Apr 04 2014

Postbank Girokonto mit 100 Euro Startguthaben

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Bei der EZB lässt man die Zinsen tief wie sie sind und tut auch ansonsten wenig um dem geneigten Teilnehmer am Geldverkehr irgendwie entgegen zu kommen. Abgesehen vielleicht von Griechenland, die – und das ist ernst gemeint – sich auf die EZB und deren Unterstützung verlassen können. Den Vorteil haben wir alle, die Nachteile auch, aber da die sich schleichend bemerkbar machen, lassen wir das einfach an dieser Stelle weg und kommen zum eigentlich Anlass dieses Beitrags: dem Postbank Girokonto, welches es zur Happy Hour mit 100 Euro Startguthaben und ohne Cocktail gibt.

Postbank Girokonto Aktionszeitraum 3. bis 28. April – nur zwischen 18 und 20 Uhr

Wer noch kein Kunde der Postbank ist und in der Uhrzeit zwischen 18 Uhr und 20 Uhr ein kostenloses Girokonto der Postbank eröffnet, der kann sich über ein Startguthaben von 100 Euro und eine kostenfreie Kreditkarte freuen. Die Aktion gab es bereits früher, ist also nicht ganz neu, aber deshalb nicht schlecht, weshalb an dieser Stelle in gebotener Kürze darauf hingewiesen sei.

Postbank Girokonto Extras

Neben dem Gratisgirokonto, der Gratiskreditkarte, gibt es auch gratis Bargeldabheben an einem von ca. 9.000 Geldautomaten der Cash Group und wie wir alle aus dem Fernsehen wissen: an vielen Shell Tankstellen. Dazu natürlich auch in über 1.100 Postbank Finanzcentern den Post immer seltener werdenden Postfilialen. Der Zusatzbonus für Autofahrer besteht in einem Tankpreis Rabatt von 1 Cent pro Liter Shell-Kraftstoff und der Hinweis auf das kostenfreie Online- und Telefon-Banking darf der Vollständigkeit halber auch nicht fehlen.

Was ist zu tun?

Alarm auf eine Zeit zwischen 18 und 19:50 Uhr stellen und einen Kontoeröffnungsantrag auf der speziell dafür vorgesehenen Postbank Happy Hour Seite ausfüllen. Dann – Achtung, wichtig – bis spätestens 9. Mai 2014 die vollständig ausgefüllten Eröffnungsunterlagen an die Postbank senden.
Wenn das Angebot gefällt, dann diese Seite merken und zu den Happy Hour Stunden hier klicken

Postbank Giro plus – Happy Hour

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Apr 02 2014

VTB Direktbank Festgeld Zinserhöhung

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Drei Jahre VTB Direktbank in Deutschland – das muss gefeiert werden. So sagt es zumindest die VTB Direktbank und hebt die Zinsen auf ausgewählte Festgeldkonto Laufzeiten deutlich an. Vielleicht liegt es auch an der Konkurrenzsituation, oder der Krise im Osten Europas, die die russische Bank dazu veranlasst den Zinsschritt so deutlich vorzunehmen. Jubeln können auf alle Fälle diejenigen, die sich jetzt für Geldanlage mit längerer Laufzeit interessieren und nicht mehr als 100.000 Euro anlegen möchten – bis zu dieser Grenze greift nämlich die Österreichische Einlagensicherung.

1,95% p.a. Zinsen für Anlagen mit 24 Monaten Laufzeit

Die neuen Staffeln – und das ist absolut lobenswert, gelten für Neukunden und Bestandskunden, die üblichen Rahmendaten sind wahrscheinlich bekannt, werden aber durch die Wiederholung an dieser Stelle sicherlich nicht schlecht. Deshalb sei es hier noch einmal gesagt: Die VTB Direktbank bietet tagesgenau wählbare Laufzeiten, – wahlweise – Zinszahlungen mit monatlicher (reduzierter Zinssatz) oder jährlicher Zinszahlung. Die Mindestanlagesumme beträgt kundenfreundliche 500,- Euro, die Kontoführung ist (wie bei eigentlich allen) kostenfrei und die bereits angesprochene Einlagesicherung beträgt Direktbanken übliche 100.000 Euro.
Die neuen Festgeldkonto Zinsen sehen aus wie folgt:

  • 24 Monate: 1,95% Zinsen p.a. (statt bisher 1,50%)
  • 36 Monate: 2,20% Zinsen p.a. (statt bisher 2,10%)
  • 48 Monate: 2,30% Zinsen p.a. (statt bisher 2,10%)
  • 60 Monate: 2,50% Zinsen p.a. (statt bisher 2,10%)

Wie lange man bei der VTB Direktbank zu diesem Zinssatz feiern kann ist nicht bekannt, es dürfte aber keine extreme Dringlichkeit.

