Dez 02 2014

Gesetzliche Rentenversicherung – ein Blüm Geschenk

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Pünktlich zum 125. Geburtstag gratuliert der frühere Bundesarbeitsminister Norbert Blüm mit harscher Kritik an dem System. Blüm, der für seinen Ausspruch „die Rente ist sicher“ in den letzten Jahren wiederholt angegriffen wurde, kann oder will den tatsächlichen Fakten offensichtlich nicht länger aus dem Weg gehen.

Gegenüber der Saarbrücker Zeitung stellte er fest, dass der Beitragssatz langfristig nicht über 22 Prozent liegen dürfe, was aber angesichts einer schwindenden Menge von Beitragszahlern (demographischer Wandel) immer schwieriger wird. Wolle man das Niveau dennoch halten, müsse man die dennoch Beiträge erhöhen – oder aber alternativ die Rentenzahlungen senken. Das führt mittelfristig dazu, dass das Rentenniveau auf Harz IV Niveau sink. Dann hätten alle die, die ein Leben lang eingezahlt haben, exakt das Einkommen aller Nicht-Einzahler erreicht, was die Rentenkasse überflüssig macht.

Die Versicherungswirtschaft wird sich über den Anschub des solidesten Fürsprechers der Gesetzlichen Rentenversicherung mit großer Wahrscheinlichkeit freuen. Außerdem ist auch den meisten Arbeitnehmern zuzutrauen, dass sie das Konzept der alleinigen Altersrente als finanziell nicht mehr ausreichend empfinden und deshalb auf zusätzliche Maßnahmen der Vermögensbildung wie Riester-, Basis-, Rürup-Rente oder auch auf das Konzept der Kapitallebensversicherung vertrauen. Die Frage ist nur: welche Konsequenzen zieht man in der Politik daraus? Kanzelt man Blüm als Wirrkopf ab, der auf seine alten Tage noch schnell ein Buch geschrieben hat und es besser vermarktet sehen will – oder nimmt man den Hinweis ernst und versucht sich tatsächlich an einem auch in der Zukunft tragfähigen Konzept, welches Selbstständige, Freiberufler und Besserverdiener einbezieht.

Mit Blick auf den aktuell niedrigen Zinssatz und die daraus resultierenden Probleme für berufsständische Versorgungswerke könnte der Widerstand gegen tiefe Änderungen tatsächlich zu gering sein wie nie zuvor.

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Nov 27 2014

Sachwerte zu Weihnachten? Warum eigentlich nicht

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Jeremy Grantham, Marc Faber und Warren Bufett – die drei Herren gelten als durchaus erfahrene Investoren, deren Anlagerfolge auf einer Kombination aus akribischer Faktenanalyse und einem guten Gespür für das richtige Geschäft im richtigen Moment zurückzuführen sind. Dass diese drei sich zuletzt warnend zur aktuellen Marktsituation gemeldet haben und das Ende der Boom-Phase an den Börsen für gekommen halten, sollte man zumindest nicht ignorieren.

Natürlich ist nach dem Crash auch immer vor dem Crash und wann dieser kommen wird, ist trotz langjähriger Erfahrung schwer einzuschätzen. Man(n) kann aber Weihnachten für eine kleine Umschichtung der eigenen Mittel nutzen, Sachwerte anschaffen und damit tatsächlich der ganzen Familie eine Freude bereiten – ohne gleich als Weltwirtschafts-Pessimist aufzufallen.
Mit dieser Meinung stehe ich gar nicht so alleine da, weshalb man vielleicht vermuten könnte: Weihnachten wird in diesem Jahr zu einem Run auf Gold und Silber führen. Warum? Nun physische Edelmetalle sind einfach ein sehr werthaltiges Geschenk, das wenig Platz benötigt und sich noch dazu prima verpacken lässt. Außerdem gibt es eine wirklich große Anlagemünzen Auswahl. Es findet sich für jede bzw. für jeden eine individuell zu Hobbys, Begeisterungen oder auch vergangenen oder künftigen Reisezielen passende Anlagemünze. Auch in kleinen Größen und auch zu einem überschaubaren Preis.

