Die Gesellschaft für Konsumforschung, GfK, hat im Rahmen einer aktuellen Studie festgestellt, dass die Bereitschaft Geld zu sparen zuletzt gestiegen ist, auch wenn die Zinsen auf einem aktuell niedrigen Niveau stagnieren. Die gestiegene Sparneigung, so haben es die Konsumforscher festgestellt, sei nicht mit einem Rückgang der Konsumausgaben einhergegangen. Vielmehr stieg auch das entsprechende „Kauflaune“ Teilbarometer um 6,6 auf 55,5 Zähler was in der Summe das Ergebnis einer nach wie vor guten Lage am Arbeitsmarkt, die derzeit positiven Einkommensentwicklung und der geringen Teuerungsrate geschuldet ist.

Inwieweit die letzten Ereignisse rund um die Ukraine Unsicherheit bei Konsumenten bzw. Sparern aufkommen lassen, ist aus den Ergebnissen der Umfrage nicht abzuleiten, die Daten wurden vor dem 14. März erhoben und lassen deshalb keine belastbare Aussage über potentielle Verhaltensänderungen zu. Es scheint ab, so interpretiert es GfK-Chef Rolf Bürkl, als würde die aktuelle Eskalationslage als nicht so schlimm eingeordnet, als das das persönliche Handeln danach ausgerichtet werden müsste.

Tagesgeld Spitzenzinssatz derzeit bei 1,6% p.a.

Der derzeitige beste Tagesgeldzinssatz von 1,6% p.a. (Varengold Bank AG, Varengold Tagesgeld – siehe Finanztest Artikel), dürfte – so sieht es zumindest der Autor dieses Artikels, auch nicht gerade zu einer Änderung des persönlichen Verhalts beitragen. Wer selbst beim besten Anbieter so wenig Zinsen für seine Einlage bekommt, wird wohl kaum seine persönliche Sparleistung zu Gunsten anderer nachhaltiger Anschaffungen wie z.B. Renovierungen oder Immobilienerwerb ändern.

Sparneigung steigt – Zinsen auch?

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