In schöner Regelmäßigkeit werden in den letzten Wochen (oder waren es sogar Monate?) immer wieder neue Befragungen zum Thema Abgeltungssteuer durchgeführt. Die Systematik entspricht dabei im Wesentlichen immer demselben Schema: Was wissen sie als Anleger über die Abgeltungssteuer? Während sich nach wie vor 40% mit „gar nichts“ aus dem Gespräch verabschieden sind immerhin 30% mittlerweile soweit, dass sie „etwas“ wissen. Keine Kunst möchte man meinen wo landauf und landab informiert wird was das Zeug hält – dennoch zeigt sich der Normalanleger ignorant. Können sie auch denn mehr als die Hälfte hat sich bereits im letzten Jahr von Neuanlagen ferngehalten (52%) und 60% der Befragten werden sich auch in diesem Jahr nicht mehr mit dem Thema Abgeltungssteuer beschäftigen, frank und frei geben sie im Interview „nichts“ auf die Frage an, was sie dieses letzte Jahr vor der Abgeltungssteuer noch unternehmen werden um ihr Depot umzuschichten.

Soviel Ignoranz schickt mit jeder Befragung neue Wellen der Entgeisterung in die Verkaufsförderungsabteilungen der Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister, allem Aufwand zum Trotz: Anleger wollen ganz einfach nicht auf die guten Tipps hören. Keine Dachfonds kaufen. Keine Lebensversicherung kaufen. Keine Riester-Rente, keine Rürup-Rente und auch sonst nichts, was die Abgeltungssteuer vermeiden hilft. Warum das so ist? Nun – zu viele Informationen zu einem zu langweiligen Thema lassen Normalanleger sofort in Schockstarre inklusive selektiver Nichtwahrnehmung verfallen – und – jene 8 Prozent Streber, die das Thema in und auswendig kennen hatten einfach das Pech andere zu diesem Thema beraten zu müssen…

Besserung in Sicht: 8 Prozent der Deutschen über Abgeltungssteuer informiert

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