Edelmetallshops wie z.B. Münzkurier sind bereits gut auf das Thema werthaltige Geschenke ausgerichtet und haben neben den Klassikern wie Gold- bzw. Silbermünzen und Barren auch Anlagemünzen aus dem Euro-Raum in das aktuelle Angebot aufgenommen. Wer einen Blick auf die Domain Münzkurier.de wirft, wird sich dabei eventuell seiner Vorurteile beraubt sehen. Anstelle des vermuteten, leicht angestaubten Marktplatzes für Fans des Münzensammelns, finden sich hier große Bilder, schöne Beschreibungen und Erklärungen zu den Anlagemünzen, die tatsächlich eine Einschätzung und Auswahl ermöglichen ohne gleich ein wissender Fan sein zu müssen.

Und jetzt? Nachdem der Preis für die Rohstoffe Gold und Silber im Sommer nachgegeben und sich zuletzt sehr stabil entwickelt hat ist die Nachfrage nach Anlagemünzen derart gestiegen, dass teilweise bereits komplette Jahresproduktionen ausverkauft sind. Insofern – schauen kann man ja schon jetzt, bestellen ggf. auch und um es mit Jeremy Grantham abzuschließen: ein Crash vor Weihnachten ist überaus unwahrscheinlich.

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Nov 04 2014

Die Lokführer und die solidarische Tarifpolitik

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Monopole gehören abgeschafft. Nehmen wir die Deutsche Bahn – die hat lange viel dafür getan, dass der Wettbewerb möglichst zu ihren Gunsten ausgerichtet wird und wird jetzt von einer Gewerkschaft die eine sehr ähnliche Taktik verfolgt buchstäblich erpresst. Oh. Hab ich jetzt wirklich Erpressung gesagt? Nun, es handelt sich natürlich um eine Arbeitsauseinandersetzung im Rahmen der Tarifautonomie.

Warum die auch bei einem Monopolisten gelten soll, der einen guten Teil der arbeitenden Bevölkerung an den Arbeitsplatz transportiert, bleibt allerdings rätselhaft. Oder anders gefragt – warum lässt man zu, dass eine Minigewerkschaft wie die GDL maxi Schaden in der Volkswirtschaft erzielen kann, weil man sich einen Hahnenkampf innerhalb des Unternehmens Bahn liefert. Es geht hier weder um mehr Prozente für Mitarbeiter noch um Ruhestandsregelungen, noch im irgendetwas was den Ausspruch der „solidarischen Tarifpolitik“ von EVG-Chef Alexander Kirchner rechtfertigen könnte. Es geht ganz alleine um dicke Hose und persönlichen Stolz einzelner. Wollte man wirklich Macht und Stärke unter dem Dach der gewerkschaftlichen Solidarität erlangen, würden die Gewerkschaften gemeinsam gegen die Bahn votieren – und nicht einzeln gegeneinander.

Pressen bis der Tender Diamanten frei gibt

Anders als bei der Lufthansa lässt sich dieses gewerkschaftlich verursachte Dicke-Hose-Problem leider nicht durch konsequentes Outsourcing und Etablierung von Low-Cost Carriern lösen, denn dazu hätte man als Bahn irgendwann in den letzten Jahren Konkurrenz zulassen müssen.

So wird die GDL so lange weiter pressen bis sie irgendwann die Diamanten aus dem Bauch der Lok befreien kann. Es bleibt nur zu hoffen, dass irgendwo in den Weiten der großen Koalition jemand den Mut findet dieses Kindergartengehabe der Gewerkschaftsfunktionäre mit einem „wer allen schadet, schadet auch sich selbst“ Gesetz zu unterbinden – wer weiß was uns sonst noch alles erwartet, wenn dieser Dauerstreik schon ein Zeichen der Solidarität ist. Und wenn man schon grade dabei ist: wie wäre es mit einer Alternative zur Deutschen Bahn jenseits von Fernbus, Mietwagen und Flugzeug?

