schon feststellen muss: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Noa Bank – charmantes Konzept und beste Zinsen

Die Gründer der Noa Bank haben genau diesen Weg genommen und für sich – und auch ihre Kunden – den Anspruch ein bisschen weniger die Rendite und dafür mehr die Gesellschaft in den Mittelpunkt des eigenen Handelns zu stellen. Dass man dafür ausgerechnet das derzeit bestverzinste Tagesgeldkonto als Einstiegsangebot anbietet ist eher einem Kompromiss geschuldet, irgendwie muss man ja auch bekannt werden und wie geht das besser als mit einem attraktiven Zinssatz, der sich über kurz oder lang in allen Vergleichsrechnern wieder findet. Nur mit vieeel Werbung und die kostet Banken-Gründer unnötig viel Geld.

Tagesgeld oder Festgeld als Themenkonto

Die Gründer der Bank waren in ihrem früheren Leben (also bei anderen Banken) Spezialisten für Mittelstandsfinanzierung. Dieses Wissen findet sich jetzt wahrlich charmant verpackt in den Themenkonten wieder. Noa Bank Themenkonto bedeutet: Wer als Kunde Geld auf ein Noa Bank Tagesgeld oder Festgeldkonto einzahlt kann wählen in welcher Branche oder Region (zur Auswahl stehen: Regionen / Bundesländer, Planet, Leben oder Kultur) dieses eingesetzt werden soll. Warum das charmant gemacht ist? Nun, die Noa Bank bezeichnet es nicht einfach als Kapitalgabe für Mittelstands-Finanzierung, sondern spricht den Sparer direkt an und umschreibt das System mit „fördern Sie direkt die Finanzierung“. Das klingt übrigens nicht nur gut, es schaut auch ungewohnt gut aus für einen Banken Internetauftritt.

Mein „Erster Eindruck“ der Noa Bank ist absolut positiv. Die Bank Noa bietet gute Zinsen, schicke Aufbereitung, stimmige Geschäftsphilosophie und noch dazu Top Zinsen auf Tagesgeld und Festgeld inklusive Deutscher Einlagensicherung. Auch wenn das Angebot der Noa Bank mit kostenlosem Girokonto, Tagesgeldkonto, Festgeldkonto und Citizen Partner (Genussrecht) derzeit noch recht überschaubar ist muss man sich doch fragen was eine Bank besser machen wird, die mit „so geht Bank heute wirbt“…

Angebotsübersicht Noa Bank

Festgeldkonto 3,5% Zinsen
Tagesgeldkonto 2,2% Zinsen
Citizen Partner 5,5% Zinsen (Genussrecht, 5 Jahre Laufzeit, 1.500 Euro Mindestanlage)
Girokonto: Kostenlos

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Feb 04 2010

Lebensversicherung – Garantiezins für 2010 konstant?

Published by admin under Geld & Vermögen

Die Situation erscheint absurd, während die Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH mit 0,18 Prozent Zinsen für die hauseigene Tagesanleihe (so etwas wie ein Tagesgeldkonto bei der Bundesrepublik Deutschland) mit das beste Beispiel für das derzeit niedrige Zinsniveau abgibt, mutet sie den Lebensversicherern per Gesetz eine Garantieverzinsung auf Lebensversicherungen von 2,25 Prozent zu. Dieser Zinssatz gilt bereits seit dem Jahr 2007, als er aufgrund des sinkenden Zinssatzes bereits von 2,75 auf eben jene 2,25 Prozent gesenkt wurde. Seitdem herrscht Stillstand bei der Lebensversicherungs–Garantieverzinsung, wovon Kunden derzeit absolut profitieren können.

