Aug 30 2009
Festgeld mit 4,3% Zinsen – BigBank der schnellere Weg zum Geld
BigBank oder eher SmallBank – oder handelt es sich hierbei gar um eine HSB – eine Horst Schlämmer Bank, die im Anschluss an die Politik-Persiflage der HSP (Horst Schlämmer Partei) nun zu einer Banken-Persiflage mittels Horst Schlämmer Bank dienen soll?
So ganz schlüssig bin ich mir nicht.
Warum? Nun, es begann mit einer dieser Google Anzeigen, die meine Aufmerksamkeit erregte. Eine Bigbank verspricht dort 4,3 Prozent Zinsen wenn man ihr das eigene Vermögen anvertraut. Einen Klick später befindet man sich auf der Bigbank.de Startseite, die sich kaum von der anderen kürzlich ach Deutschland gekommener Banken unterscheidet. Reduziert auf das wesentliche kann man hier mit wenigen Klicks erfahren wie hoch die Zinsen sind und an lustigen Schiebereglern herausfinden wie hoch der Zinsertrag bei welcher Anlagesumme und Anlagezeitraum ist. Alles gut, alles nicht neu.
Zwischen all den Kaupthings, Bank of Scotlands, ICICI Banks, NIBC und was es noch alles in den letzten Monaten an neuen Onlinebanken gegeben hat fällt die BigBank dann doch aus dem Rahmen – großer Name, schlecht übersetzte Internetseite und beheimatet im eher weniger großen Estland rühmt man sich auch der schlanken Strukturen und des Verzichts auf eine deutsche Zweigstelle. Im Zug des internationalen Bankensoundso würden die Deutschen Gelder direkt von Deutschland nach Osteuropa übermittelt und dort in das eigentliche Standbein der Bank, das Privatkredit Geschäft investiert. So schafft man es nicht nur einen ansehnlichen Gewinn zu erzielen, sondern auch den Kunden schöne Zinsen zu überweisen.
BigBank 4,3% Zinsen ab 48 Monate – Rücktritt so gut wie ausgeschlossen
Spätestens jetzt sind Sie wahrscheinlich meiner Meinung, da muss der Schlämmer Horst hinter stecken. Für den Fall das Sie das nicht kümmert und Sie gerne mehr über das BigBank Angebot wissen möchten: Die estnische BigBank gewährt 4,3 % Zinsen auf Festgeld sofern eine endfällige Zinszahlung vereinbart wird und die Laufzeit mindestens 48 Monate beträgt.
Wer gerne früher an sein Geld möchte, der kann in den FAQs (die Fragen von denen der Betreiber einer Website glaubt, dass Sie jeder haben könnte) folgenden Hinweis entnehmen: „Sie haben trotzdem die Möglichkeit einen Antrag zu schreiben, aber die Bank hat das Recht, nicht die Verpflichtung, damit einverstanden zu sein.“
Wenn schon Festgeld dann lieber bei Mercedes Benz für 3,4% Zinsen
Wer trotz der derzeit geringen Zinsen eine langfristige Zinsbindung anstrebt sollte nach meiner Überzeugung lieber auf eine in Deutschland beheimatete Bank zurückgreifen. Eines der derzeit attraktiv verzinsten Festgeldangebote stammt von der Mercedes-Benz Bank Festgeld, die es immerhin auf 3,4% Zinsen bei einer Zinsbindung von 5 Jahren bringt.
Informationen / Kontoeröffnung der beiden Angebote:
Ich bin heute durch einen Festgeldvergleich auf diese Bank aufmerksam geworden.
Pro war für mich erstmal:
+ Einlagensicherung 50.000 Euro
+ 4,7% bei > 30.000 Euro für 5 Jahre, zur Zeit ein Traum
Contra hingegen war:
- schlechte Übersetzung wirkt nicht gerade vertrauensvoll
- Schritt 5 unter Einzahlen:
— BIGBANK verwaltet die Bankkonten der Kunden zum Anlegen nicht, deshalb müssen Sie den vereinbarten Festgeldbetrag auf das Konto bei der Korrespondenzbank von BIGBANK innerhalb von 10 Banktagen nach dem Datum des Festgeldvertrags überweisen.
— Bitte informieren Sie sich bei Ihrer Bank wegen anfallender Überweisungsgebühren und möglicher Währungswechselgebühren!
BigBank ist also wohl bis 50.000 Euro abgesichert aber wie dies bei der/den Bank(en) ist an die man das Geld anschließend bezahlen soll weiß man im Vorfeld nicht.
