den Begriff „elektronisch“ mit „Buch“ zu verbinden und daraus ein „E-Book“ zu konstruieren erscheint merkwürdig. Dieses E-Book dann auch noch mobil lesbar zu machen erst recht. Genau genommen ist jedes Buch mobil. Manchmal vielleicht unhandlich, da zu groß oder zu schwer, aber immer mobil. So gesehen fragt sich der technische Interessierte schon was daran besonders sein soll, wenn der Chef von Amazon einen mobilen E-Book Reader vorstellen wird.

Das mitnehmen von Büchern hat – sogar global gesehen – durchaus Tradition. In jungen Jahren trägt man diese Ansammlung von Seiten in großen Mengen zwischen Schule und Zuhause hin und her, später packt man einen ganzen Haufen Papier in den Koffer und schleift diesen mit an den Urlaubsort. Auch wenn Lesegewohnheiten sich mit dem Alter verändern, Mobilität war sicherlich nie ein Problem des Buches. Damit wird jetzt Dank Amazon allerdings wirklich Schluss sein. Munkelt man zumindest. Schon am kommenden Montag (also morgen) soll Amazon Chef Jeff Bezos die Lösung dieses eigentlich nicht existenten Problems präsentieren. Für 399 US-Dollar werden Bücher dann elektronisch, überall verfügbar und vor allem total mobil lesbar sein.

Mag ja sein, dass ich alt werde, aber der Gedanken so ein Ding mit an den Strand zu nehmen, dort aufgrund der hohen Helligkeit gezwungen zu sein einen Schirm aufzustellen, damit ich die Buchstaben auf diesem Ding auch erkennen kann und dann keinen Sand dann die teure Technik unter meinem Schirm kommen zu lassen finde ich persönlich nicht sonderlich fortschrittlich.

Möglichweise hat man bei Amazon diesen Punkt auch erkannt und ein paar zusätzliche Features in den mobilen E-Book-Reader eingebaut. Wenn man schon wegen der Sonne nix lesen kann, so liest das Programm vielleicht vor, oder es erklärt den Weg zum nächsten Eisladen und macht ein paar hübsche Fotos von meinem Urlaubsstrand. Dann hat es zwar nix mehr mit Buch zu tun, aber zumindest eine Rechtfertigung für den Kauf geschaffen.

Kindle – Mobiler E-Book Reader bei Amazon

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