Mercedes-Benz-Bank. Alleine den Namen zu hören dürfte bei dem einen oder anderen Sparer Emotionen auslösen. Eigentlich sind Emotionen ja durchaus etwas Positives in der spröden Welt der Geldanlage. Viele Banken und Versicherungen versuchen mit großem Eifer Emotionen in Millionen teuren Werbekampagnen zu transportieren, damit sie und ihr Angebot sich überhaupt von denen der Mitbewerber unterscheiden.

Dieses Emotionen wecken und sich von Mitbewerbern unterscheiden hat die Mercedes-Benz Bank Ende Januar quasi über Nacht geschafft. Just in dem Moment, als das (wirklich gute) Tagesgeldangebot einen solchen Neukundenansturm verursachte, dass die Kundenbetreuung sang und klanglos in Neuanträgen versank und als letzte Lösung die telefonische Kundenbetreuung einfach einstellte. Völlig abgeschlossen von der Welt arbeitete man sich durch Berge neuer Anträge und spürte den Zorn der eigenen Kunden wahrscheinlich nur entfernt am Horizont.

Das war möglicherweise auch besser so, kochten die Emotionen doch von Zeit zu Zeit hoch, wie man auch an den gut drei Dutzend Kommentaren zu den beiden Beiträgen hier bei kurz-nachgedacht.de nachlesen kann. Aber wir wollen nicht nachtragend sein, sondern lieber einen Blick auf das in diesen Tagen wieder neu in die Werbung gebrachte Tagesgeld und Festgeld-Angebot der Mercedes Bank werfen.

Festgeld mit 4,2 Prozent Zinsen p.a.

Starten wir dort wo es wieder ordentlich Zinsen abzustauben gibt, beim Festgeldkonto. Der in der Werbung veröffentlichte Zinssatz von 4,2% p.a. schaut gut aus, ist aber nur bedingt brauchbar, da es sich hierbei um eine Laufzeit von 6 Jahren handelt. Wer gerne nach 12 Monaten wieder auf sein Erspartes zugreifen möchte, muss sich mit derzeit 2,75 Prozent Zinsen begnügen. Das ist nicht schlecht aber eben auch kein Hammer, wer sich z.B. für die (nicht Royal sondern nur) Bank of Scotland – Tagesgeld entscheidet erhält 3,8 Prozent Zinsen und das aufs Tagesgeldkonto.

Kein Top-Zins mehr – Mercedes-Benz Bank Tagesgeld mit nur noch 2,4 Prozent

Wo wir dann auch bei der 2,4 Prozent Offerte des Mercedes Benz  Bank angekommen wären. Damit hat man ganz sicher alle Probleme des Januars aus dem Weg geschafft. Kundenanstürme sind bei diesem schlappen Zins nicht mehr zu befürchten.

Was jetzt? Ich hake Festgeld, Tagesgeld und Mercedes Benz Bank an dieser Stelle ab und schaue mich ab sofort nach günstigen Krediten um. Wenn man für seine Geldanlage schonen keinen brauchbaren Zinssatz mehr bekommt, dann müssten doch eigentlich auch Kredit-Angebote entsprechend günstiger werden. Oder irre ich?

Mercedes-Benz Bank mit 4,2% Festgeld Zinsen

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