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Nov 01 2014

Skatbank mit Negativzinsen für Privatkunden

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Die Pessimisten unter uns wussten es immer schon – der Tag wird kommen, an dem wir für unsere Geldanlage bei einer Bank keine Zinsen bekommen, sondern welche Zahlen werden. Dass dieses Szenario real wird, war tatsächlich einigermaßen unwahrscheinlich, dass jetzt ausgerechnet eine Genossenschaftsbank als erste „Strafzinsen“ erhebt ist tatsächlich ein Novum, eine Überraschung ein – naja nennen wir es ruhig beim Namen: Skandälchen.

Negativzinsen sind kein Skandal

Kein Skandal? Nein, nur ein bisschen – denn der reguläre Tagesgeldzinssatz liegt auch bei der Skatbank derzeit mit 0,1% p.a. im positiven Bereich, erst ab einer Anlagesumme von 500.00 Euro wird der Negativzins erhoben. Rein buchhalterisch ist das nachvollziehbar, die Bank muss Tagesgeldeinlagen jederzeit verfügbar halten, zahlt aber selbst bei der EZB Strafzinsen für „Tagesgeld“. Das mag bei kleineren Anlagesummen finanzierbar sein, bei größeren wird es aber tatsächlich ein Minusgeschäft und wo private Banken wie z.B. die Deutsche Bank dann eben im Investmentbanking das kleine Minus wieder aufholen, müssen Genossenschaftsbanken (Volksbanken, Raiffeisenbanken, VR-Banken) den Nachteil über das Privatkundengeschäft, sprich Kontogebühren, Kredite, Bausparen etc. wieder refinanzieren.

Skatbank Negativzins
Das macht nicht eben attraktiv und ist nachhaltig geschäftsschädigender als ein Negativzins auf Guthaben von mehr als 500.000 Euro. Ob man die betreffenden Kunden vorher um eine Umschichtung gebeten hat und diese nicht reagiert haben, oder ob man ganz einfach so entschieden hat und darauf hofft, dass die betreffenden von alleine ihr Vermögen umschichten bleibt wahrscheinlich ein „Bankgeheimnis“.

Tagesgeld statt Anleihen oder Sachwerten

Viel interessanter scheint mir persönlich der Umstand, dass es offensichtlich wohlhabende Menschen gibt, die Anleihen, Aktien (Dividenden) und weiteren so genannten Sachwertanlagen (Gold, Silber, Immobilien etc.) soweit misstrauen, dass sie es lieber zu Minizinsen der Skatbank anvertrauen.

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Okt 12 2014

Rabodirect vs wuestenrotdirect.de

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Die niederländische Rabodirect ist angetreten um den Deutschen eine überdurchschnittlich gut verzinste Alternative für Tagesgeld und Festgeld-Anlagen zu bieten. Mit Blick auf die 1,3% Zinsen p.a. Offerte der wuestenrotdirect.de fragt man sich aber dann doch: an welcher Stelle hat ausgerechnet Wüstenrot Holland überholt? Oder stimmt das gar nicht?

Wie so oft ist auch hier eine pauschale Antwort kaum möglich, denn ja – Rabodirect vergütet derzeit lediglich 1,01% p.a. auf das RaboTagesgeld und 1,21% Zinsen p.a. auf das 3-Monate-Festgeld „RaboSpar90“, was gut ist – aber eben weniger gut als bei wuestenrotdirect.de. Andererseits begrenzt man die Zinsen weder auf eine maximale Anlage von 10.000 Euro noch auf einen Zeitraum von 3 Monaten (danach gilt bei wuestenrotdirect.de wahrscheinlich wieder der alte, nur bedingt werbewirksame Zinssatz von deutlich unter 1% Zinsen p.a.).

Insofern ist das Rabodirect Angebot nach wie vor nicht unattraktiv, wie zuletzt auch ein Tagesgeldkonto Test der Stiftung Warentest (Finanztest; Ausgabe 8/2014) ergab, dort bewertete man das RaboTagesgeld mit „gut“.

Also – Rabodirect vs wuestenrotdirect.de welches Konto ist nun das bessere?

