Das Ende der „Kreditklemme“ sei eines der dringlichst zu behebenden Probleme im Zuge der Finanzkrise. So, oder so ähnlich, war in den letzten Tagen und Wochen immer wieder aus Kreisen der Wirtschaft und der Politik zu hören. Die Politik habe Ihre Hausaufgaben in Form verschiedener Garantien gemacht, jetzt – so sehen es nicht nur Gewerkschaftskreise – sind die Banken am Zug. Statt Geld horten steht Geld verliehen wieder auf der Tagesordnung. Allerdings sind es nicht die mit Milliardensummen gestützten Landeszentralbanken, die sich als erste aus der Deckung wagen, sondern mit der Commerzbank eine der großen Geschäftsbanken.

Wie gestern bekannt wurde, hat die Commerzbank eine mit staatlichen Garantien versehe Anleihe in die Platzierung gegeben, die sich bedingt durch die staatlichen Garantie und dem daraus resultierenden Sicherheitsvorteil Bestnoten bei den Ratingagenturen Standard & Poor’s und Moody’s Investors verdient hat.

Privatanleger können diese Anleihe nicht erwerben

Die mindestens 1 Mrd. Euro umfassende Anleihe soll dem Geldhaus ausreichend Liquidität für die Übernahme der Dresdner Bank und zugleich Stabilität im Kreditgeschäft verleihen. Die Nachfrage nach dieser institutionellen Tranche (Privatanleger kommen hier nicht zum Zuge) ist gut, sogar besser als erwartet, wenn man einem Bericht der Financial Times Deutschland und den dort nicht näher benannten Marktkennern trauen darf (darf man sicherlich).

Der Anfang vom Ende der Kreditklemme scheint also durch eine auch in der mittelständischen Wirtschaft gern gewählten Bank eingeleitet. Ob dies zu einer baldigen Beruhigung der wirtschaftlichen Situation führen kann, ist allerdings zu bezweifeln. Solange nicht weitere Banken dem Beispiel der Commerzbank folgen und auf eine ebenso positive Resonanz weiterer Marktteilnehmer stoßen, ist dies nur ein erster Lichtblick, keine Trendwende.

Commerzbank Anleihe mit staatlicher Garantie

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