Mrz 06 2010

WGF Anleihe – 6,35% Zinsen mit Hypothekenanleihe der WGF

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Die Zeiten sind hart, die Zinsen niedrig. Da lässt es aufhorchen, wenn ein Unternehmen wie die  WGF Westfälische Grundbesitz und Finanzverwaltung AG eine Anleihe mit einem festen Zins-Coupon von 6,35 Prozent begibt. Was steckt also hinter der eher ungewöhnlichen Bezeichnung Hypothekenanleihe? Eigentlich nichts Besonderes. Das Unternehmen sammelt mit der aktuellen Anleihe Geld bei Privatanlegern ein um damit Immobilien zu erwerben. Das grundsätzliche Geschäftsprinzip ähnelt also einem Immobilienfonds oder einer geschlossenen Immobilienbeteiligung, die ebenfalls das Kapital vieler Anleger bündeln um damit Immobilien, spricht solide Sachwerte zu erwerben.

Anleihe eher ungewöhnliches Konzept für Immobilienkauf

Das Konzept der Hypothekenanleihe widerspricht eigentlich dem Grundgedanken der Sachwertanlage. Warum? Nun, wer sich für Sachwerte wie Immobilien entscheidet, tut dies um die Anlagerisiken wie z.B. Kursverlust oder gar Totalverlust auszuschließen. Dieses Maß an Sicherheit geht mit einer meist überschaubaren Rendite einher, bietet aber die große Chance auf einen ruhigen Schlaf. Anleihen, also verbriefte Schulden, sind zwar eines der Basisinvestments einer jeden konservativen Anlagestrategie, gelten aber spätestens seit dem Fall „Lehman Brothers“ als weniger sicher als dies Anleger – wie auch Berater – angenommen hatten.

WGF sichert Hypothekenanleihe mit Immobilienbestand

Für die WGF Hypothekenanleihe sollten Anleger also ebenfalls ein Totalverlust Risiko in Betracht ziehen, welches sich aber durch den zugrunde liegenden Immobilienbestand deutlich relativiert. Anders als Lehman kauft die WGF von dem eingesammelten Kapital real existierende Sachwerte, sprich Immobilien, welche dann die Basis für die auszuschüttenden Zinsen bieten. Spätestens mit dem Kauf von Immobilien im Gegenwert von rund 100 Mio. hat sich die WGF im letzten Jahr als einer der großen Immobilienbesitzer des Landes einen Namen gemacht und bewiesen, dass es Ihnen ernst ist mit der ausgegebenen Anlagestrategie.

Günstig einkaufen, renovieren und gut verkaufen

Das zugrunde liegende Konzept ist einfach. Bereits bestehende Immobilien werden möglichst günstig erworben, soweit notwendig renoviert oder saniert und anschließen weiter veräußert. Im Einkauf liegt auch hier der Gewinn, in den regelmäßigen Mieteinnahmen der Zinsertrag, welcher an die Anleger ausgeschüttet wird.

Hypothekenanleihe kaufen oder lieber nicht?

Ich schließe mich an dieser Stelle einem bei FAZ.net veröffentlichten Beitrag an und stelle fest, als Beimischung kann eine solche Hypothekenanleihe Sinn ergeben. Für eine ausschließliche Geldanlage scheint das Konzept allerdings nicht geeignet. Dazu ist das (Investmentgrade) Rating mit BBB- nicht gut genug und das Konzept der Anleihe als Schuldverschreibung nicht sicher genug.

Über die WGF Hypothekenanleihe informieren bzw. diese kaufen können Sie hier
WGF

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Okt 12 2009

Konsum statt Sparen

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Die Deutschen reagieren auf die Wirtschaftskrise ungewohnt amerikanisch: Sie leihen sich Geld und geben es aus. Das zumindest hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in einer Umfrage unter 2000 Verbrauchern im Monat September herausgefunden. Demnach halten zwar 65 % der Befragten Sparen grundsätzlich für sinnvoll, in der eigenen Situation reduzieren sie aber die Sparleistung lieber und schaffen Sachwerte in Form von Möbeln, Waschmaschinen oder auch – der Abwrackprämie seis gedankt – Autos an.