Lebensversicherer erzielen derzeit kaum Zinsen am Anleihe- und Rentenmarkt

Versicherungen (also auch Lebensversicherer) sind allerdings betriebswirtschaftlich orientierte Unternehmen und als solche vor allem daran interessiert ebenfalls etwas an den Kunden zu verdienen, was nicht gerade einfach ist, wenn am internationalen Renten- und Anleihemarkt nur knapp über Null Prozent Zinsen zu erzielen sind, möchte man sichere und nicht allzu lang laufende Anleihen erwerben. Es erscheint also logisch, dass der Druck der Versicherer auf die Entscheider bei Bund und Regierung, den Garantiezins auf neu abzuschließende Lebensversicherungen zu senken, immer größer wird.

Entscheidend für die Anpassung des Garantie-Zins ist der langfristige Zins-Trend

Dennoch, so hat es die Financial Times Deutschland aus Kreisen der  Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) erfahren, wird diese empfehlen den Zinssatz von 2,25 Prozent beizubehalten. Als Grund wird die langfristige Betrachtung des internationalen Zinsniveaus angeführt, welches durchaus wiedergibt, dass zwar derzeit sehr niedrige Zinsen gewährt werden, dies aber eben nur eine Ausnahmesituation darstellt, mit der die Versicherer umgehen müssen. Kunden die in diesem Jahr eine Lebensversicherung abschließen werden schließlich die nächsten Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte Lebensversicherungskunde bleiben und in diesem Zeitraum mehrmals steigende und wieder fallende Zinsen erleben.

Ob der Vorschlag der Deutsche Aktuarvereinigung angenommen wird, ist derzeit noch offen, klar ist aber, dass Versicherungen mit einer Garantieverzinsung, die oberhalb des Tagesgeld-Zinssatzes liegt  eigentlich einen sehr guten Grund für die Neukunden Ansprache haben.Vielleicht hält sich deshalb der Sturm der Entrüstung soweit zurück, dass der Empfehlung unbedrängt gefolgt werden wird.

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Feb 02 2010

US-Haushaltsentwurf sieht 1,56 Billionen Defizit vor

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Größer, weiter, schneller, höher – das konnten die US-Amerikaner immer schon bedeutend besser als wir Deutschen. Während sich hierzulande der Präsident des Bundes der Steuerzahler über ein geplantes Defizit von rund 100 Mrd. Euro für das laufende Jahr echauffiert, stellt sich US-Präsident Barack Obama vor die Kameras und verkündet seiner Nation, dass man gegenüber dem Vorjahr noch einmal ein paar US-Dollar mehr ausgeben müsse als man habe. Insgesamt plane man mit einem Defizit von 1,5 Billionen USD, was in etwa 10 Prozent der wirtschaftlichen Gesamtleistung des Staates entspreche. Diese Ausgaben seien Krisen bedingt notwendig um wieder Arbeitsplätze zu schaffen und das Wirtschaftssystem stabil zu neuem Wachstum zu fördern. Wachstum finanziert durch Mehrausgaben alleine würden allerdings kaum das erklärte Defizit- Ziel von nur noch 700 Mrd. USD zum Ende seiner Amtszeit erreichen helfen, weshalb es jetzt auch in den USA Kosten senkende Maßnahmen in bisher nie gekanntem Ausmaß geben soll.

Wie ein Staat, der kaum Verbrauchssteuern erhebt und die Mitarbeiter in den vergleichsweise wenigen staatseigenen Unternehmen wie z.B. Schulen und Behörden ohnehin unterdurchschnittlich gut bezahlt (z.B. Lehrer) seine Kostenstruktur optimieren soll bleibt allerdings Außenstehenden – wie auch dem US-Präsidenten derzeit selbst zunächst verborgen. Lediglich die Mond-Mission ist abgesagt, die NASA steht mal wieder vor der Auflösung. Darüber hinaus soll eine Kommission in den nächsten Monaten klären an welchen Stellen das US-Budget zusammengestrichen werden kann ohne die Posten für innere Sicherheit, Verteidigung sowie Sozialprogramme zu beschneiden.

Inflation als Mittel der Entschuldung?

