Warum, so fragt man sich als Hesse ab und zu, müssen die das immer bei uns ausprobieren? Die, damit ist in diesem gedanklichen Zusammenhang eigentlich immer die politische Kaste des Bundslandes in der Mitte der Republik gemeint. Die sind immer für Extreme gut. Sei es als amtierender Landesvater, der bei einem Wahlkampf von rechts außen versucht in die Mitte zu spielen und zum Abpfiff feststellen muss, dass die Zuschauer – auch gerne als die Bürger beschrieben – die geschlagenen Flanken Abseits sahen und dem Spielführer dunkelgelb oder genauer gesagt rot vorzogen. Die schaffen es aber auch Führungspersonal zu auswählen, dass vor lauter – man mögen mir diesen Ausdruck verzeihen – Machtgierigkeit versäumt die eigene Arbeit auch ohne den lang ersehnten Titel „Landesmutter“ ordentlich zu machen.

Anfängliche Erfolge einer Minderheitsregierung die durch wechselnde Mehrheiten deutlich an Volksnähe gewonnen hat, werden durch das ebenso unsinnige wie arrogante Verhalten des Führungspersonals vom Abseits ins Absurde geführt. Während die Mehrzahl der Bürger ob des Treibens von „die“ mittlerweile genervt reagieren und sicherlich die nächste Abstimmung über das Führungspersonal zur Abrechnung nutzen werden, schafft es die kleine aber wenig feine Fraktion von Die Linke immerhin im Wahlkampfgeplänkel einen neuen Tiefpunkt zu setzen. Wähnte man sich als Hesse durch Neuwahlen in Sicherheit vor weiteren Scheereien und Windrädern ypsilatischen Ausmaßes und hoffte auf tragfähige Ideen gegen alle Flughafenausbauverbote und die Finanzkrise im Besonderen, so kommt die fast zur heimlichen Regierungspartei gewordene Die Linke auf eine neue Idee um dem eigenen Anspruch an fortgeführte Abstrusität eine maximale Wirkung zu verleihen.

Die im wunderbaren Flörsheim am Main versammelte Parteiprominenz nutze nicht nur die Gelegenheit des Treffens um die eigenen Genossen mal so richtig offensiv ins Abseits zu stellen, sondern fand auch noch Zeit eine zusätzliche Wahlaussage in das bestehende Parteiprogramm zu integrieren. Mit der Forderung „private Banken in das öffentliche Eigentum“ zu überführen sollte hoffentlich auch dem letzten Wähler daran gelegen sein irgendwas anderes zu wählen außer dieser Partei. Wer aus den Erfahrungen der diversen Landesbanken, der KfW und der IKB die Erkenntnis gezogen hat, dass das System dadurch stabiler wird keinen Platz auf der Reservebank verdient. Genauer gesagt gehört eigentlich noch nicht mal ins Stadion …

Private Banken ins Öffentliche Eigentum

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