Archive for the 'Allgemein' Category

Mai 12 2009

Commerzbank vollzieht Verschmelzung mit Dresdner Bank

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Mit Wirkung zum 11. Mai 2009 ist die Fusion der beiden nach der Deutschen Bank ehemals bedeutendsten Banken des Landes vollzogen. Damit geht die 137-jährige Unternehmensgeschichte der Dresdner Bank unrühmlich und wenn man so will nach langem Abstiegskampf zu Ende. Nachdem sich die Bank Mitte der 70er Jahre zu einem internationalen Geldhaus entwickelt hatte, begann Mitte der 90er Jahre der schleichende Abstieg. Mit dem Einstieg in das Investmentbanking und den dort nicht enden wollenden Verlusten, begann das Siechtum, welches sicherlich ausschlaggebend für den Verkauf an den Allianzkonzern war.

Im Jahr 2002 trat das Management die Flucht nach Vorne an und begab sich in die schützenden Arme des Allianz Versicherungskonzerns, der gemeinsam mit der Dresdner Bank einen Allfinanz Konzern etablieren wollte, wie es die Mitbewerber von z.B. ING im benachbarten Ausland bereits erdacht und gemacht hatten. 23 Mrd. Euro bezahlte die Allianz Versicherung damals für dieses Abenteuer und war zum Schluss vielleicht sogar einigermaßen froh die Dresdner wenigstens noch für ein bisschen Geld an die Commerzbank veräußert zu haben. Der Wildwuchs in der immer noch verlustbringenden Dresdner Investment-Sparte lies sich nicht eindämmen, die Finanzkrise häufte immer neue Verluste auf und die Commerzbank schien willens dieses Risiko einzugehen.

Nachdem die Bundesregierung ebenfalls Zustimmung und finanzielle Mittel zugesagt hatte, begann die als Fusion getarnte Abwicklung der Dresdner Bank. Durch die Eintragung des Amtsgericht Frankfurt ist es nunmehr offiziell, die Dresdner Bank ist Geschichte – und das muss man so offen sagen: Dies ist keine Geschichte der Finanzkrise, eher dessen was Investmentbanking anrichten kann, wenn es nicht kontrolliert und kanalisiert wird. Aber davon können in diesen Tagen nicht nur die Mitarbeiter der Dresdner Bank berichten. Drücken wir die Daumen, dass es der Commerzbank gelingen wird die selbstgesteckten Ziele gemeinsam mit den neuen Kollegen der Dresdner Bank einzuhalten.

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Mrz 01 2009

Öffentlicher Dienst erzielt 3 Prozent + 40 Euro

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Die Auseinandersetzung in der aktuellen Tarifrunde des Öffentlichen Dienstes wurde hart geführt und letztendlich überraschend geräuschlos beendet. Nach den während der letzten Wochen immer wieder aufflammenden Streiks, wurde am heutigen Sonntag endlich der gesuchte Kompromiss zwischen Verdi und den in der Tarifgemeinschaft der Länder gefunden. Mit 3 Prozent in diesem und weiteren 1,2 Prozent im nächsten Jahr, blieben die Hoffnungen der Gewerkschaft auf 8 Prozent Gehaltserhöhung unerfüllt.

Aus Sicht der Kaufkraftstärkung könnte mit der zusätzlich vereinbarten pauschalen Erhöhung von 40 Euro je öffentlich Bedienstetem aber ein kluger Schachzug gelungen sein, stärkt es doch vor allem die unteren Lohngruppen, die mit diesen 40 Euro und den 3 + 1,2 Prozent einen vergleichsweise großen Gehaltssprung von bis zu 7,2 Prozent (Lohngruppe E1, Tarif Niedersachsen, bislang 1.325 Euro) schaffen.