Die einfache, altbewährte und logische Konsequenz zur Schuldeneindämmung wäre eine fortgesetzt hohe Inflation, die den inneren Wert des US-Dollar schmälert und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit der US-Wirtschaft steigert. Dass darüber nicht laut gesprochen wird ist nur konsequent: Denn welcher Staat – abgesehen von einigen Südamerikanischen Staaten und Griechenland – würde schon eingestehen, dass man leider seine Schulden nicht mehr bezahlen kann und will? Eine USA bestimmt nicht.

Mond, Barack Obama, US-Haushaltsentwurf, Bund der Steuerzahler, Inflation

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Feb 01 2010

Mehrwertsteuersenkung produziert Frühstückselbstzahler

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Auch das noch. Die ohnehin nicht sonderlich massentaugliche Steuersenkung von Übernachtungskosten in Hotels auf den verminderten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent erfährt jetzt auch noch von der Kernwählerschaft der FDP Gegenwind. Wie sich mittlerweile herausstellt, hat die Minderung des Umsatzsteuersatzes einen kleinen aber weit reichenden Nebeneffekt. Das sehr gerne enutzte Hotel-Frühstück muss für beruflich Reisenden als Zusatzleistung, d.h. mit einem Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent, ausgewiesen werden. Diese Änderung trat zum 1.1.2010 in Folge der Mehrwertsteuer Senkung in Kraft, die sich ausschließlich auf die Übernachtungskosten bezieht und Zusatzleistungen wie eben das Hotelfrühstück von der Minderung ausnimmt. Hier fällt demnach weiterhin der normale Mehrwertsteuersatz an.

Gesetzliche Frühstückspauschale beträgt 4,80 Euro

Das führt nicht nur dazu, dass Hotels Ihre Abrechnungsmethoden umstellen müssen, sondern auch dazu, dass die Übernachtungsgäste erstmals einen genaueren Blick auf die Frühstückskosten werfen dürfen (müssen). Diese können in Business-Hotels gerne mal zwischen 15 und 25 Euro betragen, der Arbeitgeber muss allerdings lediglich eine Pauschale von 4,80 Euro erstatten. Anfallende Frühstücks-Mehrkosten sind durch den Mitarbeiter zu tragen. Natürlich kann der Arbeitgeber die anfallenden Frühstückkosten auch großzügig übernehmen, dann allerdings muss der Arbeitnehmer das Hotelfrühstück als geldwerten Vorteil versteuern.

Frühstück muss als geldwerter Vorteil versteuert werden

Mal davon abgesehen, dass Arbeitnehmer sicherlich eine bessere Verwendung für geldwerte Vorteile finden könnten als Frühstücksbrötchen in einem Businesshotel, ist es vor allem der zusätzliche Abrechnungsaufwand, der derzeit die Gemüter erhitzt. Wo früher lediglich eine Hotelabrechnung müssen jetzt individuelle Kosten je Frühstück und Mitarbeiter aufgenommen und an die Finanzämter gemeldet werden. Der steuerreduzierte Vorteil des Gastgewerbes könnte also zu einem Nachteil der übrigen Wirtschaft werden. Dass die das nicht grade amüsant findet könnte dann doch noch zu einem späten aber vielleicht gar nicht schlechten Umdenken bei FDP Oberen führen. Klientelpolitik ist eben auch nur dann gut, wenn sie allen relevanten Klienten des eigenen politischen Lagers gerecht wird. Diese zu definieren kann ja nun bei der FDP nicht so schwer sein.

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Jan 30 2010

Bank of Scotland verlängert 20 Euro Startguthaben Aktion

Published by Jan under Geld & Vermögen

Mit Speck fängt man Mäuse. An letzteren ist es auch der Bank of Scotland gelegen. Damit diese von Privatanlegern bzw. Sparern in großer Anzahl bei der britischen (oder besser schottischen) Bank angelegt werden, gewährt die Bank derzeit und noch bis zum 15. Februar 2010 ein Startguthaben von 20,- Euro bei Eröffnung eines Bank of Scotland Tagesgeldkonto.