Die derzeit attraktiven Rabatte und das gesunkene Vertrauen in die Aktienmärkte und das derzeit historisch niedrige Zinsniveau machen diesen Gesinnungswandel möglich. Wer dennoch spart, so fand man bei der GfK heraus, der nutzt lieber Sichteinlagen wie z.B. ein Tagesgeldkonto um das eigene Geld zu verwahren.

Nur 16 Prozent wollen mehr Geld als bisher sparen

Aller Bankenkrisen zum Trotz befinden Deutsche Sparer diese Form der Geldanlage sicherer als Aktien oder Investmentfonds. Nur 16 Prozent der Befragten wollen angesichts der unsicheren Zeiten die eigene Sparleistung erhöhen, 52 Prozent behalten ihre bisherige Sparstrategie unverändert bei. Besonders deutlich wirkt sich der Rückgang der Sparleistung bei jenen Befragten aus, die mit einem Einkommen von unter 1.500 Euro pro Monat zu den Geringverdienern gezählt werden. Hier gaben rund 30 Prozent der Befragten an die eigene Sparvorsorge zu reduzieren.

Inwieweit sich Änderung des Vorsorgeverhaltens auch auf die Altersvorsorge auswirkt wurde von GfK nicht erhoben, es darf jedoch angenommen werden, dass viele der Befragten keine allzu scharfe Trennung zwischen Altersvorsorge und Sparen vornehmen, so dass das Jahr 2009 für die Versicherungswirtschaft ein Kosten-Sparjahr werden könnte.

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Jun 11 2009

Riester-Rente bleibt Absatzrenner

Published by admin under Geld & Vermögen

Auch wenn die Deutschen als gute Sparer gelten, mit einem solchen Erfolg der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge, kurz Riester-Rente genannt, hätte noch vor wenigen Jahren niemand gerechnet. Dass aus dem umständlichen und irgendwie kaum lohnenden Versicherungskonstrukt mittlerweile eine vielseitige und teilweise innovative (ja wirklich) Geldanlage geworden ist, ist auch Deutschen Sparern nicht verborgen geblieben. So kommt es, wie es sicherlich kaum jemand vermutet hatte – auch im Jahr der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland, können neue Riester-Rente Kunden gefunden werden.

12,4 Mio. Riester-Rente Sparer

Mit einem neuen Höchststand von 12,4 Mio. Riester-Rente Abschlüssen markiert die Riester-Rente einen neuen Sparer-Rekord. Niemals zuvor wurde eine private Altersvorsorge von einer derart breiten Schicht der Bevölkerung angenommen und abgeschlossen. Inwiefern die 260.000 Neukunden des ersten Quartals 2009 aus Angst vor der Finanzkrise zu Riester-Rente Sparern geworden sind, bleibt dabei nur eine wage Vermutung. Möglicherweise hat auch die seit 1.1.09 geltende Abgeltungssteuer einen zusätzlichen Schub für den Verkauf der Riester-Rente bewirkt, da das dort angesparte Vermögen erst zum Ablauf der Beitrags – also mit Beginn des Rentenalters – versteuert werden muss und somit deutlich Vorteile hinsichtlich der Abgeltungssteuer für Sparer erzielbar sind.

Letzte Förderstufe + Boni für Kinder und unter 25-Jährige

Möglich auch, dass die seit 2008 geltende letzte Förderstufe der Riester-Rente endgültig zum Durchbruch verholfen haben, da endlich die maximale Riester-Förderung von 4 Prozent des zu versteuernden Einkommen + 200 Euro Abschlussbonus für alle unter 25jährigen und 300 Euro für Kinder, die nach dem 1. Jan 2008 geboren wurden weitere attraktive Anreize für eine solche Rente darstellen.

Vielleicht haben aber auch einfach nur die von der Finanzkrise arg gebeutelten Versicherungsmakler einfach die Vertriebsleistung in diesem Bereich besonders intensiviert, da Finanzkrisen bei kaum einem anderen Thema einen solchen Bezug zu sinnvoller Vorsorge bieten. Wie auch immer – der Generation Riester-Rente wird Altersarmut ein bisschen weniger zu schaffen machen, als dies vor wenigen Jahren noch zu vermuten war.

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