Wesentlich größer hätte der Sprung ausfallen sollen, wäre es nach dem Willen der Gewerkschaft Verdi gegangen. Mit einem Verhandlungsziel von 200 Euro pro Beschäftigtem und 8 Prozent mehr Gehalt war die Gewerkschaft in die Tarifverhandlungen gegangen und auf viel Unverständnis bei der Bevölkerung gestoßen. Sicher, so die vielfach geäußerte Meinung, sei es wünschenswert die Kaufkraft zu stärken, aber 8 Prozent + 200 Euro seien in Zeichen der allgemeinen Wirtschaftskrise sicherlich das falsche Signal um die Bundesrepublik zukunftsfähig zu machen.

In Anbetracht des gefundenen Kompromiss darf sicherlich festgestellt werden, dass die Vernunft letztlich gesiegt hat, was bleibt ist die Frage warum Gewerkschaften ihren Mitgliedern immer wieder die Sterne vom Himmel versprechen um dann das untere Mittelmaß schönreden zu müssen. Aber vielleicht sind wir Bürger einfach so, wir wollen beschummelt und behumpst werden.

Nachtrag -> von K. erreichte uns der folgende Hinweis:

bei den angaben zur lohnerhöhung im öffentlichen dienst ist leider ein kleiner fehler unterlaufen. sicherlich zeigt sich verdi mit der erhöhung zufrieden – nachdem sie es schön gerechnet haben. tatsache ist, das es für die ersten 2 monate des jahres 2009 nur insgesamt 40 euro gibt. dann für weitere 12 monate 40 euro plus 3 prozent und für 10 weitere monate dann nochmal 1,2 % drauf. Vergessen wurde das die 1 % jährliche Leistungszulage (bei mir im Dezember 320 Euro brutto) jetzt wegfällt. Und wenn ich alle lohnerhöhungen incl. anhebung Sonderzahlung (Weihnachtsgeld und urlaubsgeld) zusammenrechen und auf 24 monate aufteile, komme ich gerade mal auf eine durchschnittlich erhöhung von 3,4 %.

 -> Dazu muss man sagen, das ist

a) Richtig

und

b) von uns nach Erscheinen der ersten offiziellen Meldungen zunächst unvollständig und später nicht mehr tiefer recherchiert worden.

Deshalb an dieser Stelle: Vielen Dank für den Hinweis!

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Feb 17 2009

Die Weißwurst ist kein Münchner

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Wer in Bayern dachte mit dem Verlust der CSU bei den letzten Landtagswahlen sei der absolute Tiefpunkt der bayerischen Tradition erreicht, der wird nach dem Urteil eines Besseren belehrt sein. Die Weißwurst ist keine Münchner Erfindung und deren Produktion ist keine Münchner Angelegenheit. So lautet es letztinstanzlich aus dem ebenfalls in München beheimateten Gericht. Die Geschichte, wonach ein Münchner Wirt aus lauter Verzweiflung über die schlechte Qualität der angelieferten Würste diese in Schweinedarm umgefüllt und somit als erster im Jahr 1857 die Weißwurst erfunden habe, sei eine nette Anekdote, aber mehr eben auch nicht.

Münchner Weißwürste kommen bereits jetzt überwiegend nicht aus München

In der Urteilsbegründung heißt es weiter, für den Schutz des Begriffes (und somit auch des Produktes) seien nach EU-Recht „die tatsächlich feststellbaren Marktverhältnisse“ ausschlaggebend und diese hätten würden nun mal zeigen, dass die Weißwurst maßgeblich in Südbayern, aber nicht im Raum München hergestellt werden. Somit handle es sich um eine bayerische Angelegenheit, aber keine Münchner. Der Begriff „Münchner Weißwurst“ sei daher nicht schützendwert, da es eben der Realität wie etwa „Champagner“ oder „Emmentaler“ nicht entspreche.

Weißwurst-Leitsätze lassen kalb- und Schweinefleisch zu

Für die Münchner Metzger ist damit der Qualitätsverlust der Wurst so gut wie besiegelt. Während sich Münchner Wursthersteller streng an die „Weißwurst-Leitsätze“ halten und in den Schweinedarm überwiegend Kalbfleisch füllen, würden Konkurrenzbetriebe bereits seit geraumer Zeit das Kalbfleisch mit Schweinefleisch strecken bzw. dieses weitgehend durch Schweinefleisch ersetzen und somit am wichtigsten Rohstoff, dem des Fleisches sparen. Dass dies mit den „Weißwurst-Leitsätze“ eigentlich vereinbar ist, verliert dabei der Verfechter der Münchner Weißwurst bei dieser Form der Argumentation ein bisschen aus den Augen.