Wer zur Sicherheit sofort einen Antrag ausfüllen möchte, sollte sich nicht gehindert fühlen und kann hier klicken und Das Festgeldkonto der VTB Direktbank – hier eröffnen

 

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Apr 01 2014

Commerzbank Girokonto mit 100 Euro Bonus

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Klingt wie ein Aprilscherz, ist aber offensichtlich keiner – die Commerzbank verdoppelt ab heute den Neukundenbonus je Girokonto von 50 Euro auf 100 Euro und behält die bestehende „Nichtgefallen“ Entschädigung von 50 Euro unverändert bei. Girokonto Neukunden mit einem Hang zur Bonusoptimierung können demnach 150 Euro mit der Kontoeröffnung und -schließung verdienen. Da gab es schon deutlich schlechtere Angebote. Ob man das unbedingt tun muss, ist eine andere Frage, die sicherlich jeder am besten für sich selbst beantworten kann.

Was wir an dieser Stelle zusätzlich beantworten können, ohne das jemand danach gefragt hätte, sind die weiteren Eckdaten des Commerzbank Girokontos, die da lauten: Das Konto ist auch noch kostenlos, wenn es als Privatkonto genutzt wird und monatlich ein Geldeingang von mindestens 1200 Euro gut geschrieben wird. Wenn nicht, kostet es monatlich 9,90 Euro. Die Startgutschrift erfolgt 3 Monate nach erfolgreicher Kontoeröffnung sofern bisher noch kein Konto bei der Commerzbank geführt wurde (Neukunden only).

600,- Euro Sofort-Dispokredit auf Wunsch inklusive

Wer möchte und über die entsprechende Bonität verfügt, kann sich direkt zum Start einen Dispokredit in der Höhe von 600,- Euro einräumen lassen. Ab wann die Bonität den Status „ausreichend“ hat, ist sicherlich eines der gehüteten Geheimnisse der Bank.

Was könnte man noch wissen wollen? Geld abheben ist kostenlos sofern man dazu einen der 9000 Cash Group Automaten (zur cash Group gehören: Commerzbank, Deutsche Bank, HypoVereinsbank, Postbank) nutzt.

Eine Kreditkarte ist nicht im Angebot enthalten, dafür aber eine kostenfreie ec-Karte (girocard-Maestro Card), ohne die das Bargeld abheben am Automaten praktisch auch nicht möglich wäre.

Wer sich jetzt 100 Euro + ggf. 50 weitere Euro verdienen möchte und noch kein Kunde der Commerzbank ist, der kann hier direkt loslegen: Commerzbank Girokonto Infoseite

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Mrz 28 2014

ING Diba Girokonto – 75 Euro Neukundenbonus

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Mittlerweile vertrauen mehr als 8 Mio. Kunden auf die größte Direktbank Deutschlands, die ING Diba. Dennoch gibt man sich dort Mühe, weiterhin möglichst attraktiv für Neukunden zu wirken. Pünktlich zum Start des neuen Quartals, lobt die ING Diba deshalb einen neuen Neukundenbonus für das hauseigene Girokonto und das Studentenkonto aus. Wer sich zwischem dem 1. April 2014 und dem 30. Juni 2014 für ein Girokonto oder Studentenkonto (ING Diba Girokonto Student) entscheidet, erhält eine einmalige Gutschrift von 75,- Euro.

Die Voraussetzung für den Erhalt der Prämie ist überschaubar – es darf bisher kein Girokonto bei der ING Diba bestehen und das Gehalt oder Ihre Rente des Neukunden müssen auf das neue Girokonto an zwei aufeinanderfolgenden Monaten auf dieses Konto überwiesen werden bzw. aufeinanderfolgende monatliche Gehaltseingänge über mindestens 1.000 Euro in den ersten 4 Monaten.