Besser oder schlechter gibt es in diesem Fall nicht. Die Frage ist eher wie lange welche Summe Geld anlegt werden soll. Wer weniger als 10.000 Euro für maximal drei Monate sicher anlegen möchte, trifft mit dem wuestenrotdirect.de die bessere Wahl. Wer größere Summen anlegen möchte und die Laufzeit nicht wirklich abschätzen kann (sprich: Geld parken möchte), sollte sich das Rabodirect Angebot in jedem Fall noch einmal anschauen und mit ggf. weiteren Tagesgeldkonto oder Festgeldkonto Angeboten vergleichen.

Einen jeweils aktuellen Vergleichsrechner haben wir hier für Sie hinterlegt.

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Okt 10 2014

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wuestenrotdirect.de -1,3% Zinsen p.a. Top Tagesgeld

Der Dax fällt und Sie suchen nach einer guten Möglichkeit die neue Liquidität aus dem Aktienverkauf für einen selbst zu bestimmenden Zeitpunkt festzulegen? Dann ist dieses Top Tagesgeld Angebot von wuestenrotdirect.de tatsächlich eine brauchbare Alternative. Die Onlinetochter der Bausparkasse gewährt den Zinssatz von 1,3% p.a. für einen garantierten Zeitraum von 3 Monaten und dies bis zu einer Anlagesumme von 10.000 Euro.

Das ist im Vergleich zu früheren Angeboten immer noch überschaubar, angesichts der aktuellen Konkurrenzsituation (siehe hier im Tagesgeldkonto Vergleich) aber tatsächlich Platz 1 im direkten Zinsvergleich.

Anders als bei ausländischen Banken (Sorry Sberbank Direct und VTB Direktbank) stellt sich hier nicht die Frage der der politischen Correctness und der Einlagensicherung – dieses Angebot der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank ist ein Schwäbisches – und wie wir alle wissen können die nicht nur gute Autos bauen und tüfteln, sondern eben auch gut auf Geld aufpassen.

Was muss man über das wuestenrotdirect.de -1,3% Zinsen p.a. Top Tagesgeld Angebot wissen?

Der Aktionszeitraum startet heute (10.10.2014) und gilt für einen Zeitraum von 3 Monaten, die maximal verzinsten Beträge liegen bei 10.000 Euro und der Zinssatz bei 1,3% p.a. Alle Einlagen sind täglich online oder telefonisch abrufbar – d.h. wenn die Aktienindices wieder ins Plus drehen, haben Sie die nötige Liquidität zeitnah wieder zur Verfügung.

Direkt weiter zum Angebot geht es hier: Top Tagesgeld Wüstenrot

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Aug 29 2014

Hoverbike – Endor für jedermann

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Chris Malloy wohnt im Süden Englands und hat – vermute ich ganz einfach – das spannendste Kino-Spektakel der 80er-Jahre ebenfalls auf einer echten, nicht digitalen, Kinoleinwand erleben können. Die Rede ist, das sei für alle unter 40-jährige angemerkt, von dem letzten Teil der Star Wars Filmreihe, für den Georg Lukas die beste Technik dieser Zeit einsetze und das Gut-Böse-Weltraumabenteuer zu einem Klassiker der Filmgeschichte wurde. Neben den üblichen Protagonisten Han Solo, Luke Skywalter und natürlich Carry Fisher als bodenständiger Prinzessin Lea, waren es vor allem die Ewoks, pelzige Bewohner des Monds und die rasanten Verfolgungsfahrten durch den Dschungel des Monds Endor, die bis heute unvergessen sind.

Es ist also (um den Bogen zu spannen) nicht besonders schwer sich schon auf den ersten Blick über die Hoverbike Idee von Chris Malloy zu freuen und ihm Geld für die Realisierung der Idee aufdrängen zu wollen, das Ding sieht der Filmvorlage tatsächlich ähnlich und scheint technisch zu überschaubarem finanzielle Aufwand realisierbar. Auf Kickstarter können sich Fans die die Idee unterstützen wollen derzeit finanziell an der Kombination aus Motorrad und Hubschrauber beteiligen – und für 2.100 Britische Pfund schon jetzt einen Blick in die Entwickler-Werkstatt werfen.