Künftig wird also das Undenkbare möglich werden – die Münchner Weißwurst kann im Ausland produziert und unter dem Zeichen der bayerischen Landeshauptstadt verkauft werden. Es bleibt zu befürchten, dass dies den meisten Nicht-Münchner schlicht wurscht ist.

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Jan 21 2009

50 Jahre Currywurst

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Im allgemeinen Obama-Krönungs-Rummel ist an diesem Mittwoch ein für die Deutsche Ess-Kultur wichtiges Ereignis beinahe untergegangen: Die Patentierung der Currywurst. Oder genauer gesagt die Eintragung des Patents zur Herstellung einer original Berliner Currywurst-Sauce, wie sie von der als Erfinderin geltenden Herta Heuwer seit Ende der 40er Jahre an ihrem Imbissstand verkauft wurde.

Das Grundrezept bestehend aus Tomatenmark, Curry und Worcester-Sauce hat bis heute einen einzigartigen Siegeszug durch die deutschen Imbiss-Buden genommen, wurde oft kopiert, aber geschmacklich nie erreicht. Zumindest darf man dies vermuten, wenn man liest, dass der US-Amerikanische Lebensmittel-Multi Kraft Foods (z.B. Milka, Toblerone, Jakobs, Miracoli und diverse Ketchup und Saucen-Sorten) der Erfindere in Angebot, welches diese aber dankenswerter Weise nicht angenommen hat, unterbreitete das Rezept abzukaufen.

Hamburger & Döner verdrängen die Brühwurst

Die originale Berliner Currywurst ist übrigens eine Brühwurst, die als „Currywurst mit“ und „Currywurst ohne“ [Pelle] inklusive der zwölf Kräutern (Curry) bestehenden scharfen Tomatensoße serviert wird. Das ehemals florierende Geschäft der Erfinderin ist mittlerweile nicht mehr geöffnet, nachdem der Hochzeit der Currywurst durch die Ausbreitung der Hamburger-Bratereien und Döner-Buden Mitte der 80er Jahre ein jähes Ende gesetzt wurde, gab die Erfinderin altersbedingt Verkaufsgeschäft auf. Geblieben ist nicht nur eine Gedenktafel an der Berliner Kantstraße 101, sondern auch eine echte Bereicherung der deutschen Fast-Food Kultur, die es alleine mit Kartoffelpuffern und Brühwürsten sicherlich niemals in den Alltag der Deutschen Mittag-Esser gebracht hätte.

Wer eine echter Berliner Currywurst probieren möchte, muss übrigens nicht unbedingt dort wohnen oder gar nach Berlin reisen. Wer möchte kann im Currywurst Onlineshop www.currywurst-berlin.com per online Bestellung das Objekt der Begierde auswählen und nach Hause liefern lassen. Wer es probierte, möge bitte seine Meinung an dieser Stelle kundtun.

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Nov 19 2008

Gruner + Jahr Wirtschaftsmedien in der Krise

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Eigentlich sollte man meinen, dass in Zeiten von Banken- und Börsenkrise die Wirtschafts- und Finanzpresse zur Höchstform aufläuft. So logisch diese Schlussfolgerung auch klingen mag, so falsch muss sie doch sein, wirft man einen Blick auf die aktuellen Ereignisse bei dem größten europäischen Presseverlag Gruner & Jahr.

