Wer nicht zufällig Jura studiert hat und sich in einem Streitfall mit anderen Personen, Unternehmen oder auch Behörden rechtlich behaupten muss, kann froh sein, eine Rechtsschutzversicherung zu besitzen. Die Vielfalt der denkbaren Situationen, in  denen eine solcher Schutz Anwendung findet, lässt sich kaum benennen. Namentlich in Deutschland existieren so komplexe Gesetzeslagen und Verordnungen, dass es für einen Normalbürger unmöglich ist abzuschätzen, ob er im Recht ist oder nicht.

Der Anwalt wird gebraucht – am besten ein spezialisierter Jurist

Für Privatpersonen kann die Versicherung vor allem in alltäglichen Situationen hilfreich sein. Bei der Klärung eines Sachverhaltes aus Anlass eines Verkehrsunfalls oder im Mieter-Vermieter-Verhältnis kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen der Beteiligten. Ebenfalls bei abgeschlossenen Verträgen zwischen Käufern und Verkäufern sind im Nachgang nicht selten Unstimmigkeiten auszuräumen. In diesen Fällen übernimmt eine Rechtsschutzversicherung privater Natur die Kosten für die Rechtsvertretung und womöglich für die Gerichtsgebühren.

Ferner hat man als Unternehmer des Öfteren Bedarf an rechtlichem Beistand. Abweichende Auffassungen hinsichtlich zu leistender Steuern oder Ärger mit Kunden geben Anlass zum Einschalten eines Rechtsanwaltes. Eine Versicherung, die die Kosten für diese Verfahren übernimmt, besitzt primär gewerblichen Charakter.

Für nahezu sämtliche Rechtsgebiete können Sie sich an sogenannte Fachanwälte wenden. Gleichermaßen vielfältig ist auch das Angebot der denkbaren Versicherungsleistungen.

Wer braucht was?

Ob Sie sich für eine All-in-One Versicherung, die diverse Situationen abdeckt, entscheiden oder nur ein bestimmtes Rechtsgebiet versichert haben möchten, liegt an Ihren Bedürfnissen. Als Hausbesitzer und gewerblicher Vermieter benötigen Sie beispielsweise einen anderen Leistungsumfang als ein Angestellter, Arbeiter oder Beamter. Auch die Gebiete Familienrechtsschutz und Rechtsschutz in Ehesachen sind höchst speziell und lassen sich in einem Paket oder eigenständig in einen Vertrag aufnehmen.

Die Übernahme der Kosten – in welchen Fällen zahlt die Assekuranz?

Sollten Sie in die Situation geraten Ihre Rechtsschutzversicherung zu benötigen, ist es erforderlich eine vertraglich vorgeschriebene Prozedur einzuhalten. Die Vorlage des Sachverhaltes den es zu klären gilt, ist Schritt eins. Wenn Ihr Versicherungsgeber der Kostenübernahme zugestimmt hat, können Sie einen Rechtsbeistand beauftragen. Einige Unternehmen bieten einen telefonischen Beratungsservice an. So haben Sie die Möglichkeit vorab zu erfragen, ob die anfallenden Anwaltsrechnungen übernommen werden.

Die Rechtsschutzversicherung – damit hält man sich den Rücken frei

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