Wer von dieser Aktion profitieren möchte, muss bis zum Stichtag 15.2. einen Online-Kontoeröffnungsantrag ausgefüllt haben und hat dann weitere 4 Wochen Zeit eine erste Einzahlung auf seinem Bank of Scotland Tagesgeldkonto vorzunehmen. Vergleichsweise kurzfristig, d.h. bis Mitte April wird die Bank dann das Startguthaben auf das Konto des Sparers überweisen, der – anders als bei der vor wenigen Tagen vorgestellten comdirect Depotwechsel-Aktion – nicht dazu aufgefordert wird diesen Betrag auch bis zum Jahresende bei der Bank zu halten.

Bank of Scotland mit top Tagesgeld Verzinsung

So gesehen könnte der eine oder andere Schnäppchenjäger auf die Idee kommen sich 20 Euro Bonus mittels einer Kontoeröffnung und baldigen Schließung zu verdienen um das Geld dann bei einer anderen Neukunden Aktion wieder neu anzulegen. So richtig schlau wäre das derzeit allerdings nicht, denn viel mehr als die jene 2,3 Prozent Zinsen (ab 2.2.10 dann 2,1 Prozent), die die Bank of Scotland auf das Tagesgeldkonto gewährt, gibt es nirgendwo.

Senkung des Festgeldzinssatzes

Bereits zum 19. Januar 2010 hatte die Bank of Scotland die Verzinsung des hauseigenen Festgeldkonto angepasst. Mit Zinssätzen von 2,15 / 2,75 bzw. 3,3 Prozent für einen Anlagezeitraum von 24 / 36 bzw. 48 Monaten erhalten Kunden nach wie vor ein gutes aber eben nicht das beste Zinsangebot. Bei diesen kurzen Laufzeiten liegt die Mercedes Benz Bank mit 2,5 / 3 bzw. 3,3 Prozent vorne bzw. bei der Laufzeit von 48 Monaten gleichauf.

Informationen über sowie die Kontoeröffnung bei der Bank of Scotland finden Sie hier:

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Jan 29 2010

Mietkaution Zinsen unterliegen Abgeltungssteuer

Published by Jan under Aktuelles

Die pauschale Besteuerung von Kapitaleinkünften, kurz Abgeltungssteuer genannt, sollte eigentlich das Steuersystem vereinfachen und ganz nebenbei das Hinterziehen von Kapitaleinkünften aus z.B. Spekulationsgewinnen unmöglich machen. Letzteres dürfte gelungen sein, da Banken mittlerweile direkt bei anfallen der Kapitaleinkünfte (Zinsen, Spekulationsgewinne, Dividenden-Ausschüttung) eine automatisierte Besteuerung von 25 Prozent zzgl. Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag vornehmen und Bürger diese Einkünfte nicht mehr im Rahmen der Einkommenssteuer „erklären“ müssen.

Vermieter müssen Zinsen je Mieter ausweisen

Wie der Bund der Steuerzahler mitteilte sind die Regelungen der Abgeltungssteuer auch auf Mietkautionskonten anzuwenden, d.h. was für Sparbuch-Zinsen gilt, gilt eben auch für das Guthaben der Mietkaution. Vermieter, die die Mietkaution im eigenen Namen für den oder die Mieter anlegen müssen demnach die aus dem Guthaben erzielten Zinsen einzeln ausweisen und die Einkünfte der pauschalen Besteuerung zuführen.

