Kursgewinne machen während der Dauer der Anlage den größten Teil der Rendite aus. Die Abgeltungssteuer verringert diesen positiven Effekt so deutlich, dass die zu erwartende Endleistung einer Altersvorsorge oder eines Sparplans wird dadurch erheblich vermindert wird. So steht es zumindest in den Unterlagen einer Fondsgesellschaft, die Kunden und Interessenten über die Folgen der geplanten Abgeltungssteuer informieren möchte.

Die zwischenzeitliche Besteuerung bei jedem Umschichten des Depots mit 25 Prozent Gewinnertragsanteil zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer geht zu Lasten der Nachsteuer-Rendite und verringert zu erwartende Sparergebnis.

Die Anhebung des Sparerfreibetrags von 750 Euro auf dann 801 Euro ist eher kosmetischer Natur, da gleichzeitig der Werbungskosten Pauschalbetrag von 51 Euro entfällt, welcher bislang für anfallende Transaktionskosten als Pauschale zusätzlich zu dem Sparerfreibetrag von der Steuer absetzbar war.

Die einfachste aller Lösungen scheint: Nie mehr Umschichten. Zumindest nicht mehr nach dem 1.1.2009. wenn die Abgeltungssteuer in Kraft gesetzt ist. Vorher könnte man sein Geld in Fonds anlegen es dort bis zum Eintritt des eigenen Rentenalters belassen. Ohne Umschichten versteht sich. Angesichts sich wandelnder Märkte und auch immer wieder neuen Geldanlage Angeboten allerdings keine sonderlich begeisternde Idee. Erst wurde Nichtstun vom Gesetzgeber verdammt und mit der Riester Rente „bestraft“ und dann? Dann werde ich mich mit den nächsten Seiten der Informationsbroschüre auseinandersetzen müssen – dort taucht eine Grafik auf, die Vorteile der hauseigenen Angebote zeigt.

Abgeltungssteuer und die Sache mit der Nachsteuer-Rendite

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