75 Euro Gutschrift auch für ING Diba Studentenkonto

Deutlich geringer ist die Einkommenshürde für Studenten – hier das Einkommen aus BAföG, Gehalt oder Stipendium muss auf das neue ING DiBa Girokonto überwiesen werden. Analog zum Girokonto für Nichtstudenten gilt: Es müssen an 2 aufeinanderfolgende monatliche Geldeingänge über mindestens 300 Euro in den ersten 4 Monaten erzielt werden.

Weitere Informationen – Girokonto eröffnen:
Girokonto ohne Gebühren: Das Girokonto ohne Mindestumsatz!

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Mrz 27 2014

Sparneigung steigt – Zinsen auch?

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Die Gesellschaft für Konsumforschung, GfK, hat im Rahmen einer aktuellen Studie festgestellt, dass die Bereitschaft Geld zu sparen zuletzt gestiegen ist, auch wenn die Zinsen auf einem aktuell niedrigen Niveau stagnieren. Die gestiegene Sparneigung, so haben es die Konsumforscher festgestellt, sei nicht mit einem Rückgang der Konsumausgaben einhergegangen. Vielmehr stieg auch das entsprechende „Kauflaune“ Teilbarometer um 6,6 auf 55,5 Zähler was in der Summe das Ergebnis einer nach wie vor guten Lage am Arbeitsmarkt, die derzeit positiven Einkommensentwicklung und der geringen Teuerungsrate geschuldet ist.

Inwieweit die letzten Ereignisse rund um die Ukraine Unsicherheit bei Konsumenten bzw. Sparern aufkommen lassen, ist aus den Ergebnissen der Umfrage nicht abzuleiten, die Daten wurden vor dem 14. März erhoben und lassen deshalb keine belastbare Aussage über potentielle Verhaltensänderungen zu. Es scheint ab, so interpretiert es GfK-Chef Rolf Bürkl, als würde die aktuelle Eskalationslage als nicht so schlimm eingeordnet, als das das persönliche Handeln danach ausgerichtet werden müsste.

Tagesgeld Spitzenzinssatz derzeit bei 1,6% p.a.

Der derzeitige beste Tagesgeldzinssatz von 1,6% p.a. (Varengold Bank AG, Varengold Tagesgeld – siehe Finanztest Artikel), dürfte – so sieht es zumindest der Autor dieses Artikels, auch nicht gerade zu einer Änderung des persönlichen Verhalts beitragen. Wer selbst beim besten Anbieter so wenig Zinsen für seine Einlage bekommt, wird wohl kaum seine persönliche Sparleistung zu Gunsten anderer nachhaltiger Anschaffungen wie z.B. Renovierungen oder Immobilienerwerb ändern.

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Feb 22 2014

2,9% Zinsen p.a. Festgeld der Fibank

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Das Angebot der festverzinslichen Konten wird noch vielfältiger – die bulgarische Fibank (First Investment Bank) startet unter dem Titel WeltSparen ein Festgeldkonto Angebot und bietet auf 1-jährige Anlagen immerhin 2,9% p.a. Zinsen.

Die heute drittgrößte bulgarische Bank wurde erst im Jahr 1993 gegründet und beschäftigt mittlerweile nach eigenen Angaben über 3.000 Mitarbeiter in mehr als 150 Filialen. Das nach Einlagen zweitgrößte bulgarische Geldinstitut hat die Finanzkrise ohne staatliche Unterstützung überstanden und profitiert von einer günstigen Geschäftsentwicklung, die durch die Expansion nach und in Deutschland weiter forciert werden soll.

Die Fibank selbst weist daraufhin, dass sie in Bulgarien als systemrelevant gilt und im Falle eines Falles von der bulgarischen Zentralbank geschützt würde, was deutschen Anlegern aber erst ab einer Anlagesumme von über 100.000 Euro Sicherheit geben muss, den bis zu dieser Grenze sind Einlagen über den Einlagensicherungsfonds geschützt.