Und was soll es bitte mit dem Währungswechsel? Wird das Geld etwa in estnischen Kronen angelegt? Der Wechselkurs der Kronen ist zwar für die nächsten Jahre durch EU-Verträge in gewissem Rahmen (+-15%) festgelegt aber ich möchte bei einer Festgeldanlage in Euro eigentlich keinen Währungsschwankungen unterliegen.
Die Sache mit dem Vorzeitigen Auflösen hingegen finde ich nicht ungewöhlich. Dies ist bei vielen Banken so. Und dort wo man auflösen kann fallen in der Regel so hohe Vorfälligkeitsentschädigungen an dass es sich nur bei wirklich extremen Zinsänderungen und nur noch kurzen Restlaufzeiten lohnt Festgeld vorzeitig auszulösen.
Mein Fazit für mich selbst: Bis ich nicht in einschlägigen Foren positive Berichte finde bleibt mein Geld bei der 1822, der NIBC, der Bank of Scotland (nicht mit RBS verwechseln) und der Credit Europe.
Da geht es Dir ja so wie mir. Auch ich bin via Google-Adsense-Block über die Bigbank gestolpert, auch ich habe am Schieberegler herumgespielt. Beeindruckt hat mich vor allem der Schreibstil, der nicht unbedingt von Perfektion in deutsch zeugt.
Wie auch immer: Eine Bank, die nicht gleich mit Infos bezüglich Einlagensicherung auffährt, kommt für mich nicht in Frage.
Ist es nicht unerheblich, ob das Geld DORT in Kronen definiert (also buchgeführt) wird? Mein Festgeldvertrag lautet doch, dass z.B. die Summe von 30.001 Euro für 48 Monate mit 4,7% p.a. verzinst wird. So ist alles mathematisch und juristisch klar festgelegt durch das Angebot der Bank wie es auf der Homepage dargestellt ist. Damit rechne ich in Euro aus, was ich nach diesem Zeitraum an Gesamtbertrag habe. Genau wie bei Angeboten in D auch.
Wie die Gebühren meiner Bank für Auslandsüberweisungen sind, erfrage ich ganz einfach dort per Email und beziehe es in meine Kalkulation mit ein. Natürlich vergleiche ich dann, ob diese so hoch sind, dass ggf. eine Bank hier in D, bei der diese nicht entstehen, die aber einen niedrigeren Zinssatz hat, rentabler ist im Gesamteffekt …
Richtig heißt es ja auch BIGBANK – abgeleitet von Balti Investeeringute Grupp Bank – da als Abkürzung b.i.g heraus kommt hat man sich wohl für das Kunstwort BIGBANK entschieden. Ob das was nützt?
Ich halte das Hauptangebot der Bigbank für unseriös. Es wird behauptet, 4,3% zu zahlen, aber die Behauptung ist soweit ich sehen kann schlichtweg falsch.
Im Detail: Die 4,3% werden vorgeblich gezahlt, wenn man mindestens 30.000 Euro für fünf Jahre anlegt und sich das Geld erst am Ende der Laufzeit auszahlen lässt.
Aber wer mal den Geldrechner auf der Webseite mit dem Taschenrechner kontrolliert, bekommt schnell raus, dass da etwas nicht stimmt: Die Bank gibt keinen Zinseszins. Sie zahlt jedes Jahr 4,3% auf die ursprüngliche Einlage, aber auf die Zinsen der letzten Jahre gibt es 0%. Und da man die erst nach den fünf Jahren bekommt, kommt da schon Geld zusammen, bei 50.000 Euro Einlage hat man am Ende etwa 1000 Euro weniger als erwartet.
Verglichen mit einem normalen Konto mit Zinseszins zahlt die Bigbank also nur 3,97% anstelle von 4,3%. Ich halte das Angebot deshalb für irreführende Werbung.
Wer auf die Bigbank zurückgreifen will, kann das Angebot von 4,1% für jährlich ausgezahlte Zinsen nehmen, da umgeht er das Problem, denn die kann er ja selbst gleich wieder anlegen. Aber die Behauptung, die Bank zahle 4,3%, ist soweit ich sehen kann schlichtweg irreführend und falsch.
[...] ist die aktuelle Zinssenkung beim bisherigen Spitzenzinssatz mit 0,10 Prozent zwar noch gering, es ist jedoch nicht auszuschließen, dass weitere [...]