Die Höhe der erzielten Zinsen bzw. der abgeführten Abgeltungssteuer ist dann jeweils dem / den Mieter(n) mitzuteilen damit diese(r) gegebenenfalls zuviel gezahlten Steuern im Rahmen der Einkommensteuer Erklärung zurückfordern kann. Zinseinkünfte aus Mietkautionen werden den allgemeinen Kapitaleinkünften hinzugerechnet, d.h. sofern der Freibetrag von 801 Euro / Jahr und Person nicht überschritten wird, kann der volle Abgeltungssteuer Betrag über die persönliche Einkommenssteuer Erklärung vom Finanzamt zurück gefordert werden.

Der Bund der Steuerzahler rät daher einen Freistellungsauftrag in ausreichender Höhe für die Mietkaution zu hinterlegen, damit sich die diese Problematik gar nicht erst ergibt. Dies bedingt aber eben auch, dass Mieter die Mietkaution in eigenem Namen und nicht auf den des Vermieters bei einer Bank oder Sparkasse anlegen.

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Jan 28 2010

Kostenloses Geschäftskonto ohne Kontoführungsgebühr

Published by admin under Geld & Vermögen

Ein kostenloses Geschäftskonto gibt es nicht? Doch, das gibt es. Ausgerechnet die Volksbank in Altenburg (jene Stadt aus der die Skatkarten kommen) bietet über die Onlinetochter „Skatbank“ ein solches Firmenkonto ohne Kontoführungsgebühr und mit Guthabenverzinsung an.

Warum machen die so was? Diese Frage erläutert die Bank nicht näher, nach einem etwas genaueren Blick in die Kontobedingungen wird aber klar, dass man hier ein sehr passendes Angebot für kleinere Gewerbetreibende und jene Selbstständige bzw. Freiberufler erstellt hat, die Ihr Geschäftskonto gerne über das Internet führen und keinen allzu großen Service benötigen.

Kostenfreies Skatbank Trumpfkonto Business

Das Trumpfkonto Business bietet neben kostenloser Kontoführung auch eine Guthabenverzinsung von 1,00 % p.a. direkt auf das Geschäftskonto. Dieser Tagesgeld-Zinssatz scheint nicht grade üppig, ist aber im Vergleich zu anderen Geschäftskonten durchaus ansehnlich, werden diese in der Regel gar nicht verzinst und kosten dafür auch noch Geld.

Wirklich günstig, aber eben nicht kostenfrei gestalten sich online Buchungen, welche mit 0,10 Euro je Buchung berechnet werden. Ebenfalls kostenpflichtig ist die hauseigene VR-BankCard, hier SkatbankCard benannt, welche mit einer Jahresgebühr von 5,- Euro allerdings auch zu den besonders günstigen Bankkarten gehört. Mittels dieser VR-BankCard können Kontoinhaber deutschlandweit Geld und Kontoauszüge kostenfrei an Automaten des Volks- und Raiffeisenbank-Verbundes abheben bzw. ausdrucken lassen.

MasterCard bei geregeltem Geldeingang kostenfrei

Trumpfkonto Business Inhaber, die neben der SkatbankCard auch eine Skatbank-MasterCard zur Verfügung gestellt bekommen möchten, müssen über einen monatlichen Geldeingang in der Höhe von min. 1.000,- Euro oder ein Guthaben von min. 5.000,- Euro bei der Skatbank verfügen. Ist diese Vorgabe erfüllt, entfallen die Kosten für die Skatbank Kreditkarte.

Kein Angebot für Unternehmergesellschaften (UG) und Limiteds (Ltd.)

Ausdrücklich von diesem Angebot ausgeschlossen sind Unternehmergesellschaften (UG) und Limiteds (Ltd.). Wer sich für diese Unternehmensform entschlossen hat, kann nicht von einem kostenlosen Geschäftskonto profitieren, sondern muss auf das kostenpflichtige Geschäftskonto der Skatbank ausweichen und neben 5,- Euro monatlicher Kontoführungsgebühr auch einen Verzicht auf den Guthabenzins einkalkulieren.

Für wen eignet sich das kostenlose Geschäftskonto der Skatbank?