Ob man sich für dieses Angebot entscheidet, oder doch eine bekanntere Bank aus dem Inland bzw. näheren europäischen Ausland bevorzugt ist bei kleineren Summen unter 100.000 Euro also eher reine Geschmackssache. Die Eckdaten des Festgeldkonto Angebotes sind branchenüblich, d.h. der Zinssatz von 2,9% p.a. wird für 12 Monate garantiert, die Kontoführung ist ebenso kostenfrei wie Überweisungen, deutsche Kunden werden durch einen Kundenservice von Berlin aus betreut. Etwas ausgefallen erscheint allerdings die Mindestanlagesumme von 10.000 Euro, die durchaus dazu geeignet scheint Kleinanleger auszuschließen.

Welche Alternativen gibt es zur Fibank?

Offen gesagt: In der Zinshöhe keine. Aktuell bietet die russisch-österreichische VTB Direktbank auf Festgeldanlagen ebenso wie die französische Credit Agricole CA Consumer Finance Bank einen Zinssatz von 1,75% p.a. Den höchsten Festgeldzins einer in Deutschland beheimateten Bank gibt es derzeit bei der SWK Bank, die ab der Mindestanlagesumme von ebenfalls 10.000 Euro einen Zinssatz von 1,35% p.a. für 1-jähriges Festgeld vergütet.

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Feb 19 2014

Asstel BestZins – 1,5% p.a. plus Extrazins

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Unter der Bezeichnung BestZins bietet die Versicherung Asstel eine Festgeldkonto ähnliche Geldanlage mit einer Wahloption zum Laufzeitende. Gewählt werden kann eine Verrentung der Erträge, d.h. eine monatliche Auszahlung, oder aber eine Einmalige Auszahlung des kompletten Anlagebetrags inklusive einer Überschussbeteiligung, die den jährlichen Zinssatz rückwirkend auf 2,1% p.a. erhöht.

Asstel BestZins Vertragslaufzeit 1 bis 5 Jahre

Geldanleger haben bei diesem Angebot gleich mehrfach die Wahl, neben der Renten- und Auszahlungsoption besteht auch die Wahl der Laufzeit. Mindestens 1 Jahr muss das Geld bei Asstel BestZins angelegt werden, maximal 5 Jahre können es sein, je nachdem wie es für den eigenen Bedarf am sinnvollsten erscheint.

5.000 Euro Mindestanlagesumme – weitere Zuzahlungen möglich

Das BestZins Geldanlageangebot sieht eine Mindestanlagesumme von 5.000 Euro und eine maximal mögliche Anlagesumme von 500.000 Euro vor. Die Zinsgutschrift erfolgt quartalsweise, Zuzahlungen wie auch Auszahlungen sind einmal pro Quartal möglich.
Die Einlagen der Geldanleger sind nicht über den Bankenverband, sondern über die Protektor Lebensversicherungs-AG abgesichert, was vor allem bei Guthaben von über 100.000 Euro den Vorteil einer vollständigen Einlagensicherung bedeutet (gesetzlich vorgesehen 100.000 Euro).

Steuerliche Besonderheit – die Sparbeträge sind als Vorsorgeaufwand steuerlich abzugsfähig und können entsprechend auf das tatsächliche Einkommen abgestimmt werden. Wichtig zu wissen: Der Zinssatz von 1,5% p.a. wird nur quartalsweise garantiert, d.h. eine Erhöhung oder Absenkung wäre bereits im kommenden Quartal möglich.

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Dez 22 2013

Bauspar- oder Privatkredit?

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Mal ganz unabhängig davon, wie ich den Umgang mit mir als Bausparkunden erlebe, stellt sich nach meiner Meinung tatsächlich die Frage ob das Konzept Bausparen im aktuell niedrigen Zinsumfeld eine Daseinsberechtigung hat. Letzt Woche zeigte mir eine Bekannte das Bausparangebot Ihres DVAG Beraters, der Ihr zwei Bausparverträge zu jeweils 20.000 Euro als Teil ihrer Vermögensplanung vorgeschlagen hatte. Sie könne damit zum Ende der Ansparphase (die wie ich ja nun berichten kann nicht unbedingt planbar ist) einen günstigen Baukredit zu einem Zinssatz von 3,9% p.a. in Anspruch nehmen. Im Moment verzichtet sie dafür einen hohen Zinssatz und bekommt 0,25% p.a. Guthabenzinsen.
Das führt zu der erstaunlichen Konstellation, dass sie 8 Jahre in einen Bausparvertrag einzahlt und am Ende der Ansparphase weniger Geld zur Verfügung hat, als sie tatsächlich einzahlt. Die zu zahlende Vermittlerprovision frisst in der Tat einen derart großen Anteil des eingezahlten Vermögens auf, dass das niedrige Zinsniveau die entstehenden diesen Vertriebskostenanteil nicht aufzuwiegen vermag.