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Jun 30 2014

Bank Run in Bulgarien – Fibank

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Die bulgarische First Investment Bank (Fibank) galt bis vor ein paar Tagen als akzeptabler Geheimtipp für Festgeldanlagen mit kurzen Laufzeiten, bot die bulgarische Bank als eine von wenigen, akzeptable Zinsen gepaart mit einer staatlichen Einlagensicherung, die für die allermeisten Sparguthaben völlig ausreichen sollte.
Das Bild von der aufsteigenden Nation Osteuropas hat nun einen heftigen Kratzer bekommen, nicht nur, dass die First Investment Bank (Fibank) und weitere Bulgarische Banken in der vergangenen Woche einen Ban Run erlebt haben, bei dem Guthaben in der Höhe von rund 400 Mio. in Bar an Kunden ausgezahlt werden mussten, auch die politische Situation des Staates eskaliert.

Regierung wird aufgelöst

So wird die aktuelle Regierung, die von Sozialisten (BSP) und Türkenpartei DPS gestellt wird, bis spätestens 25. Juli zurücktreten und im Zuge dessen das Parlament in Sofia am 6. August und damit rund zwei Monate vor der ohnehin geplanten Neuwahl, aufgelöst werden.

Bank Run ist basiert auf Vertrauenskrise

Trotz allem sieht die politische Führung des Landes in dem Bank Run der vergangenen Woche vor allem eine Verschwörung – zu welchem Zweck ist derzeit noch unklar, klar ist aber, dass die ersten Verantwortlichen gefunden und verhaftet wurden. Wie Staatschef Plewneliew betont handle es sich hierbei um eine kriminelle Attacke, die eine Banken Vertrauenskrise ausgelöst habe. Der Wechselkurs des Lew bleibe gegenüber dem Euro unverändert konstant, das Geld von Firmen und Privatpersonen wäre nach wie vor sicher und dessen Sicherheit werde garantiert.

Insgesamt dürfte, vertraut man dem Urteil der FAZ, die wirtschaftliche Situation durch den Staatschef richtig eingeschätzt werden, denn – auch wenn das Land eines der Ärmsten in der EU ist, so verfügt es mit einer niedrigen Verschuldung und einem effizienten Bankensystem über die für ein stabiles Bankensystem notwendigen Bedingungen. Wir sich die Situation entwickelt bleibt abzuwarten – deutsche Anleger, die via weltsparen.de bei Fibank Geld angelegt haben, müssen sich für den Moment ohnehin in Geduld üben, erst heute wird die Bank wieder öffnen und nimmt dann ggf. wieder Auszahlungen vor.

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Jun 10 2014

Minuszinsen – was tun mit dem Geld

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Die Europäische Zentralbank hat in der vergangenen Woche die Zinsen auf ein Niveau „unter Null“ gesenkt, was eigentlich niemand bisher für wirklich möglich gehalten hatte. Wie wir nun wissen geht es doch und Banken, die bisher überschüssige Liquidität bei der Zentralbank lagerten und darauf Zinsen bekommen haben, müssen ab sofort Geld bezahlen, wenn sie es dort anlegen. Das Ziel der Sache ist es, die Unternehmen wieder mit mehr Geld zu versorgen um das Investitionsklima (schöner Begriff im Übrigen) so verbessern. Unternehmen und natürlich auch Privatleute sollen wieder Lust auf Neue Projekte bekommen, Geld – das sie sich bei Banken leihen – ausgeben und damit die Wirtschaft anschieben.

Theoretisch wäre ich als Selbstständiger also ein Unternehmer und könnte mir nun Geld von der einer Bank meiner Wahl leihen – hätte ich denn eine Idee, ein schriftliches Konzept, einen ausgearbeiteten Businessplan, ein Rating nach Basel II und wahrscheinlich auch einen Bürgen, falls die ganze Vorbereitung dann doch nicht ausreichend gewesen sein sollte.

Die Idee habe ich – bei dem Rest fehlt mir ganz klar die Struktur. Na klar habe ich eine Buchhaltung und eine Gewinn- und Verlustübersicht, aber ist das ausreichend um daraus die Prognose für die Zukunft abzuleiten? Im Investmentbereich, für den ich hin und wieder arbeite findet jede Entscheidung unter demselben Vorbehalt statt: die Performance der Vergangenheit hat keine Auswirkung auf Zukunft, wie also soll man aus einer Bilanz des Jahres 2012 die Chancen für 2015 bis 2017 ableiten?

