Sep 18 2011

10 Jahre Riester-Rente – Erfolgsmodell private Altersvorsorge?

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Die im Jahr 2001 eingeführte Riester-Rente ist eines der beliebtesten, wenn nicht das beliebteste Altersvorsorge-Produkt der Deutschen. Das hat seinen Grund, die Förderungen sind großzügig, Familien mit Kindern profitieren besonders. Die Kritik an der Riester-Rente bezieht sich vor allem auf die teilweise mangelnde Transparenz – wie Walter Riester selbst im Frühjahr des Jahres 2011 eingestand.

Riester-Rente: Beliebt bei Jungen und Kinderreichen

Nach Angaben des Versicherungsverbandes GDV kommt die Riester-Rente bei Angestellten bis Mitte 30, bei kinderreichen Familien und bei Personen mit relativ geringem Einkommen am besten an. Die Zahl der Verträge zeigt den Zuspruch deutlich: Sie stieg von 1,4 Millionen im Jahr 2001 auf 14,8 Millionen Ende Juni 2011, das Bundesarbeitsministerium erwartet bis Ende 2011 das Übersteigen der 15-Millionen-Marke. Vor allem in den Einkommensgruppen bis 30.000 Euro jährlich sind die Verträge beliebt, sie machen zusammen etwas mehr als die Hälfte aller Riester-Sparer aus. Die Haushalte der 18- bis Mitte 30-Jährigen verfügen über knapp 40 Prozent aller Verträge. Das liegt an der Konstruktion der Rente, die Zulagen für Kinder gewährt und langes Sparen effektiv belohnt. Familien mit drei und mehr Kindern riestern daher zu knapp 60 Prozent, bei Haushalten mit einem Kind sind es rund 33 Prozent, bei denen mit zwei Kindern knapp 50 Prozent. Vor allem die Wohn-Riester-Rente hat es vielen angetan, so dass dieses noch relativ junge Angebot zuletzt zu einem wahren Verkaufsschlager der Finanzbranche geworden ist.

Kritische Stimmen zur Riester-Rente

Die Transparenz der Verträge ließ lange zu wünschen übrig. Ein Betriebsunfall ereignete sich, als im April 2011 die Zulagenstelle von Riesterern bereits gewährte Förderungen zurückverlangte. Die Betroffenen hatten einfach versäumt, bestimmte Änderungen ihrer Lebensverhältnisse bekannt zu geben, in der überwiegenden Mehrheit aus Unkenntnis. In Interviews räumte der ehemalige Arbeitsminister Walter Riester ein, dass sein Konstrukt teilweise nicht leicht zu verstehen sei. Gekoppelt wurde im Frühjahr 2011 diese Kritik mit der Vermutung, dass bei einigen Anbietern die Gebühren die Zulagen “auffressen” würden. Das scheint jedoch so nicht haltbar zu sein. Experten rechneten viele Dutzend Riester-Tarife durch und entdeckten einige Gebühren-Exzesse, das sind allerdings absolute Ausnahmen. Und wie bei jedem Vorsorgeprodukt gilt auch bei der Riester-Rente: Wechseln geht immer.

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Feb 27 2010

Riester im Auftrag von Rürup

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Von wegen Rente, die Herren Rürup und Riester, beide mittlerweile im Rentenbezugsalter angekommen, starten auf ihre alten Tage noch einmal richtig durch. Im Rahmen der Maschmeyer Rürup AG Büroeinweihung in Frankfurt am Main, trafen die drei Väter der privaten Altersvorsorge aufeinander und offenbarten auch ein Jahrzehnt nach der Erfindung der privaten Altersvorsorge – besser bekannt als Riester-Rente und Rürup-Rente, großes Zusammengehörigkeitsgefühl.

Altkanzler Schröder unter den Gratulanten

Während Altkanzler Schröder – der einstmals die Idee der privaten Altersvorsorge in die Politik hievte – zum feiern vorbei gekommen war und die beiden Unternehmensgründer Carsten Maschmeyer (Ex-AWD-Chef und AWD Unternehmensgründer) und Bert Rürup (Ex-Wirtschaftsweiser und Ex-Professor der Uni Darmstadt) zu ihrem gemeinsamen unternehmerischen Vorhaben beglückwünschte, schaute mit Walter Riester auch noch der damals zuständige Bundesminister bei der Einweihungsparty vorbei. Jener Riester, der die private Altersvorsorge massentauglich und die Riester-Rente zur Volksaltersvorsorge gemacht hatte.