Bausparzinsen 4,4% Zinsen p.a. vs. 3,9% Zinsen p.a.

Noch schwerer wiegt es, dass das Hauptargument der Bausparkassen derzeit kaum Gültigkeit besitzt. Seit jeher bewirbt man dieses Kreditansparkonzept mit dem später günstige Kreditzinssatz. Man verzichte, so die Bauspar-Logik, vorab auf Guthabenzinsen und bekomme dafür im Nachgang besonders günstige Baukreditzinsen. Nimmt man – ich hatte das im letzten Artikel bereits kurz angesprochen z.B. ein Privatkredit von der Credit Europe Bank, der ab 4,4% Zinsen p.a. zu bekommen ist und kombiniert dies mit dem Guthaben das vertriebskostenfrei 8 Jahre lang zum Beispiel auf einem Festgeldkonto lag deshalb nicht wie in dem obigen DVAG Bausparangebot weniger sondern mehr geworden ist, erhält man damit das klar günstigere Angebot und hat zugleich deutlich mehr Flexibilität.

Banken verzichten auf die anfallenden Kreditgebühren

Darüber hinaus verzichten manche Banken wie z.B. auch die Credit Europe Bank auf die anfallenden Kreditgebühren was sich in deutlich günstigeren monatlichen Kreditraten bemerkbar macht und damit natürlich auch dazu beiträgt, dass ein Privatkredit für die Modernisierung eines Wohnraums deutlich günstiger wird als dies ein Bausparvertrag ermöglichen könnte.

So gesehen ist die Idee des Bausparens aus meiner Sicht im aktuellen Marktumfeld nur unter Bemühung eines zukünftigen Zinssteigerung-Horrorszenarios an den Privatkunden zu verkaufen. Erst wenn man als Berater plausibel erklären kann, warum der aktuelle Zinssatz von z.B. 3,9% p.a. in 10 Jahren supergünstig sein wird, werden Privatanleger tatsächlich wieder mit Begeisterung zum Bausparvertrag greifen. Dass das passieren kann ist durchaus möglich – betrachtet man die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die hohe Zinsen volkswirtschaftlich begleiten d.h. eine Überhitzung der europäischen Binnenwirtschaft, erscheint es mir persönlich nicht besonders wahrscheinlich.

Insofern liegt die Zukunft der Modernisierungskredit wohl eher nicht bei den Bausparkassen, sondern bei Anbietern von günstigen Privatkrediten wie eben der Credit Europe Bank.

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Dez 22 2013

Bausparen. Nächster Akt

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Anfang November hatte ich mich an dieser Stelle ausführlich mit Bausparen und den Möglichkeiten eines günstigen Kredits bzw. den Vorteilen eines gut verzinsten Bausparvertrags in Zeiten des Niedrigzinses beschäftigt und hatte meinen Beitrag mit den Worten „Deshalb liebe BHW Bausparkassen Controller – bleibe ich Euch auch in Zukunft ein treuer Kunde.“ geschlossen. Dieses Versprechen hatte ich ohne BHW und deren AGB gemacht wie sich jetzt rausstellt.

Ihr Bausparvertrag wird zugeteilt

Aber vielleicht fange ich noch weiter vorne an: „Herzlichen Glückwunsch!“ schallte es mir förmlich aus dem ersten Absatz des jüngsten BHW Schreibens entgegen. „Ihr Bausparvertrag wird zugeteilt“. „Aha!“ Dachte ich mir als erstes. Irgendwie muss ich wahlweise eine Zeitreise unternommen, oder aber einen Spontanbonus erhalten haben, denn nachdem Verbot der Zuzahlungen wäre mein Bausparvertrag ja erst 2031 – pünktlich zu meiner Rente – zuteilungsreif geworden.