Die Macher von Börse Online, Capital, Impulse und Financial Times Deutschland werden ihrer bislang dezentral organisierten Redaktionen zu Gunsten einer Gemeinschaftsredaktion fast schon entledigt. Die bisherigen Standorte München und Köln werden geschlossen, die bisher rund 250 Personen starke Redaktion in verminderter Personalstärke am Standort Hamburg zusammengeführt. Das erklärte Ziel der Verlagsleitung, eine Gemeinschaftsredaktion an einem Standort zusammenzuführen, soll vor allem dazu beitragen Kosten zu sparen. Zu teuer sei die aktuelle Struktur, zu gering das Anzeigenaufkommen, um Anforderungen der Zukunft tatsächlich gewachsen zu sein.

Mehr als die Hälfte der Redakteure verliert ihren Arbeitsplatz

Zum Auftakt der Neuorganisation erhalten zunächst alle betroffenen Mitarbeiter die Kündigung, im Rahmen des folgenden Sozialplans werden dann diejenigen bestimmt, die weiterhin für das Verlagshaus am neuen Redaktionsstandort arbeiten dürfen. Insgesamt 60 der aktuell 110 Redakteure werden in Hamburg keine Zukunft mehr erhalten, die Redaktion soll am neuen Standort deutlich effizienter als bisher arbeiten. Ob die Kunden solche radikalen Maßnahmen zu schätzen wissen, bleibt abzuwarten – bislang galten die Gruner & Jahr Wirtschaftspresse Medien als ebenso unabhängig wie gründlich in der Recherche ihrer Beiträge.

Auch wenn das nicht unbedingt dem Zeitgeist entsprach, waren Kunden doch vor allem deswegen bereit vergleichsweise höhere Preise für Anzeigen zu bezahlen. Scheinbar hat die Finanzkrise aber zu einem dramatischen Rückgang des Anzeigenaufkommens bei allen Titeln und insbesondere bei Financial Times Deutschland geführt, so dass eine solch drastische Maßnahme als letzte Rettung für das Management erschien. Somit bliebe in absehbarer Zeit neben Wirtschaftswoche das ebenfalls der Holtzbrinck Unternehmensgruppe angehörige Handelsblatt als letzte Bastion des qualitativ anspruchsvollen Wirtschaftsjournalismus mit unabhängigen Redaktionen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart.

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Okt 09 2008

Deutsche Kaupthing Bank Niederlassung von BaFin geschlossen

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Mittlerweile liest sich das Geschehen um die isländische Kaupthing Bank wie ein Wirtschaftskrimi. Nachdem bereits am Mittwoch Abend Kauthing keine Auszahlungen mehr vorgenommen hatte und die Konten der Tagesgeld und Festgeld Kunden einseitig sperrte, hat nur wenige Stunden später die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht kurz BaFin die Aufsicht über die deutsche Niederlassung der Bank übernommen.

Es gehe darum den Kapitalabfluss ins Ausland zu verhindern und dafür Sorge zu tragen, dass die Niederlassung ihre Verpflichtung gegenüber den Gläubigern, also vor allem den Deutschen Anlegern, erfüllen könne. Nachdem den Tag über verschiedene Kunden- und Schadenssummen durch die Medien geisterten äußert sich nun auch die BaFin zu der Zahl der betroffenen Kunden. Rund 30.800 Kapitalanleger hätten rund 308 Mio. Euro bei der Bank angelegt. Durch die voran gegangene Verstaatlichung anderer isländischer Banken hat sich bei Kaupthing Kunden ein Vertrauensverlust eingestellt, der zu raschen Mittelabflüssen führte, fast letztendlich zu der Schließung der Auszahlungskonten geführt habe.

Bis zur Klärung der Sach- und Kassenlage wird die BaFin über die Geschicke der deutschen Kaupthing Niederlassung befinden, anders als in Großbritannien scheinen in Deutschland aber ausschließlich private Anleger von der Schließung betroffen zu sein. In UK hatten sich vermehrt Landkreise, öffentliche Institutionen und Gemeinden für eine Geldanlage bei isländischen Banken wie Kaupthing oder Landesbanki entschieden, die Gesamtsumme der offenen Forderungen beläuft sich nach ersten Angaben auf etwa 500 Mio. Britische Pfund (ca. 631 Mio. Euro).

