Das Signal der US-Notenbank an die Privatanleger war deutlich: Null Prozent Zinsen bedeuten einen rapide sinkenden Zinssatz auf Sichteinlage, sprich Tagesgeld- und Laufzeitkonten und den Zwang jetzt Festgeldanlagen vorzunehmen, sofern man einen halbwegs akzeptablen Zinssatz erhalten möchte. Nicht nur, aber vor allem bei Deutschen Geldanlegern ist daher plötzliche Betriebsamkeit ausgebrochen, jetzt noch schnell zu Zinssätzen über 5% einen Teil des eigenen Vermögens für 12 Monate oder auch länger anzulegen.

Festgeld + Abgeltungssteuer hilft Steuern sparen

Beflügelt wird die Nachfrage durch einen zweiten Aspekt: Wer in diesem Jahr Festgeldanlagen vornimmt, muss die daraus erzielten Einkünfte erst zum Ablauf der Zinsphase, zu dem dann gültigen Abgeltungssteuer Zinssatz (ab 2009 = 25%) versteuern. Das ist vor allem für Bezieher größerer Zinseinkünfte und höherer Einkommen ein echter Vorteil – entgegen der bisherigen Regelung müssen sie nicht mehr den höheren Einkommenssteuersatz zur Zinsbesteuerung veranschlagen, sondern nur noch die pauschale Abgeltung von 25% der Erlöse (Abgeltungssteuer).

Direktbanken halten Festgeld Zinssatz über 5 Prozent

Bislang macht sich das sinkende internationale Zinsniveau aber nur zögerlich bei Endkunden bemerkbar, vor allem Onlinebanken und Direktbanken (z.B. MercedesBank mit 5,4%) halten das Zinsniveau auf deutlich über 5% für 12-Monats-Gelder. Wie lange der Zinssatz gehalten werden kann ist eine ebenso gute Frage wie: Macht Festgeldanlagen bei inflationären Tendenzen überhaupt Sinn?

Zinssenkungen bringen Festgeld-Nachfrage in Schwung

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