Die Lösung des „Herzlichen Glückwunsch!“-Rätsels ist weder das Eine noch das andere, sondern etwas Drittes. Die Bewertungszahl meines Bausparvertrag lässt es zu, dass ich zum 1.2.2014 auf einen Baukredit in der Höhe von rund 33.000 Euro zugreifen muss. Sollte ich binnen der darauf folgenden Monate keinen Nachweis über die Kreditnutzung erbringen, würde man mir leider Bereitstellungszinsen in Rechnung stellen müssen. Wahlweise kann ich auch gerne einen neuen Bausparvertrag abschließen (und wieder 1,6% Gebühren zahlen?) oder aber über mein Guthaben sofort verfügen. Letzterer Kasten ist der größte auf diesem Formular (nur im Original einzureichen) und vermittelt ein unterschwelliges „hopphopp“. Aber da mag ich vielleicht ein bisschen emotional reagieren.

Wie gut ist der Bauspar-Zinssatz denn eigentlich?

Vielleicht hat man es vergessen, vielleicht soll es abschrecken, vielleicht auch einfach nur nicht beunruhigen – jedenfalls wird der Zinssatz, den ich für das jahrelang angesparte Baukreditvolumen zahlen soll nicht veröffentlicht. Weder nominal noch effektiv. Aber wer will das auch wissen? Vor lauter Freude mir demnächst im Rhein-Main Gebiet von meinem Ersparten zzgl. Kreditsumme eine 10 m² Wohnung leisten zu müssen, ist – nun sagen wir ebenso überschaubar wie der Wohnraum.

Netterweise hat man bei BHW aber darauf geachtet mir zu sagen, dass mich die monatliche Tilgung ab Inanspruchnahme dann 306 Euro kosten wird. Weshalb ich an der Stelle einfach einen Kreditvergleich meiner Wahl (und von Googles Gnaden) öffne, eine Kreditsumme von 17.000 eintippe und mich ein bisschen wundere. Dort kostet der Kredit bei einer Laufzeit von 10 Jahren inklusive Tilgung ab 174 Euro im Monat. Und selbst wenn ich für mein Rhein-Main-Microappartment nicht die beste Bonitätseinstufung bekommen sollte, wäre da immer noch reichlich Platz bis zu dem langjährig angesparten BHW Bausparplan Angebot. Und nun? Werde ich alle diese Fragen zu einer kleinen Übersicht zusammentragen und dann mein Kreuz in das Kästchen „Bitte veranlassen Sie, dass mein Berater mit mir Kontakt aufnimmt“ setzen.

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Nov 02 2013

BHW Bausparen – und die Gefahr für das Kollektiv

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Ich bin BHW Bausparer und das schon ziemlich lange. Um exakt zu sein: Kunde seit 1984; in meinen aktuellen Vertrag zahle ich seit dem Jahr 2000 ein – damals brachte Microsoft das Betriebssystem Windows 2000 auf den Markt, nicht die Familienministerin, sondern der Kanzler trug den Namen  Schröder und der FC Bayern München wurde Deutscher Fußball Meister.

Ich war damals jung und voller Träume, wie sonst hätte ich eine Bausparsumme von 100.000 DM als sinnvoll ansehen sollen? Der Vertreter der damals noch selbstständigen Bausparkasse BHW fragte mich im Gespräch am Esstisch meiner Großeltern sogar: warum nur 100.000 DM? Na ja sagte ich: „ich muss das ja auch zur Hälfte einbezahlen bevor ich den Kredit abrufen kann.“ Damit war die Sache entschieden und unterschrieben. Die Abschrift erhielt ich wenige Tage später, einen Anruf ich möge doch bitte mindestens 1.000 DM einzahlen ein paar Wochen später. Warum? Nun, wenn ich das nicht tun würde, bekäme er seine Provision nicht. Irgendwie einleuchtend.

Am Anfang standen 78 DM

Seit 2000 zahle ich also in diesen Bausparvertrag. Zunächst 78 DM was damals der Höchstsumme der geförderten Vermögenswirksamen Leistungen entsprach, dann nachdem der Euro die Deutsche Mark ersetzte rund 40 Euro. Bausparen, das musste ich bald feststellen ist keine besonders lukrative Geldanlage für Sparer, denn während Freunde mit Festgeldanlagen selbst bei der Volksbank oder Sparkasse locker über 5% Zinsen pro Jahr erzielten, bekam ich 1,75% p.a. Zinsen auf meine Einzahlungen angerechnet und hatte dafür die vertragliche Zusage für günstigen Baukredit zu sobald der Bausparvertrag zuteilungsreif ist.