Angesichts des an diesem Abend in Frankfurt versammelten Wissens um die private Altersvorsorge war es kaum überraschend, dass die neue Maschmeyer Rürup AG vornehmlich Versicherungen und Finanzdienstleister in dem Geschäftsfeld der privaten Altersvorsorge beraten möchte und ganz nebenbei das passende Netzwerk, bestehend aus Wirtschaft und Politik an einem Ort zusammenbrachte.

Walter Riester berät zum Thema Riester-Rente

Eine Überraschung hatte das Start-Up Maschmeyer Rürup AG dann allerdings doch zu verkünden, der ehemalige Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, Walter Riester wird neben seiner Tätigkeit als Aufsichtsrat der genossenschaftlichen Fondsgesellschaft Union Investment (Union Asset Management Holding AG) auch als Mitarbeiter der Maschmeyer Rürup AG tätig werden. Das erscheint nur unternehmerisch konsequent, denn wer könnte besser zu diesem Thema beraten, als der, der es politisch verantwortet hat.

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Jan 16 2010

Finanztest rechnet nach – Riester Rente lohnt sich doch

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Die kurze Geschichte der staatlich geförderten, privaten Altersvorsorge, kurz Riester-Rente genannt, ist eine bewegte. Kaum beschlossen wurde sie auch schon fast wieder vergessen. Niemand wollte eine solche Riester-Rente haben, galt sie doch nur für Familien mit vielen Kindern als lohnende Altersvorsorge – und viele Kinder hat kaum noch eine Familie in Deutschland. So wurde ein bisschen nachjustiert um Versicherungen, Vertrieb und zuletzt natürlich auch dem aufgeschlossenen Altersvorsorge Bedürftigen das Konzept schmackhaft zu machen.

Dennoch, so richtig in Schwung gekommen ist Lust an der privaten Vorsorge erst kurz vor dem Erreichen der höchsten Förderstufe nach der jetzt jedem Bundesbürger 154 Euro pro Jahr staatliche Zulagen winken, sofern er denn 4 Prozent seines Einkommens oder maximal 2.100 Euro in einen solchen geförderten Altersvorsorge Vertrag einzahlt. Etwa 13 Mio. solcher Verträge soll es zum Ende des Jahres 2009 gegeben haben, das ist verglichen mit der Gesamtbevölkerung wenig, im Hinblick auf die arbeitende Bevölkerung aber schon eine ganz gute Quote irgendwo zwischen 30 und 40 Prozent der in Arbeit befindlichen Personen.

Herbst 2009 geprägt von Kritik an Riester-Rente

Kaum hatte sich die Botschaft von einer sinnvollen Riester-Rente herumgesprochen, folgte im letzten Herbst das Dementi. Eigentlich, so hackten verschiedene Medien auf dem Konzept herum, wäre es doch nicht so sinnvoll. Stornos und Nachfragerückgang waren die Folge, nachgerechnet hat aber scheinbar niemand so wirklich.

Finanztest hat Riester- und Rürup-Rente gerechnet

Stiftung Warentest hat sich die Mühe gemacht und in der aktuellen Ausgabe einen Blick auf die tatsächliche Rendite der verschiedenen Altersvorsorge Möglichkeiten geworfen und das ist löblich nachgerechnet. Die Erkenntnis erstaunt: Die gesetzliche Rente ist gut, die Betriebsrente sogar besser da Sozialabgaben befreit, die Riester-Rente und auch die Basis-Rente (Rürup-Rente) sind auch gut sofern der Beitragszahler einen staatlichen Zuschuss (Riester) oder einen steuerlichen Vorteil (Rürup) daraus ziehen kann.

Nur wer in eine private Rentenversicherung einbezahlt ohne die eine oder andere Subvention zu erhalten hat quasi keinen Vorteil, hier frisst die Inflation die zu erzielende Rendite auf.

