Einer Erhebung der FMH-Finanzberatung zu Folge ist in den letzten Monaten zwar der Zinssatz zu dem sich Banken untereinander Geld leihen (Drei-Monats-Euribor) um 0,2 Prozentpunkte gestiegen, die Inhaber von Sparbüchern und Tagesgeldkonten merken allerdings nichts von gestiegenen Zinsen. Für sie gilt lediglich: Der Zins auf Ihre Ersparnisse wird immer geringer. Dachte man vor 12 Monaten, dass mit dem Durchschnittszinssatz von 1,4% p.a. das Zinstief erreicht sei, so wird man heute eines besseren belehrt, lediglich 1,08% p.a. vergüten Banken im Durchschnitt auf Kapitalanlagen von 5.000 Euro.

GE Capital und Ikano Bank mit deutlich über 2% Zinsen

Natürlich gibt es immer wieder Banken, die aus dem Zinstief wie ein Leuchtturm herausragen und auch in Zeiten der geringen Zinsen noch ein bisschen was für Kunden „oben auf“ packen. Derzeit ist nach Ansicht der FMH-Finanzberatung das GE Capital Direkt Tagesgeldkonto mit 2,25% p.a. für Anlagen bis zu 10.000 Euro und 118 Mio. Einlagensicherung pro Sparer der (fast) unumstrittene Zins-Spitzenreiter. Einen ähnlich hohen Zinssatz gewährt lediglich die (IKEA Bank) Ikano Bank, die den Zinssatz von 2,22% p.a. allerdings nur auf Guthaben der hauseigenen Kreditkarte gewährt. Das ist allerdings nicht unbedingt jedermanns Sache, weshalb man bei GE Capital Direkt derzeit auch deutlich mehr Personal benötigt als gedacht – der hohen Kundennachfrage sei Dank.

Dispokredit für 11 Prozent und mehr

Völlig unbeeindruckt von Zinstief und Euribor zeigen sich die meisten Banken übrigens wie immer in Sachen Dispokredit bzw. Überziehungszinssatz. Werden für Guthaben im Durchschnitt nur 1,08% p.a. Zinsen vergütet, so leistet man sich hier keinen Rückgang. Mit im Durchschnitt 11,2% p.a. Dispokredit-Zinsen liegt der Unterschied zwischen Guthaben- und Kreditzinsen mittlerweile sogar bei über 10%. Wohl dem, der sich also nur über die geringen Guthabenzinsen ärgern muss.

12-Monats-Zins fällt auf 1,08% – GE Capital Tagesgeld und Ikano Bank löbliche Ausnahmen

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