Könnte Abgeltungssteuer befreit bleiben? Ja richtig, was heute innerhalb den Titel des Handelsblatt Finanzzeitung Teils zierte ist mehr oder weniger spekulativ und scheinbar doch nicht so sehr aus der Luft gegriffen, dass man nicht laut darüber spekulieren darf. So wie es aussieht haben die Vertreter der Investmentfonds Branche diverse CDU Politiker davon überzeugt, dass langfristiges Investmentfonds sparen mit dem Ziel Altersvorsorge nicht schlechter gestellt werden sollte als eine Lebensversicherung, die das gleiche Ziel erfüllen soll.

Aktienanlagen sind die renditestärkere Anlage und werden durch Abgeltungssteuer benachteiligt

Mit dem Argument die renditestärkere Anlageklasse mit der kommenden Abgeltungssteuer zu benachteiligen und somit die private Altersvorsorge der Bürger zu benachteiligen konnte die Unions-Franktion des Bundestages überzeugt werden. Da diese allerdings nicht alleine regiert, werden zu diesem Thema in der nächsten Woche Gespräche mit dem Koalitionspartner SPD angestrebt um hier eine einvernehmliche Lösung zu finden. Es scheint nur logisch die Diskussion bereits im Vorfeld öffentlich zu machen um den Zustimmungsdruck auf die SPD Fraktion zu erhöhen.

Aktienfonds erzielen durchschnittlich rund 8 Prozent Wertzuwachs pro Jahr

Dass dieses politische Ringen durchaus auch zum Vorteil der Sparer sein kann ist alleine schon in der Renditechance der beiden Anlageformen begründet. Während Lebensversicherungskunden mit einem jährlichen Wertzuwachs inklusive Bonus von 5 Prozent schon eines der besten Lebensversicherungs-Angebote genutzt haben, können sich Inhaber von Fondssparplänen über Wertzuwächse von im Schnitt etwa 8 Prozent vor Jahr (Aktienfonds Deutschland im Durchschnitt der letzten 20 Jahre, Wertzuwachs pro Jahr 8,8%; Quelle BVI Stand 16.4.08) freuen .

Deutlich mehr Rente durch FondssparplanDass Fondssparpläne einen schnelleren Vermögensaufbau bei dann später höherer Rente ermöglichen verdeutlich ein einfaches Beispiel: Wer zum Beispiel 150,- Euro 35 Jahre lang in einen Aktienfondssparplan steckt und die Hälfte des Ausgabeaufschlag spart, kann sich bei 8% Wertentwicklung pro Jahr über eine stattliche Sparsumme von ca. 315.000 Euro freuen. Eine Versicherung, die jährlich im Schnitt 5% Wertzuwachs erzielt und keinen Ausgabeaufschlag berechnet, bietet mit 166.000 Euro (die Abschlusskosten sind hier nicht berücksichtigt) auch eine gute Anlage, aber eben nur knapp die Hälfte des Vermögenszuwachses von Investmentfonds. Kann also keiner sagen, dass Lobbyisten nicht manchmal auch für das eigene Wohl und das der Bürger arbeiten.

Gute Nachrichten für Fondssparer langfristiges Sparen könnte Abgeltungssteuer frei bleiben

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