Eine Empfehlung gibt Finanztest wie so oft nur unter Vorbehalt, allerdings kann man mit gutem Gewissen sagen, dass die einzig sinnvolle Lösung zur eigenen Altersabsicherung eine Kombination der Möglichkeiten darstellt. Nutzen Sie also die Altersvorsorge Möglichkeiten, die Ihr Arbeitgeber anbieten, schließen Sie ruhig eine kleine Riester Rente ab und vertrauen als Basis auf die gesetzliche Rente. Auch wenn eine der drei Varianten nicht das gewünschte Ziel erreicht, Sie erzielen dennoch eine schöne Altersrente von der es sich vielleicht auch in ferner Zukunft trotz Inflation noch gut leben lässt?

Inflation? Ja. Angenommen es gäbe die nächsten 30 Jahre (also bis zu Ihrer Rente) eine Inflationsrate von 2,5 Prozent (2008 waren es ca. 2,6 Prozent) dann entsprächen heutige 1.000 Euro zu Ihrem Rentenbeginn einer Kaufkraft von 476 Euro.

Weitere Informationen und einen Rechner für verschiede Sparanlagen (inkl. Inflation) finden Sie hier: Finanztest Altersvorsorgerechner

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Dez 16 2009

Deutsche Rentner erhalten rund 18 Jahre Rente

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Der Deutsche Durchschnittsrentner bezieht über einen Zeitraum von 18 Jahren seinen Lebensunterhalt aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese Angaben entsprechen einer Auswertung der Deutschen Rentenversicherungs-Daten und ergeben – gegenüber dem Vorjahr – einen verlängerten Rentenbezugszeitraum von 0,6 Jahren.

Frauen beziehen 5 Jahre länger Rente

Unterschiedlich gestaltet sich nach wie vor die Bezugszeit der Rente, während Männer durchschnittlich 15,5 Jahre „in Rente“ sind, erhalten Frauen über einen Zeitraum von 20,4 Jahren Alters- oder Erwerbsunfähigkeitsrente was im Vergleich zu dem Jahr 1960 einem Anstieg von über 80 Prozent oder in Jahren ausgedrückt fast 10 Jahren Rentenbezugszeit entspricht.

In Anbetracht dieser Zahlen ist es eigentlich auch kein Wunder, dass der Staat Bürger dazu drängt eine eigene Altersvorsorge aufzubauen, denn immer weniger Junge müssen immer länger für einen wachsenden Bevölkerungsanteil der Alten die Rentenzahlungen finanzieren. Dies wird aller politischen Bekenntnisse zum Trotz eher nicht mit dem derzeitigen Rentenbeitrags-Niveau möglich sein und wahrscheinlich einer Anpassung der gesetzlichen Rentenbeiträge bedürfen.

Rente mit 67 Jahren logische Konsequenz?

Auch wenn niemand die Rente mit 67 Jahren gut finden kann, so erscheint es doch als logische Konsequenz die älteren Bürger entweder länger arbeiten zu lassen oder aber im Falle einer früheren Verrentung Abschläge auf die Rentenhöhe vorzunehmen. Dies scheint derzeit die einzige Möglichkeit die Finanzierbarkeit des Systems auf Dauer sicherzustellen. So umstritten die staatlich geförderte Altersvorsorge wie Riester-Rente oder Basis-Rente (Rürup-Rente) auch sein mag, massentaugliche Alternativen sind – zumindest aus meiner Sicht – weit und breit nicht zu finden, insofern mag die Kritik an einzelnen Produkten berechtigt sein, der grundsätzliche Ansatz selbst einen Kapitalstock für das Lebensalter aufzubauen ist aber nicht wegzudiskutieren.