Dieses auf die wesentlichen Leistungen eingeschränkte, dafür aber kostenlose, Geschäftskonto eignet sich für all jene Kunden, die nur wenige Transaktionen pro Monat vornehmen, keine Bareinzahlungen bei der Filiale tätigen und nicht zwingend auf eine Kreditkarte angewiesen sind. Das mag nach einer großen Einschränkung klingen, ist aber vor allem für die wachsende Anzahl kleiner Unternehmen des Dienstleistungssektor oder bei Freelancern wo gerne auch mal von zu Hause aus gearbeitet wird, eher Vorteil als Nachteil. Insofern bleibt nur ein Fazit: Wer keinen Wert auf Filialservice legt, erhält bei der Skatbank ein gutes und günstiges Geschäftskonto.

Informationen und Kontoeröffnung Skatbank TrumpfKonto finden Sie hier:
Girokonto Business

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Jan 27 2010

Bürokratie-Abbau zwecks Bürgerentlastung befohlen

Published by admin under Polemik

Schön. Die Bundesregierung plant – wie Eckart von Klaeden (CDU) es nennt – die Zündung der zweiten Stufe des Bürokratieabbaus und liefert damit, sag ich jetzt mal so, dem politischen Kabarett eine Steilvorlage für frische Lacher zu einem endlich mal skandalfreien Thema. Obwohl, bei der FDP weiß man zurzeit ja nicht so genau, vielleicht findet sich bei aller Liberalität auch hier noch eine Wähler- oder besser gesagt Spender-Zielgruppe, die es öffentlichkeitswirksam zu berücksichtigen gilt.
Naja, wie dem auch sei, es soll also Bürokratie angebaut werden. Das bedeutet eigentlich nichts weiter, als das überflüssige Regelungen und das Personal, welches diese überflüssigen Regelungen einhalten lässt, abgeschafft werden. In der freien Wirtschaft würde sofort der Begriff „Rationalisierungs- und Kündigungswelle“ bei Gewerkschaften und Politikern die Alarmglocken schrillen lassen. Führt ein Staat mittels gewählter Volksvertreter allerdings eine solche Aktion durch und nennt es Bürokratieabbau, klatschen alle Beifall.

Neue Arbeitsplätze Dank Bürokratieabbau

Das ist logisch konsequent, betrachtet man die Vorgehensweise des Bürokratieabbaus. Hier werden zunächst Verordnungen oder wahlweise auch Gesetze erlassen, welche es ermöglichen sollen die Kosten, die die neuen Regelungen des Bundes sowie deren Umsetzung auslösen, möglichst genau zu erheben. Da es sich hierbei um eine ganze neue Aufgabe für den Bund handelt und auch jede der rund 600 Gesetzesänderungen pro Legislaturperiode mit irgendwelchen Kosten für andere verbunden sind, muss (denk ich mir jetzt mal so) erstmal eine neue Stabsstelle, wahlweise auch eine ganze Behörde geschaffen werden, die dann mit anderen Behörden vernetzt wird, welche dann wiederum zusätzliche Vernetzungs- und Kommunikationsbeauftragte benötigen, die dafür Sorge tragen, dass eine möglichst exakte Kostenbemessung möglich wird.

Wo der Bund Kräfte bündelt entsteht Freiraum für Unternehmungen

So gesehen, handelt es sich bei der Maßnahme „Bürokratieabbau“, welche im Koalitionsvertrag vereinbart wurde eher um eine Beschäftigungsaufbau Maßnahme, die vor allem dazu dient eine zusätzliche Behörde zu schaffen, die anderen Behörden das Arbeiten erschwert (weil diese potentielle Umsetzungs-Kosten möglichst exakt zusammenstellen müssen), weswegen dort die Drangsalierungs-Kapazitäten fehlen um Unternehmen und Unternehmern neue Regelungen vorzugeben. Womit das Kernziel, weniger Bürokratie für Unternehmen, Selbstständige, Freiberufler und Existenzgründer ebenso erreicht wäre wie die Schaffung neuer, gut bezahlter Arbeitsplätze.

