Archive for the 'Allgemein' Category

Aug 30 2012

Wandel in der Welt der Sozialen Netzwerke

Published by under Allgemein

Wer von Sozialen Netzwerken spricht, der denkt an Facebook, Twitter und vielleicht noch an Xing. Als Student oder Schüler kommen noch die VZ-Netzwerke in Frage und auch Linkeding ist vielen ein Begriff. Google+ ist stark im Kommen, eigentlich wie alles was der Internetgigant anfasst. Wer jedoch denkt, dass kein Raum für Neuheiten herrscht, der täuscht sich. Es drängen weitere Soziale Netzwerke auf den Markt.

Marktforschungsergebnisse

Experten der Marktforschung – unter Chefforscher Bill Tancer – haben das Auftreten von Sozialen Netzwerken genauer unter die Lupe genommen. Allerdings gelten die Bewertungen nur für Nordamerika, Australien, Neuseeland, Honkong und Großbritannien. Nach Facebook und Twitter auf Platz drei liegt z.B. Pinterest. Ein Netzwerk, welches hier kaum bekannt ist. Google+ hat sich bereits auf Rang 4 vorgekämpft, gefolgt von Tagged. Auch dies ist hierzulande weniger geläufig. Weitere Namen in den Top 15, welche in Deutschland kaum Beachtung finden sind:

  • MeetMe
  • Yelp
  • Mylife
  • Club Penguin
  • Classmates
  • IMVU

Angriff auf die Top-Positionen

Die Marktforscher beobachten das Auftauchen neuer Netzwerke genau. Es wurde aber auch ausgeführt, dass die etablierten Unternehmen, wie Facebook, sich keine Sorgen zu machen brauchen. Die Nutzerzahlen werden dort konstant hoch bleiben. Dennoch scheint der Raum für zahlreiche Netzwerke zu existieren.

Netzwerke mobil nutzen

Aktuelle Tablets von Lenovo sind dazu geeignet unterwegs auf die Netzwerke zuzugreifen. Wer im Bus oder Zug sitzt oder sonstwo Wartezeit totschlagen muss, der wird sich über diese Möglichkeit freuen. So kann mit Freunden von überall Kontakt aufgenommen werden.

No responses yet

Mai 11 2012

Tagesgeldkonto Milliarden Einlagen bei ausländische Banken

Published by under Allgemein

Wer stützt europäische Banken ohne nach Sicherheiten zu fragen? Der deutsche Kleinanleger. Zumindest lässt das ein Artikel nebst begleitendem Leitartikel der Financial Times Deutschland vermuten.

Die beiden Redakteure der Frankfurter FTD Redaktion, Heinz-Roger Dohms und André Kühnlenz, hatten sich zuvor ganz offensichtlich die Frage gestellt warum Banken wie die Bank of Scotland auch nach mehr als einem Jahr unter den Top Tagesgeldkonto Angeboten immer noch beste Zinsen bietet. Und wie gut eine VTB Direktbank als neuer Anbieter mit österreichisch-russischen Wurzeln den Deutschen Sparer von sich überzeugen kann.

5 Mrd. flossen alleine zur Bank of Scotland

Das Ergebnis muss selbst erfahrene Redakteure überrascht haben, anders kann sich ein eher dröges Thema „Tagesgeld“ kaum für einen Leitartikel qualifiziert haben. So hat nach FTD Informationen die Bank of Scotland bereits mehr als 5 Mrd. Euro, ABN Amro (moneYou) ca. 2 Mrd. und die noch nicht einmal ein Jahr am Markt tätige (Eintritt Juli 2011) VTB Direktbank rund 1 Mrd. Euro eingesammelt.
Das erscheint in der Summe erstaunlich – und zeigt zugleich wie unbekümmert so mancher Deutsche Sparer sein Vermögen nach dem jeweils höchsten Zinssatz ausrichtet, denn die meisten Banken bieten nicht nur einen prima Zinssatz, sie bieten auch eine überschaubare Einlagensicherung auf Basis des Landesrechtes – ausgenommen die Bank of Scotland, die sich auch der deutschen Einlagensicherung in begrenztem Umfang angeschlossen hat.

Und nun? Tagesgeldkonto auflösen?

Ganz so drastisch fällt das Urteil der FTD nicht aus – ein Konto alleine aufgrund der überschaubaren Sicherheit der Einlagensicherung aufzulösen ist auch sicherlich keine Lösung. Dennoch ist der Hinweis auf das Risiko ausländischer Banken mit dem Verweis auf das Kaupthing Bank Debakel durchaus berechtigt, wie der Autor aus eigener Erfahrung nachvollziehen kann. Banken und Sparkassen bieten abgesehen von der Frankfurter Sparkasse 1822 weitgehend keine wirkliche Alternative. Mit Guthabenzinsen von vielfach um die 1% p.a. gleichen die Angebote nicht einmal die Hälfte der Inflation aus und führen damit über lange Sicht zum gleichen Punkt wie die mangelnde Einlagensicherung ausländischer Banken: das Geld ist weg, wenn auch langsam und inflationsbedingt.

Die eine Lösung, die zu allen Problemen passt gibt es also nicht – womit sich hier vielleicht der Kreis zur Inflationsaussage von gestern schließen lässt: Die Enteignung hat begonnen.

2 responses so far

Dez 16 2010

Bundesarbeitgsgericht spricht Christlichen Zeitarbeitsgewerkschaften (CGZP) Tariffähigkeit ab

Published by under Allgemein

Während sich der Berliner Politikbetrieb in einer endlosen Diskussion um Mindestlöhne aufreibt, schafft das Bundesarbeitgsgericht Fakten. Mit dem am Dienstag dieser Woche ergangenen Urteilsspruch dem Verbund der Christlichen Zeitarbeitsgewerkschaften (CGZP) die Tariffähigkeit abzusprechen bricht – weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit – ein neues Zeitalter in der Deutschen Zeitarbeitsbranche an.