Zahlen sammeln und darstellen

Software ist eine Lösung. Hat nichts mit der Geschäftsidee zu tun, ist aber trotzdem der Schlüssel um es den Geldgebern recht zu machen. Die möchten Zahlen, die sollen sie bekommen. Bleibt nur die Frage: welche Software. Der Klassiker der Unternehmenssoftware, das habe ich schnell herausgefunden ist SAP – strategisch, konzeptionell perfekt und leider viel zu groß für ein kleines Unternehmen wie das meine. Überhaupt ist ERP Software, also das Enterprise-Resource-Planning (ERP) eine prima Sache, wenn man nur genug Mitarbeiter hat. Habe ich aber nicht, ich habe eine und die kann ich auch ohne Software steuern – zumindest bildet man sich sowas als Chef ja gerne mal ein.

UnternehmensPLANER PRO – praktisch und gut

Einer der besten Lösungsvorschläge, die ich bei meiner on- und offline Suche nach Desktop- bzw. On-Demand-Software (wer kann mir hier noch folgen?) gefunden habe, stammt ausgerechnet aus dem Haufe Verlag. „Ausgerechnet“ deshalb, weil die vielen jungdynamischen Anbieter aus dem In- und Ausland alles revolutionieren wollen, dabei aber offensichtlich ab und zu den Kunden aus den Augen verlieren. Ich zumindest fand das Angebot des UnternehmensPLANER PRO auf den ersten Blick überaus charmant für einen Betrag von unter 300 Euro bekommt man genau die Planungsvorlagen, die für die Erstellung der Bankunterlagen benötigt werden. Neben der Liquiditätsplanung sind hier auch die klassischen Kennzahlen der Unternehmensbewertung wie Cash-Flow in einer Übersicht ablesbar. Theoretisch sind die Zahlen, die die Software zusammenträgt also nur noch in den Business Plan zu übertragen, der dann zur Bank geht. Ob der Kreditverantwortliche das Konzept dann stimmig findet und einem Kredit zustimmt ist eine andere Frage, über eine mangelnde Unterstützung der EZB kann ich mich jedenfalls nicht beklagen.

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Apr 19 2014

2,5% p.a. – Fibank senkt Festgeldzinsen

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Kurz vor Ostern meldete die Fibank, dass das Zinsangebot so nicht mehr aktuell ist und man den Zinssatz ab sofort von 2,9% p.a. auf 2,5% p.a. senken wird. Die Zinssenkung betrifft den Anlagezeitraum 12 Monate und richtet sich damit auf das spezielle 1-Jahres-Festgeld Angebot der Fibank aus.

Von den im Festgeldvergleich immer noch guten Konditionen profitiert allerdings nur, wer die Mindestanlagesumme von 10.000 Euro zur Verfügung hat, maximal 100.000 Euro anlegen wird und auf eine Einlagensicherung in der Höhe von maximal 100.000 Euro, gewährleistet durch den Staat Bulgarien vertrauen möchte.

Demnächst: 2,2% p.a. – norwegische Direktbank

Dass die bulgarische Einlagensicherung nicht unbedingt der Vertrauensbildung zuträglich ist, hat man bei Weltsparen.de erkannt und versucht mit verschiedenen Argumenten den privaten Anleger zu überzeugen. Ob das gelingt kann man als Außenstehender natürlich nicht beurteilen, interessant ist aber der Hinweis „demnächst bei Weltsparen.de“ – Direktbank aus Norwegen mit 2,2% p.a. Zinsen, angelegt in NOK.

Genauer betrachtet, ist diese Form der Geldanlage noch weniger sicher, da man hier das Wechselkursrisiko mit berücksichtigen muss (ein Blick auf das Verhältnis Norwegische Krone versus Euro kann das vielleicht besser als Worte dokumentieren), trotzdem bin ich persönlich gespannt, was da kommen mag.

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