Selbständig? Kein Problem – zahlen sie einfach weiter ein

Dass ich nicht mehr Jüngste sein werde, wenn dieser Bausparplan zur Hälfte eingezahlt – also zuteilungsreif – ist, wurde mir bewusst, als ich nach fast 10 Jahren Berufstätigkeit in die Selbstständigkeit wechselte und überlege ob sich das mit dem Bausparen auch ohne die Vermögenswirksamen Leistungen eines Arbeitgebers noch lohnt. Der BHW Kundenservice vertrat schon damals eine ganz klare Meinung: „Sie machen sich selbstständig und bekommen keine VL mehr? Gar kein Problem, zahlen Sie doch einfach Beiträge Ihrer Wahl weiter“ sagte man mir auf meine Rückfrage am Telefon.

Gut dachte ich, dann muss ich vielleicht keine 38 Jahre einen Bausparvertrag einzahlen sondern kann durch höhere Beiträge früher an mein Ziel, den günstigen Kredit kommen. Wir schrieben damals das Jahr 2006, bekamen erstmals eine Kanzlerin und Deutscher Meister wurde wieder der FC Bayern.

Also zahlte ich weiter mindestens 12 x 78 DM im Jahr in meinen Bausparvertrag ein und verschwendete keinen Gedanken daran, dass man auf Festgeldkonten bei Direktbanken mittlerweile über 6% Zinsen p.a. bekommen konnte. Oder das Baugeldvermittler den einst günstigen Bausparzinssatz des BHW von 3,9% p.a. locker mitgehen, wenn man ein bisschen Eigenkapital mitbringt und die Immobilie ein vernünftiges Preis- und Leistungsverhältnis aufweist. Da hätte man gar keine 15 Jahre lang zu kleinem Zinssatz sparen müssen. Naja. Zeiten ändern sich – aber ich halte an meinem Bausparvertrag fest. Irgendwie gehört er mittlerweile zu mir, begleiten mich BHW Bausparverträge doch mittlerweile deutlich länger als mein halbes Leben.

Mit der Finanzkrise mutierte mein Vertrag zum Hochzinsangebot

Dann kam die Finanzkrise, die man wahlweise auch als Immobilienkrise, Wirtschaftskrise oder Sinnkrise der Finanzindustrie titulieren kann. In jedem Fall fluten nun nicht länger nur die Japaner die Märkte mit „billigem“ sprich fast zinsfreiem Zentralbank Geld, auch die Amerikaner und die Europäer machten irgendwann mit.

Die Kombination aus niedrigen Zentralbankzinsen und hoher Liquidität macht sich sehr bald bemerkbar:  Niemals zuvor war es in Deutschland günstiger einen Kredit zu bekommen – ob für eine Immobilie oder einen Konsumkredit – sei denn man ist Bausparer und hält sich an seinem Vertrag aus irgendwelchen Gründen weiter fest. Mittlerweile, wir schreiben das Jahr 2013, ist aus dem ehemals mickrigen Bausparzinssatz von 1,75% auch ein Hochzinskonto geworden – und der treue Kunde von Februar 2000 gerät damit in das Visier des Controllings.

„Nicht wirtschaftlich“ dürfte das Urteil über den Vertrag von 2000 lauten, den der mittlerweile seit 7 Jahren Selbstständige immer noch brav mit neuen Einzahlungen füttert obwohl er lange Jahre deutlich weniger Guthabenzinsen bekommen hat als alle anderen, niemals eine Wohnbauförderung beantragt hat und mit diesem Vertrag im Jahr 2013 (in dem der FC Bayern … naja) deutlich mehr Bauzinsen bezahlen müsste als alle anderen. Eben weil sich die Welt weitergedreht hat und er immer noch 100.000 Deutsche Mark in 78 Deutsche Mark plus ein paar Mark extra Schritten in seinen Bausparvertrag einzahlt.

Zuzahlung verboten!

