Nur Stunden nachdem der Bundesrechnungshof die größten Steuerverschwendungen des letzten Jahres öffentlich gemacht hat und ausdrücklich kritisch mit den geplanten Steuersenkungen der Bundesregierung ins Gericht gegangen ist, dringen Gerüchte aus dem Verkehrsministerium, es gäbe doch konkrete Planungen zur Einführung einer PKW Maut.

Nach Informationen der Financial Times Deutschland sollen Fachleute des zu Toll Collect gehörigen Unternehmens Ages bereits mit eigens erstellten Einnahmen-Kalkulationen und Vignetten Vorschlagspreisen auf das Interesse der zuständigen Ministerien Fachbereiche gestoßen sein.

Auto-Maut könnte bis zu 4 Mrd. Euro Einnahmen pro Jahr erzielen

Gemäß den durch Ages erstellten Berechnungen wären Einnahmen von bis zu 4 Mrd. Euro pro Jahr durchaus realistisch, ein Anteil von ca. 800 Mio. Euro würden durch ausländische PKW-Fahrer im wahrsten Sinne des Wortes eingefahren.

Im Vergleich günstig sollen die Kosten für die Erhebung der Gebühr ausfallen. Nur rund 200 Mio. Euro soll die flächendeckende Erhebung der PKW-Maut kosten, ein Schnäppchen, betrachtet man die daraus zu erzielenden Erlöse.

Inwieweit die Bundesregierung tatsächlich Steuern senken würde um den Einnahmenverlust durch Verteuerung der Mobilität auszugleichen ist derzeit reine Spekulation, Einkommensnot und Wahlversprechen machen aber häufig erfinderisch. Würde diese neue Einkommensquelle jetzt erschlossen, könnte sich das Gemüt der vielen Millionen wählender Autofahrer vielleicht sogar bis zur nächsten Bundestagswahl wieder beruhigt haben.

Kommt die PKW-Maut für Deutsche Autobahnen?

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