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Nov 25 2009

Steigende Rente und stabile Beiträge

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Beinahe paradiesische Zustände durfte der neue Bundesminister für Arbeit und Soziales anlässlich der Verabschiedung des Rentenbericht 2009-Entwurfs der Öffentlichkeit verkünden. Trotz Wirtschaftskrise und, steigender Arbeitslosigkeit und sinkenden Geburtenraten bleibt der gesetzliche Rentenbeitrag von derzeit 19,9 Prozent bis 2014 stabil und wird dann Schritt um Schritt gesenkt um finanzielle Entlastung für Bürger und Betriebe zu bewirken. Wer jetzt glaubt die Rentner müssten diese Rentenbeitrags-Stabilität durch einen Verzicht auf höhere Rentenzahlungen finanzieren, der irrt. Eine im Schnitt 1,6%-ige Rentenerhöhung ist für die Bezieher der Altersrente für die nächsten 15 (!) Jahre vorgesehen. Das schafft nicht nur Begeisterung bei der nächsten Bundestagswahl, sondern beschwingt die wichtigste Wählergruppe der CDU-/CSU-Fraktion sogar noch zwei weitere Legislaturperioden. Aber das sei nur am Rande bemerkt.

Die Renten sind „gesichert“ – kennen wir die Redewendung nicht schon?

Ein bisschen getrübt werden die schönen Renten-Aussichten durch den Klang der hessischen Mundart, welche im Bezug auf Rentenversprechen bereits durch einen früheren Minister in diesem Amt erheblich an Glaubwürdigkeit eingebüsst haben. Nach Norbert Blüm ist Dr. Franz-Josef Jung jetzt der Zweite Hesse, der im Namen der Bundesregierung Rentensicherheit propagiert – in schönem hessischen Satz- und Wortgebilde heißt es heute fast wie damals „Die Rentenfinanzen sind trotz der demografischen Herausforderung gesichert. Künftige Beitragszahler werden nicht überfordert.“

Staatlich geförderte private Altersvorsorge dennoch notwendig

Trotz aller Stabilität rät das BMAS weiterhin zur ergänzenden privaten Altersvorsorge. „Die gesetzliche Rentenversicherung ist und bleibt auch weiterhin die zentrale Säule der Alterssicherung“, bekräftigte das Ministerium die eigene Sicht der Lage. Nur wenn gesetzliche und betriebliche bzw. staatlich geförderte private Vorsorge (Riester-Rente) gemeinsam genutzt werden, bietet die umlagefinanzierte gesetzliche Rente ein starkes, zukunftsfestes Alterssicherungssystem.

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Nov 06 2009

410.000 Rentner auf Grundsicherung angewiesen

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In Rente zu gehen wird immer mehr zu einem finanziellen Risiko wie es scheint. Einer aktuellen Erhebung zufolge sind mittlerweile 410.000 Rentner auf die staatliche Grundsicherung (Sozialhilfe) angewiesen, da die eigenen Renteneinkünfte nicht ausreichen um den Lebensalltag zu bestreiten. Wer jetzt annimmt, dass es sich hierbei überwiegend um Frauen handelt, die während Ihres Arbeitslebens in Teilzeit gearbeitet haben und deshalb einen geringeren Rentenanspruch erworben haben, der irrt. Lediglich knapp mehr als die Hälfte (56%) der Betroffenen Personen sind weiblich, im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil männlicher Bezieher der Grundsicherung im Rentenalter mit plus 6,1 Prozent sogar deutlich schneller als die der weiblichen mit plus 3,8 Prozent.

Insgesamt beziehen derzeit rund 768.000 Deutsche, die aus Alters-, Krankheits- oder Behinderungsgründen nicht für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen einen Zuschuss zur Alters-, Berufsunfähigkeits- oder Invalidenrente.

Fachleute erwarten für die kommenden Jahre einen weitern Anstieg der Unterstützungsbedürftigen, da dann langsam jene Jahrgänge in Rente gehen werden, deren Arbeitsbiographien viele Jobwechsel und Arbeitsunterbrechungen aufweisen, was die spätere Altersrente deutlich mindert und dadurch den Anspruch auf Grundsicherung eintreten lässt. Staatliche geförderte private Altersvorsorge mittels der Riester-Rente oder Rürup-Rente wird also wichtiger denn je, allerdings werden sich viele der heutigen Beschäftigten keine ausreichende Zusatzrente ersparen können. Zu gering die eigenen Einkünfte als das für die Altersvorsorge viel übrig bleiben würde.

Es scheint fast als hätte sich die seit den 60er Jahren auf Wachstum und Sozialtransfer eingestellte Bundesrepublik bereits vor vielen Jahren an der Last der finanziellen Zukunft verhoben. Ausbaden müssen das allerdings Kinder und Kindeskinder dieser Generation, die eigentlich nur hoffen kann, dass Eltern und Großeltern einen größeren Spargroschen hinterlassen.

