Dez 29 2014

Commerzbank: 100 Euro Jahres Start-Guthaben bis 5. Januar 2015

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Den Hinweis „ab sofort und nur für kurze Zeit verfügbar“, könnte man wunderbar auf das aktuelle Commerzbank Neukunden Angebot anwenden. Neukunden erhalten nämlich seit heute Vormittag 10 Uhr und nur bis zum Aktionsende 5. Januar 2015 ein Startguthaben von 100,- Euro auf die Eröffnung eines kostenlosen Girokonto.

Commerzbank Konto kostenlos führen

Für alle, die die 100,- Euro als schöne Entscheidungshilfe bewerten, seien vielleicht noch die restlichen Eckdaten des Angebotes kurz erwähnt: Kostenlos wird dieses Girokonto ab einem regelmäßigen monatlichen Geldeingang von 1.200 Euro. Alle getätigten Überweisungen, Daueraufträge, Lastschriften sowie die ec-Karte bzw. Maestro-Karte sind dann allerdings inklusive und kostenlos. Wer keine Commerzbank in der Nähe hat und dennoch einfach Bargeld an Automaten abheben möchte, kann dies an einem der 9.000 Cash-Group Automaten tun. Und wer bereits ein Girokonto besitzt und wechseln möchte, der nutzt den Konto-Umzugservice und lässt die Commerzbank alle potentiellen Zahlungsempfänger wie z.B. für Vermieter, Stromgesellschaft automatisch informieren.
Wer begeistert ist und gleich loslegen will, klickt Commerzbank Infoseite. Wer lieber nochmal drüber nachdenken möchte und sich dann entscheiden wird: die Aktion endet sicher am 5.1.2015 um 10 Uhr.

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Dez 27 2014

Wüstenrot Bank oder Sberbank Direct Tagesgeld

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Feiertage eignen sich ganz hervorragend um mal wieder Ordnung in die eigene Domain – oder besser die hier gezeigten Zinsen und Konten zu bringen. Und während ich so feststelle, dass man bei der Comdirect Bank offensichtlich keine Tagesgeldkonto Kunden mehr gewinnen möchte (0,3% Zinsen p.a.) beginne ich über das Wüstenrot Tagesgeld zu staunen. 1,3 % Zinsen p.a. für einen Zeitraum von 3 Monaten bei Abschluss bis 31.12.14 – wäre ein super Angebot, wenn wir heute nicht schon den 27.12. hätten und die Zeit für eine Kontoeröffnung damit überaus knapp bemessen wäre.
Vielleicht entschließt man sich aber auch bei Wüstenrot dieses Zinsangebot immer weiter zu verlängern – bei der 1822direkt hat man damit in den vergangenen Jahren durchaus gute Erfolge verzeichnet, auch wenn das aktuelle Zinsniveau mit 1,1% Zinsen p.a. nicht mehr ganz für die Bestplatzierung ausreichend ist.

Sberbank Direct Tagesgeld

1,3% p.a. Tagesgeldzinsen gibt es derzeit aber nicht nur bei Wüstenrot, auch die Sberbank Direct macht sich bei Geldanlegern mit 1,30 % Zinsen p.a. kostenfreier Kontoführung und vierteljährlicher Zinsgutschrift durchaus beliebt. Die in Wien beheimatete Bank gewährt allerdings anders als Wüstenrot lediglich die europäische Einlagensicherung von bis zu 100.000 Euro pro Kunde und ist als Tochter einer russischen Großbank nicht eben ein Publikumsliebling. Zumindest nicht in diesen Zeiten und in Mitteleuropa. Wobei Großbank vielleicht ein bisschen zu hart ist – als Nachfolgeinstitut der russischen „Sparkasse“ gehört die Sberbank mit mehr als 18.000 Filialen und über 110 Millionen Privatkunden zu den größten Banken des Landes, hat aber natürlich dennoch einen gewissen regionalen Bezug und ist in jedem Fall „systemrelevant“ – wenn man hier im Sprachgebrauch der Bankenkrise bleiben möchte.

