Während man sich in Deutschland noch Gedanken darüber macht ob die Speicherung elektronischer Daten für einen Zeitraum von sechs Monaten eher zu kurz oder zu lang ist, ist Google schon einen Schritt weiter. Dort speichert man mit dem Hinweis auf die Verbesserung der eigenen Fähigkeiten und dem wachsenden Usernutzen einfach alle Daten. Gerne auch nebst der entsprechenden IP Adresse um dadurch dem Nutzer dieser IP Adresse künftig passende Werbung einblenden zu können. Da sträuben sich Datenschützern die Haare, als Webnutzer bekommt man von diesem Datensammelsurium aber eher weniger mit seidenn man sucht gezielt danach. Mit dem jetzt weiter entwickelten Google Insights for Search Tool, einer Weiterentwicklung der bisherigen Google Trends Analyse erhält man erstmals einen Einblick was Google tatsächlich kann und wie detailliert einige Daten tatsächlich zur Verfügung stehen.

Nettes Spielzeug oder faktenreiche Arbeitsgrundlage?

Für Suchmaschinen Marketer wie auch Optimierer wird Google Insights for Search eventuell nicht mehr als ein nettes Spielzeug sein, für Otto Normalverbraucher aber erschließt sich mit ein paar Klicks die Webhistorie ganzer Personen oder Persönlichkeiten. Bekommt man nicht nur die Suchhäufigkeit eines beliebigen Begriffs angezeigt, sondern auch deren regionale Herkunft nach Staaten oder Bundesländern. So können beispielsweise beliebte Urlaubsziele einer Nation ausfindig gemacht werden aber auch Personen mit ihren Höhepunkten und Tiefpunkten nachvollzogen werden. Die jeweilige Suchstatistik seit 2004 wird um entsprechende Nachrichten aus verschiedenen Medien ergänzt, was bestimmte Momente gut einzuordnen hilft. Nimmt man z.B. den aktuellen Werbstar der Deutschen Telekom, Paul Potts, so sieht man gut ab welchem Moment er zu einem Star geworden war und – das ist wirklich erstaunlich, dass wie im Telekom Spot er tatsächlich von einem Moment auf den anderen so bekannt wurde, dass Informationen über seine Person mit Google gesucht wurden.

Suchanfragen spiegeln auch das Leben der Anderen

Bei Paris Hilton wie auch Amy Winehouse sieht die Situation schon ein bisschen anders aus – ihre größten Google Suchanfragen Erfolge verzeichneten sie in Momenten, die einen persönlichen Tiefpunkt darstellten. Paris Hilton war gefragte, als sie aus dem Gefängnis entlassen wurde Amy Winehouse, als sie als bekannte Drogenabhängige zunächst nicht zu der Grammy Verleihung in die USA einreisen durfte. Beiden gemeinsam ist aber ein klarer Google Suchen Knick – ob dass das Ende der Karriere andeuten kann ist aber aus diesen Daten glücklicherweise nicht zu erkennen. Über die Zukunft hat selbst Google (noch) keine Macht.

Ein Blick hinter die Kulissen von Google – Google Insights for Search

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