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Okt 07 2009

Finanzkrise senkt Bereitschaft zur privaten Altersvorsorge

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Die Finanzkrise oder besser gesagt deren Auswirkungen Kurzarbeit, Ausfall von Bonifikationen und Personalfreisetzung senken die Bereitschaft zur privaten Altersvorsorge deutlich, wie jetzt eine Altersvorsorge-Studie der Postbank herausgefunden hat. So wirklich überraschen kann das aber eigentlich nicht, stehen doch gerade die Banken als Verursacher der Finanzkrise derzeit unter öffentlicher Beobachtung, was wenig dazu beitragen dürfte die Lust am Konsum zu dämpfen und die Begeisterung für Basis- oder Riester-Rente zu wecken.

Besonders Sparer, die der mittleren Einkommensschicht zuzuordnen sind, d.h. jene, die über ein monatliches Nettoeinkommen zwischen 1500 und 2499 Euro verfügen stellen sich derzeit quer, wenn Berater Ihnen die Vorzüge der frühen Altersvorsorge vermitteln möchten und geben im Rahmen der Studie an, künftig nicht mehr Geld für die Altersvorsorge einzuplanen.

Vielleicht müssen sie das auch gar nicht, weil sie zu denjenigen gehören, die bereits im Alter von 25 Jahren eine jener 132 Euro-Beitrag-pro-Monat Vorsorge abgeschlossen haben, die später zu einer Rente von rund 1000 Euro pro Monat reichen soll.

999 Euro Beitrag für 1000 Euro Rente?

Vielleicht gehören sie aber auch zu jenen 55-jährigen, die nicht verstehen warum sie für 1000 Euro Zusatzrente 999 Euro monatlichen Beitrag zahlen sollen, was sich die meisten weder leisten können noch wollen.

Vielleicht haben die Befragten aber auch in diesem Jahr das beliebte Jahresendrennen um die best-motivierende Riester-Renten Studie leid und möchten dieses Jahresende ohne das alljährlich wiederkehrende Altersarmut-Horrorszenario begehen?

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Sep 10 2009

Riester-Rente in Teilen gesetzeswidrig

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Nun ist es amtlich, der Europäischen Gerichtshofs (EuGH) hat entschieden, dass die staatlich geförderte Altersvorsorge –besser bekannt als Riester-Rente – nicht dem europäischen Recht entspricht. Das ist nicht wirklich eine neue Erkenntnis, aber doch irgendwie bedrohlich, da es jetzt amtlich ist. Im Detail betrifft die Entscheidung das Recht der Freizügigkeit, d.h. wer eine Riester-Rente abgeschlossen hat, der sollte sie auch in voller Höhe bekommen, egal wo er sich im Rentenalter aufhält. Genau dieser Punkt war aber bisher exakt auf Deutschland ausgerichtet und daher wenig EU-konform.

Bislang galt: Wer eine Riester-Rente hat und im Rentenalter aus welchen (wie gut auch immer nachvollziehbaren Gründen) ins Ausland umsiedelt, der muss die staatliche Förderung zurückzahlen. Das geht so nicht – sagt der Europäischen Gerichtshofs (EuGH) und hat damit als letzte Instanz automatisch Recht.

Es muss also eine entsprechende Gesetzesänderung folgen, die nach ersten Schätzungen nicht näher benannter Fachleute rund 500 Mio. Euro zusätzlich kosten wird. Dass Gros der zukünftigen Deutschen Rentner wird dieser Änderung aber mit Sicherheit begrüßen, denn: Was gibt es Schöneres als einen Ruhestand unter südlicher Sonne – und – was kann irgendjemand dagegen haben wenn jemand seine lang angesparte Riester-Rente im sonnigen Süden verbringt. Oder anders gesagt – eine Gesellschaft die Milliarden-Bürgschaften für Banken stellt, wird ein paar Rentner unter südlicher Sonne auch verkraften. Denk ich mir so.