Dennoch wecken die Nachrichten von U-Bahn Münzsammlern in Sankt Petersburg und der fallende Ölpreis sowie die daraus erwachsenden Nachteile für die russische Wirtschaft nicht eben großes Vertrauen in dieses Tagesgeldkonto Angebot, weshalb die Sberbank auch nicht in den direkten Vergleich auf der Unterseite Tagesgeldkonto einbezogen wird.

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Dez 02 2014

Gesetzliche Rentenversicherung – ein Blüm Geschenk

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Pünktlich zum 125. Geburtstag gratuliert der frühere Bundesarbeitsminister Norbert Blüm mit harscher Kritik an dem System. Blüm, der für seinen Ausspruch „die Rente ist sicher“ in den letzten Jahren wiederholt angegriffen wurde, kann oder will den tatsächlichen Fakten offensichtlich nicht länger aus dem Weg gehen.

Gegenüber der Saarbrücker Zeitung stellte er fest, dass der Beitragssatz langfristig nicht über 22 Prozent liegen dürfe, was aber angesichts einer schwindenden Menge von Beitragszahlern (demographischer Wandel) immer schwieriger wird. Wolle man das Niveau dennoch halten, müsse man die dennoch Beiträge erhöhen – oder aber alternativ die Rentenzahlungen senken. Das führt mittelfristig dazu, dass das Rentenniveau auf Harz IV Niveau sink. Dann hätten alle die, die ein Leben lang eingezahlt haben, exakt das Einkommen aller Nicht-Einzahler erreicht, was die Rentenkasse überflüssig macht.

Die Versicherungswirtschaft wird sich über den Anschub des solidesten Fürsprechers der Gesetzlichen Rentenversicherung mit großer Wahrscheinlichkeit freuen. Außerdem ist auch den meisten Arbeitnehmern zuzutrauen, dass sie das Konzept der alleinigen Altersrente als finanziell nicht mehr ausreichend empfinden und deshalb auf zusätzliche Maßnahmen der Vermögensbildung wie Riester-, Basis-, Rürup-Rente oder auch auf das Konzept der Kapitallebensversicherung vertrauen. Die Frage ist nur: welche Konsequenzen zieht man in der Politik daraus? Kanzelt man Blüm als Wirrkopf ab, der auf seine alten Tage noch schnell ein Buch geschrieben hat und es besser vermarktet sehen will – oder nimmt man den Hinweis ernst und versucht sich tatsächlich an einem auch in der Zukunft tragfähigen Konzept, welches Selbstständige, Freiberufler und Besserverdiener einbezieht.

Mit Blick auf den aktuell niedrigen Zinssatz und die daraus resultierenden Probleme für berufsständische Versorgungswerke könnte der Widerstand gegen tiefe Änderungen tatsächlich zu gering sein wie nie zuvor.

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Nov 27 2014

Sachwerte zu Weihnachten? Warum eigentlich nicht

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Jeremy Grantham, Marc Faber und Warren Bufett – die drei Herren gelten als durchaus erfahrene Investoren, deren Anlagerfolge auf einer Kombination aus akribischer Faktenanalyse und einem guten Gespür für das richtige Geschäft im richtigen Moment zurückzuführen sind. Dass diese drei sich zuletzt warnend zur aktuellen Marktsituation gemeldet haben und das Ende der Boom-Phase an den Börsen für gekommen halten, sollte man zumindest nicht ignorieren.

Natürlich ist nach dem Crash auch immer vor dem Crash und wann dieser kommen wird, ist trotz langjähriger Erfahrung schwer einzuschätzen. Man(n) kann aber Weihnachten für eine kleine Umschichtung der eigenen Mittel nutzen, Sachwerte anschaffen und damit tatsächlich der ganzen Familie eine Freude bereiten – ohne gleich als Weltwirtschafts-Pessimist aufzufallen.
Mit dieser Meinung stehe ich gar nicht so alleine da, weshalb man vielleicht vermuten könnte: Weihnachten wird in diesem Jahr zu einem Run auf Gold und Silber führen. Warum? Nun physische Edelmetalle sind einfach ein sehr werthaltiges Geschenk, das wenig Platz benötigt und sich noch dazu prima verpacken lässt. Außerdem gibt es eine wirklich große Anlagemünzen Auswahl. Es findet sich für jede bzw. für jeden eine individuell zu Hobbys, Begeisterungen oder auch vergangenen oder künftigen Reisezielen passende Anlagemünze. Auch in kleinen Größen und auch zu einem überschaubaren Preis.