Diese paar Mark extra sind es, mit deren Einzahlung ich es mir erhoffte den Vertrag irgendwann innerhalb den nächsten 5 Jahren zuteilungsreif zu bekommen. Dann hätte ich die Möglichkeit zu dem im Jahr 2000 vereinbarten Zinssatz einen zweckgebundenen Baukredit bei der BHW Bausparkasse in Anspruch zu nehmen.  Diese Rechnung habe ich leider ohne meine Bausparkasse gemacht, denn just jetzt wo ich die Sparraten weiter erhöht habe, möchte man mich am liebsten loswerden.

So erhielt ich vor ein paar Wochen das Schreiben mit dem Angebot ich könne in einen anderen Tarif wechseln, der mir dann einen radikal niedrigen Zinssatz garantiere wenn ich einer kleinen Reduzierung der Guthabenzinsen zustimmen würde. 0,25% Zinsen p.a. wären das dann. Während ich mich noch fragte ob die Geld drucken, weil sie mir es so günstig verleihen stellte ich fest, dass das der Guthabenzins ist und ich den mit ein bisschen Pech sogar rückwirkend angerechnet bekommen könnte. Das hätte mich noch weiter von meinem Ziel diesen Vertrag endlich zuteilungsreif anzusparen entfernt. Das Schreiben landete also im Altpapier und ich wähnte mich auf einem guten Weg.

Das war verfrüht wie ich bald merken musste – auf meinem Kontoauszug fand sich in der letzten Woche tatsächlich eine Gutschrift über den zuletzt eingezahlten Betrag. Noch bevor ich mich wundern konnte übermittelte man mir die Begründung auch schon per Post. Gemäß den Allgemeinen Bausparbedingungen nach § 2 Abs. 2 bzw. § 5 Abs. 2) bedürfen Zuzahlungen die über das vertraglich vereinbarte Niveau hinausgehen der Zustimmung der Bausparkasse und so schreibt es mit BHW: „Diese Zustimmung erteilen wir nicht.“

Zum Schutz des Kollektivs – Annahme verweigert

Netterweise klärte man mich dann auch auf warum das in den letzten Jahren kein Problem war, jetzt eines ist: „Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase sind wir gezwungen zum Schutz des Bausparkollektivs die Annahme der Sonderzahlung zu verweigern“  und während ich mich noch frage ob ich jetzt nicht mehr Teil des Kollektivs bin, weil man das vor mir beschützen muss lese ich „im nächsten Jahr haben Sie die Möglichkeit, Einzahlungen im vertraglich vereinbarten Rahmen zu leisten“.  Na prima, da muss ich dann wohl den Dauerauftrag auch kündigen – oder überweisen die mir jetzt jeden Monat meine 78 DM Sparrate wieder zurück? Und wie erfahre ich, wann die Schonzeit für das Kollektiv beendet ist?

Vermutlich gar nicht. Deshalb habe ich beschlossen den Dauerauftrag bestehen zu lassen, wenn ich keine Rückerstattung mehr erhalte oder sich vielleicht doch ein BHW Berater findet, der sich um meine persönliche Situation bemüht, könnte das darauf hindeuten das alles wieder gut und beim Alten ist.

Bausparen für das Senioren-Appartement

Apropos alt, nachdem ich nur noch „vertraglich vereinbarte Einzahlungen“ vornehmen kann, weil 1,75% Zinsen p.a. ganz offensichtlich das Kollektiv zerstören verzögert sich auch der Termin zu dem der Vertrag zuteilungsreif wird um ein paar Jahre. Grob gerechnet sollte ich ungefähr im Jahr 2031 die notwendige Einzahlung geleistet haben und habe dann Anspruch auf ein günstiges BHW Baudarlehen, dass ich ganz prima für ein Senioren-Appartement verwenden kann – denn mit 57, da hat man schließlich auch noch Träume.

Weitersparen!

Warum löst der seinen Bausparvertrag nicht einfach auf? Die Frage hatte ich mir für einen ganz kurzen Moment auch gestellt aber – es gibt keinen vernünftigen Grund dies zu tun. So hohe und sichere Zinsen gibt es momentan kaum irgendwo und wenn ich dann mein Geld angespart habe, müsste historisch betrachtet, der Zinszyklus gedreht haben und ich bekomme einen im Marktvergleich günstigen Zinssatz für meinen Baukredit.

Deshalb liebe BHW Bausparkassen Controller – bleibe ich Euch auch in Zukunft ein treuer Kunde.

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