Da muss man schon feststellen: Klarer Fall von Win-Win Situation.

Für den Fall, dass dieser Artikel zu ironisch anmuten sollte, können Sie die ganze Wahrheit über den geplanten Kabinettsbeschluss zum Thema Bürgerentlastung durch Bürokratieabbau hier bei der F.A.Z. nachlesen

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Jan 26 2010

Erste gesetzliche Krankenkassen erheben Zusatzbeiträge

Published by admin under Polemik

Gut, die große Entlassungswelle ist bisher dank Kurzarbeit und gutem Willen der meisten Arbeitgeber ausgeblieben, aber als voraus denke, gesetzliche Krankenkasse, hat man ja keine andere Wahl als den lang angekündigten Zusatzbeitrag irgendwann tatsächlich zu erheben.

Wie sonst soll eine Krankenkasse auch steigende Kosten und nicht vorhandene Inflation ausgleichen, wenn sie nicht zum letzten Mittel, also in die Taschen der eigenen Versicherten, greift. Die Krankenversicherungs-Kunden haben – dem Gesundheitsfonds sei’s gedankt – ja glücklicherweise auch keine andere Wahl als bei einem gleich hohen Beitragssatz aus einer der verschiedenen gesetzlichen Krankenkassen zu wählen. Wo solch ein Konkurrenzdruck herrscht, da müssen Krankenkassen nicht lange zögern und es eben einfach tun, das Zusatzbeitrag erheben.

Krankenversicherung DAK macht den Anfang

Die DAK, mit 6,4 Mio. Mitgliedern (davon 4,9 Mio. Beitragszahler) eine der größeren Deutschen Krankenkassen wird den Anfang machen und vermutlich ab dem 1. Februar 2010 einen Zusatzbeitrag in der Höhe von 8,- Euro pro Beitragszahler zusätzlich fordern. Das wird zwar auch nicht wesentlich dazu beitragen, dass die Versicherung ihre Kosten decken kann, aber zumindest hat die Versicherung einen Versuch unternommen die Kosten zu decken, bevor sie staatliche Hilfezahlungen und Beitragsanhebungen fordert.

Natürlich ist die DAK nicht die einzige Krankenkasse, die bereits in den letzten Zügen der Vorbereitungen des Zusatzbeitrages liegt. Auch die kürzlich fusionierte BKK Gesundheit wird ab Februar oder März ebenso einen Zusatzbeitrag erheben wie die KKH Allianz, die ktp BKK oder die BKK Westfalen-Lippe. Für mich als Laien ist es dabei ein kleines bisschen Erstaunlich, dass alle diese Kassen einen Zusatzbeitrag von etwa 8 Euro anstreben, möglicherweise sind Preisabsprachen in diesem Wirtschaftszweig aber sogar einigermaßen opportun.

Jetzt in die FDP eintreten und günstig Privatpatient werden!

Eine, natürlich nur wenigen freiwillig gesetzlich Versicherten vorbehaltene Ausweichstrategie könnte in einem zügigen Parteieintritt in die FDP liegen. Diese, mittlerweile durch einen eigenen Gesundheitsminister auch im Gesundheitsgeschäft tätige Partei, bietet nämlich Mitgliedern den vergünstigten Einstieg in eine private Krankenversicherung der DKV. Parteimitglieder erhalten 5% Rabatt, was nett ist und werden – das ist noch viel netter – ohne Wartezeit und ohne Gesundheitsprüfung in eine private Krankenversicherung aufgenommen. Also los: Sie als freiwillig gesetzlich Versicherte(r), machen Sie die FDP zu Deutschlands Mitglieder stärkster Partei und sparen ganz nebenbei an Krankenkassenbeiträge und Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenversicherung. So geht Krankenversichern heute, lesen Sie selbst.

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