Edelmetallshops wie z.B. Münzkurier sind bereits gut auf das Thema werthaltige Geschenke ausgerichtet und haben neben den Klassikern wie Gold- bzw. Silbermünzen und Barren auch Anlagemünzen aus dem Euro-Raum in das aktuelle Angebot aufgenommen. Wer einen Blick auf die Domain Münzkurier.de wirft, wird sich dabei eventuell seiner Vorurteile beraubt sehen. Anstelle des vermuteten, leicht angestaubten Marktplatzes für Fans des Münzensammelns, finden sich hier große Bilder, schöne Beschreibungen und Erklärungen zu den Anlagemünzen, die tatsächlich eine Einschätzung und Auswahl ermöglichen ohne gleich ein wissender Fan sein zu müssen.

Und jetzt? Nachdem der Preis für die Rohstoffe Gold und Silber im Sommer nachgegeben und sich zuletzt sehr stabil entwickelt hat ist die Nachfrage nach Anlagemünzen derart gestiegen, dass teilweise bereits komplette Jahresproduktionen ausverkauft sind. Insofern – schauen kann man ja schon jetzt, bestellen ggf. auch und um es mit Jeremy Grantham abzuschließen: ein Crash vor Weihnachten ist überaus unwahrscheinlich.

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Nov 04 2014

Die Lokführer und die solidarische Tarifpolitik

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Monopole gehören abgeschafft. Nehmen wir die Deutsche Bahn – die hat lange viel dafür getan, dass der Wettbewerb möglichst zu ihren Gunsten ausgerichtet wird und wird jetzt von einer Gewerkschaft die eine sehr ähnliche Taktik verfolgt buchstäblich erpresst. Oh. Hab ich jetzt wirklich Erpressung gesagt? Nun, es handelt sich natürlich um eine Arbeitsauseinandersetzung im Rahmen der Tarifautonomie.

Warum die auch bei einem Monopolisten gelten soll, der einen guten Teil der arbeitenden Bevölkerung an den Arbeitsplatz transportiert, bleibt allerdings rätselhaft. Oder anders gefragt – warum lässt man zu, dass eine Minigewerkschaft wie die GDL maxi Schaden in der Volkswirtschaft erzielen kann, weil man sich einen Hahnenkampf innerhalb des Unternehmens Bahn liefert. Es geht hier weder um mehr Prozente für Mitarbeiter noch um Ruhestandsregelungen, noch im irgendetwas was den Ausspruch der „solidarischen Tarifpolitik“ von EVG-Chef Alexander Kirchner rechtfertigen könnte. Es geht ganz alleine um dicke Hose und persönlichen Stolz einzelner. Wollte man wirklich Macht und Stärke unter dem Dach der gewerkschaftlichen Solidarität erlangen, würden die Gewerkschaften gemeinsam gegen die Bahn votieren – und nicht einzeln gegeneinander.

Pressen bis der Tender Diamanten frei gibt

Anders als bei der Lufthansa lässt sich dieses gewerkschaftlich verursachte Dicke-Hose-Problem leider nicht durch konsequentes Outsourcing und Etablierung von Low-Cost Carriern lösen, denn dazu hätte man als Bahn irgendwann in den letzten Jahren Konkurrenz zulassen müssen.

So wird die GDL so lange weiter pressen bis sie irgendwann die Diamanten aus dem Bauch der Lok befreien kann. Es bleibt nur zu hoffen, dass irgendwo in den Weiten der großen Koalition jemand den Mut findet dieses Kindergartengehabe der Gewerkschaftsfunktionäre mit einem „wer allen schadet, schadet auch sich selbst“ Gesetz zu unterbinden – wer weiß was uns sonst noch alles erwartet, wenn dieser Dauerstreik schon ein Zeichen der Solidarität ist. Und wenn man schon grade dabei ist: wie wäre es mit einer Alternative zur Deutschen Bahn jenseits von Fernbus, Mietwagen und Flugzeug?

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