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Okt 09 2008

Kaupthing-Bank verstaatlicht – Guthaben auf Festgeld- und Tagesgeldkonten sicher

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Die in Island erlassenen Notgesetze zur Rettung der eigenen Wirtschaft greifen jetzt auch bei der größten isländischen Bank Kaupthing. Diese hatte zu Beginn der Woche noch eine 500 Mio. Euro Liquiditätsspritze bekommen, die angesichts des rasch schwindenden Kundenvertrauens aber scheinbar nicht ausreichte um die Bank für die Zukunft zu sichern. Die isländische Regierung hat aus diesem Grund die Kontrolle bei Kaupthing übernommen und sichert den Kunden der Bank einen weiterhin reibungslosen Geschäftsverkehr zu. Mit der Verstaatlichung von Kaupthing hat Island binnen einer Woche die drei größten Banken des Landes, Glitnir-Bank, Landesbanki und Kaupthing unter Zwangsverwaltung gestellt. Für die Auslandsgeschäfte der Banken werden Käufer gesucht, die Banken sollen sich wieder auf ihren Heimatmarkt konzentrieren und konsolidieren.

Kaupthingedge Tagesgeld- und Festgeld-Kunden  haben durch die Verstaatlichung zunächst keine Nachteile.

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Aug 10 2008

Chinesen schon jetzt Kopier-Olympiasieger

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Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele war imposant – so imposant, dass nicht nur über 800 Mio. Chinesen zwischen ungläubigem Staunen und überbordender Begeisterung schwankten, sondern auch Medien weltweit von einem nie da gewesenen Spektakel schwärmten. Vor allem das Feuerwerk hatte es den Zuschauern angetan, die Chinesen als Erfinder des Feuerwerks hatten mit viel Liebe zum Detail eine gigantische Show über den Köpfen der Zuschauer abgebrannt, die definitiv einen neuen Maßstab der Feuerwerkskunst gesetzt hatten. So schön das Spektakel auch war, es war leider nicht zu 100% authentisch wie es jetzt zu lesen gibt. Aufgrund der unklaren Wetterlage und der nicht immer guten Sichtverhältnisse bedingt durch den Smog haben die chinesischen Planer ganz einfach vorgesorgt und bereits im Vorfeld das Feuerwerk digital aufbereitet. Rund ein Jahr lang wurde an der digitalen Optimierung des Eröffnungsfeier-Feuerwerks gearbeitet, bis es tatsächlich das gezeigte Maß der Perfektion erreicht hatte. Nicht schlimm sagen viele die es gesehen haben, Hauptsache die Show war gut – schon schlimm, wenn man bedenkt das die chinesischen Veranstalter die Weltöffentlichkeit mit einer digitalen Kulisse manipuliert hat und alle dem unechten Bild Glauben schenkten. Mag es ein Zeichen für manipulierte Wahrheiten sein oder einfach ein weiteres Beispiel für die Macht der Bilder darstellen – eines haben die Chinesen mit den mehrfach digital kopierten Feuerwerk-Fußabdrücken auf alle Fälle bewiesen: Meisterlich kopieren können sie nicht nur Markenartikel.

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Aug 02 2008

Widerrufsrecht für Verträge aus Werbeanrufen

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Unerwünschte Werbeanrufe sind bereits seit einiger Zeit verboten, so richtig gekümmert hat das all die Umfrageunternehmen „nur zwei schnelle Fragen bitte“, Verlage und Lotteriegesellschaften allerdings nicht. Munter klingelt weiter in regelmäßigen Abständen das private Telefon, fragt man den Anrufer nach dem Unternehmen für das er arbeitet ist ein solches Gespräch in der Regel schnell beendet. Die unbekannten Anrufer wissen, dass die Gesetzeslage nicht zu ihrem Vorteil ist und dass es teuer es werden kann, werden sie vom Anrufen identifiziert und in der Folge verklagt.