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Jun 11 2009

Riester-Rente bleibt Absatzrenner

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Auch wenn die Deutschen als gute Sparer gelten, mit einem solchen Erfolg der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge, kurz Riester-Rente genannt, hätte noch vor wenigen Jahren niemand gerechnet. Dass aus dem umständlichen und irgendwie kaum lohnenden Versicherungskonstrukt mittlerweile eine vielseitige und teilweise innovative (ja wirklich) Geldanlage geworden ist, ist auch Deutschen Sparern nicht verborgen geblieben. So kommt es, wie es sicherlich kaum jemand vermutet hatte – auch im Jahr der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland, können neue Riester-Rente Kunden gefunden werden.

12,4 Mio. Riester-Rente Sparer

Mit einem neuen Höchststand von 12,4 Mio. Riester-Rente Abschlüssen markiert die Riester-Rente einen neuen Sparer-Rekord. Niemals zuvor wurde eine private Altersvorsorge von einer derart breiten Schicht der Bevölkerung angenommen und abgeschlossen. Inwiefern die 260.000 Neukunden des ersten Quartals 2009 aus Angst vor der Finanzkrise zu Riester-Rente Sparern geworden sind, bleibt dabei nur eine wage Vermutung. Möglicherweise hat auch die seit 1.1.09 geltende Abgeltungssteuer einen zusätzlichen Schub für den Verkauf der Riester-Rente bewirkt, da das dort angesparte Vermögen erst zum Ablauf der Beitrags – also mit Beginn des Rentenalters – versteuert werden muss und somit deutlich Vorteile hinsichtlich der Abgeltungssteuer für Sparer erzielbar sind.

Letzte Förderstufe + Boni für Kinder und unter 25-Jährige

Möglich auch, dass die seit 2008 geltende letzte Förderstufe der Riester-Rente endgültig zum Durchbruch verholfen haben, da endlich die maximale Riester-Förderung von 4 Prozent des zu versteuernden Einkommen + 200 Euro Abschlussbonus für alle unter 25jährigen und 300 Euro für Kinder, die nach dem 1. Jan 2008 geboren wurden weitere attraktive Anreize für eine solche Rente darstellen.

Vielleicht haben aber auch einfach nur die von der Finanzkrise arg gebeutelten Versicherungsmakler einfach die Vertriebsleistung in diesem Bereich besonders intensiviert, da Finanzkrisen bei kaum einem anderen Thema einen solchen Bezug zu sinnvoller Vorsorge bieten. Wie auch immer – der Generation Riester-Rente wird Altersarmut ein bisschen weniger zu schaffen machen, als dies vor wenigen Jahren noch zu vermuten war.

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Sep 13 2007

Riestern ist der Renner

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Deutschland wird Riester Land. Alleine 1,2 Mio. neue Riester Altersvorsorge Verträge wurden in diesem Jahr abgeschlossen vermeldet eine Pressemitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Entgegen den sonstigen deutschen Gepflogenheiten haben sich bereits bis zum Ende des zweiten Quartals viel mehr neue Riester Sparer als in den Vorjahren für eine solche private Altersvorsorge gefunden. Rund 9 Mio. deutsche sorgen mittlerweile zusätzlich zu der gesetzlichen Rente über einen Riester Sparvertrag vor, ganz im Sinne des deutschen Staates, der die Sparleistung der Bürger mit Auszahlungen von Sparzulagen in der Höhe von rund 2,1 Mrd. Euro (Stand August) alleine in diesem Jahr unterstützt hat. Die mit der Rentenreform 2002 eingeführte private Altersvorsorge mit staatlicher Förderung, kurz Riester Rente genannt wird damit immer mehr zu einem Erfolgsprojekt. Anfängliche Schwächen des Privatrenten Konzepts scheinen sich durch die planmäßige steigende staatliche Förderung und immer wieder verbesserte Vorsorge Konzepte der Versicherungs- und zuletzt auch Fondsbranche aufgelöst zu haben. Was bleibt ist ein zukunftssicheres Modell, welches zumindest Momentan massenhaft neue Kunden findet. Gut so, kann man sagen, auch wenn man kurz darüber nachgedacht hat, wie lange es bis zur ersten Auszahlung aus einem solchen Vertrag dauert und wie viel sich bis dahin noch verändern kann.

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