Der einstmals weltweit größte Versicherungskonzern, die US-Amerikanische American International Group schickt mit einer weiteren Horror-Verlustmeldung die Börsen weltweit auf Talfahrt.

Anleihen Ausfallrisiken weiterhin hoch

Wie das Unternehmen mitteilte belaufe sich der Verlust, der im zurückliegenden Quartal erzielt wurde auf eine Gesamtsumme von 61,7 Mrd. USD. AIG hatte als Versicherer die Ausfallrisiken diverser Anleihen, welche auf Immobilienkredite vergeben worden sind abgesichert und muss diese, jetzt da sich abzeichnet, dass diese Anleihen nicht durch die Schuldner zurückgeführt werden, als Verlust abschreiben. Mit ähnlichen Problemen kämpfen derzeit fast alle Banken und Versicherungen, die durch die aufgrund der Finanzkrise schnell steigenden Ausfallrisiken dazu gezwungen werden einst als besonders sicher geltende Anleihen und Schuldverschreibungen als Verlust abzuschreiben.

Abschreibungen lassen Eigenkapital schmelzen

Im Zuge der Abschreibungen sinkt das Eigenkapital der Institute jeweils deutlich, wodurch immer neue Liquiditätsspritzen durch die Anteilseigner oder wie im Fall AIG durch die US-Regierung notwendig werden. Diese hat sich im Übrigen dazu entschieden die Versicherung zu retten und wird auch die aktuell benötigten 30 Mrd. USD Liquidität „too big to fail“ zur Verfügung stellen. Im Gegenzug sollen Anteile des AIG Versicherungsgeschäftes an den Staat als quasi „Faust-Pfand“ übergeben werden. Diese Lösung scheint bei verschiedenen Marktteilnehmern zumindest so etwas wie Hoffnung auszulösen, der Aktienkurs hat durch die Zusage der US-Regierung ein Plus von immerhin 10 Prozent verzeichnet. Altaktionäre treibt es dennoch die Tränen der Verzweiflung in die Augen, war eine Aktien der American International Group im Jahr 2001 noch 120 Euro wert, so sind es mittlerweile nur noch 0,32 Euro. Da können auch 10 Prozent Gewinn des heutigen Tages nichts mehr kaschieren.

AIG meldet 61,7 Mrd. USD Quartalsverlust

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