Aus diesem Grund werden Telefonnummern ausgeblendet und Verhaltensregeln für die Call-Center Mitarbeiter festgelegt, dem unlauteren Geschäft wurde damit bislang kein Einhalt geboten. Es lohnte sich schon deshalb nicht, weil – anders als bei Haustürgeschäften oder Verträgen die über das Internet abgeschlossen werden – keine Widerrufsvereinbarung gültig ist. Mit einem „Ja“ des Angerufenen war der Vertrag unwiderruflich geschlossen. Rücktritt ausgeschlossen.

Was folgte war ein Bombardement werblicher Telefonanrufe, die vermutlich nicht nur bei mir dazu führten Anrufe ohne Nummer gar nicht erst zu beantworten. Ein Verhalten was vor allem im Kreis der älteren Familienmitglieder für Irritationen sorgte, da man ja gar nicht mehr erreichbar sei…

Wer werblich anruft muss künftig seine Telefon-Nummer einblenden

Schluss damit! Sagt zumindest Justizministerin Brigitte Zypries. Ein neuer von der Bundesregierung jetzt beschlossener Gesetzesentwurf schreibt künftig 14-Tage Widerrufsrecht für via Telefon verkaufte Abos oder Telefonverträge vor. Ebenfalls neu: Wer werbliche Anrufe tätigt darf künftig seine Nummer nicht mehr ausblenden und muss – sofern der Angerufene dem Werbeanruf nicht vorher eindeutig zugestimmt hat mit einer Strafe von bis zu 50.000 Euro bei Zuwiderhandlung rechnen. Ebenfalls neu ist die Regelung, dass Telefontarif-Wechsler künftig eigenhändig ihren Telefonvertrag kündigen müssen. Der Grund dafür liegt bei einer besonders dreisten Masche einiger Telefonvertragsverkäufer – sie hatten Kunden ohne deren Wissen bei dem bisherigen Telekommunikations-Dienstleister ab- und auf das eigene Unternehmen umgemeldet.

01805er Nummern künftig auch mit Kostenangabe bei Mobilfunk-Anrufen

Im Zuge einer transparenteren Kostenordnung sollen künftig bei den kostenpflichtigen 01805er Vorwahlnummern neben den anfallenden Kosten aus dem Festnetz auch die Gebühren für den Anruf aus dem Mobilfunknetz genannt werden. Die bislang häufig genutzte Floskel „0,14 € a. d. Festnetz Dt. Telekom ggf. andere Preis Mobil“ könnte dann zu einem Kurztext werden oder aber entweder die Abschaffung kostenpflichtiger Rufnummer herbeiführen (unwahrscheinlich) oder aber einen speziellen Handy-Tarif begünstigen, der auf günstige Anrufe bei 01805er Nummer ausgerichtet ist (eher wahrscheinlich). Ob damit dem Verbraucherschutz ein großer Nutzer erwachsen ist, sei dann mal dahingestellt.

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Jul 22 2008

EM 2012 in Deutschland? DFB dementiert

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Kaum ist das Gerücht in der Welt, liegt auch das Dementi des Deutschen Fußball Bund vor. Während man sich allgemein eher bedeckt hält, wird DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach wir gar mit den Worten „Es gibt in dieser Frage keinerlei Kontakt zur Uefa und auch keine offizielle Anfrage. Das Uefa-Exekutivkomitee berät über die EURO2012 Ende September in Bordeaux“ in Spiegel Online zitiert.

Als Fußball Fan mag man dennoch nicht so recht daran glauben, dass die UEFA nicht zumindest erste Überlegungen angestellt hat, was im Falle eines unfertigen Standorts Ukraine zu tun sein könnte. Michel Platini’s Aussage “Wenn es in Kiew und Warschau keine Stadien gibt, findet die EM dort nicht statt” ist hinsichtlich der Unmissverständlichkeit kaum zu toppen. Bei soviel Logik darf man sich an den Standorten Leipzig und Berlin zumindest ein bisschen selbst die Daumen drücken, auch wenn ein Fußball Großereignis wie die Europameisterschaft am Standort Ukraine sicherlich ein deutlich interessanteres Reiseziel wäre …

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