Auch wenn sich die Urteilsbegründung im Wesentlichen auf die zu geringe Größe des Gewerkschaftsverbunds stützt, ist die grundsätzliche Richtung klar erkennbar: Gleiche Arbeit soll mit gleichem Lohn vergütet werden, Dumping-Löhne, wie sie den Betrieben mit CGZP Tarifverträgen unterstellt werden, sind weder rechtlich noch gesellschaftlich opportun. Basta, aus und Ende. Die Kläger (Verdi und das Land Berlin) zeigten sich mit dem Urteil ebenso zufrieden wie Unternehmen der Zeitarbeitsbranche denen die Billigheimer ebenso ein Dorn im Auge sind, wie den Gewerkschaften. Löhne von 5 Euro oder weniger die Stunde sind in Deutschland also nicht länger mit einem bestehenden Tarifvertrag zu begründen und das ist: Gut so.

Was bleibt ist die Frage warum man sich ausgerechnet auf Seiten Regierungskoalition immer noch um eine Entscheidung zu Mindestlöhnen streitet. Angesichts dieser richterlichen Entscheidung und der überwiegenden Zustimmung von Arbeitnehmern, Gewerkschaften und Zeitarbeitsunternehmen dürfte sich der gesellschaftliche Aufschrei in Grenzen halten. Vielleicht spart man sich den Mindestlohn aber auch für 2011, wenn es wieder wichtige Wahlen zu gewinnen gibt, bei den man sich über eine Festsetzung des Mindestlohns sicherlich ein paar zusätzliche Stimmen sichern kann.

No responses yet

Mrz 02 2010

ING DiBa verlängert Girokonto 50,- Euro Bonusaktion

Published by under Allgemein

50,- Euro Bonus erhält, weiterhin – und bis zum Endtermin 30. Juni 2010, wer sich für ein kostenloses Girokonto der ING Diba entscheidet. Im Umfang des Kontos enthalten ist ein Sofortbonus in der Höhe von 50 Cent für jeden Einkauf ab 50 Euro der mit der VISA Direkt-Card bezahlt wird. Sowie die Möglichkeit euroweit kostenlos Bargeld am Geldautomaten abzuheben. Die Kontoführung per Internetbanking, Telefon oder Brief ist ebenso kostenlos wie mitgelieferte VISA Direkt-Card und eine ING DiBa ec-/Maestro-Karte.

Die 50,- Euro Gutschrift erhält nur, wer …

Den 50,- Euro Bonus erhalten alle diejenigen Neukunden, die zwischen dem 01.03. bis 30.06.2010 als Neukunde ein ING DiBa Girokonto beantragen und binnen 12 Wochen nach Kontoeröffnung dieses auch als Hauptkonto nutzen. Als Hauptkonto gilt ein solches kostenloses Girokonto bei der ING DiBa dann, wenn regelmäßige monatliche Zahlungseingänge ab 1.000 Euro (z. B. Gehalt, Rente etc.) eingehen.

DiBa Girokonto ist interessant für …

Interessant ist dieses Girokonto sicherlich für alle diejenigen, die derzeit ein kostenpflichtiges Girokonto bei Ihrer Hausbank haben und sich selbst in der Lage sehen auch ohne den direkten persönlichen Kontakt ihren Zahlungsverkehr zu organisieren. Wer sich an dem Mindestzahlungseingang von 1.000 Euro stört, könnte als Alternative das Girokonto der neuen Targobank (ehemals Citibank) nutzen, welchen einen ähnlichen kostenfreien Umfang (nur ohne Kreditkarte) bei einem monatlichen Mindesteingang von lediglich 600,- Euro bietet. Dafür müsste man dann allerdings auf einen Bonus verzichten.

No responses yet

Feb 20 2010

Pilotenstreik: Lufthansa streicht 4.800 Flüge

Published by under Allgemein

 

Dem Vernehmen nach fordern die Piloten der Lufthansa nicht viel. Sie möchten lediglich ein bisschen mehr verdienen und zusätzlich von der Lufthansa eine Arbeitsplatzsicherung, um den Abbau bzw. die Verlagerung weiterer Pilotenstellen zu Lufthansa Tochterfirmen zu vermeiden. Das klingt nachvollziehbar und wird von der Pilotenvereinigung Cockpit mit solch drastischen Maßnahmen vertreten, dass selbst der eine oder andere gut verdienende Vielflieger nur mit dem Kopf schütteln kann. Irgendwo zwischen dreist und unverschämt siedeln nicht nur Lufthansa Kunden die Forderungen der Pilotengewerkschaft an und fragen sich zugleich wie es sein kann, dass ein Mitarbeitergrüppchen von nur 4.000 Personen (Piloten und Co-Piloten zusammengenommen) einen kompletten Konzern nebst Flughafen Drehkreuzen mit geparkten Flugzeugen lahm legen kann.

Lokführer hatten Sympathien auf Ihrer Seite – Piloten eher nicht

Einen ähnlichen Streik gab es bereits vor einigen Jahren von der Gewerkschaft der Lokführer. Auch dort setzte eine kleine Gruppe von Bahn-Mitarbeitern den eigenen Willen auf biegen und brechen durch – und hatte dennoch über einen längeren Zeitraum hinweg die Sympathien des Volkes auf der eigenen Seite. Was man den eher gering bezahlten Eisenbahnern noch zugestehen konnte, wird bei einer durchaus gut bezahlten Arbeitnehmergruppe, die zudem noch über ausreichend Urlaub und Freizeit am Zielort verfügt schon deutlich schwerer hinnehmbar. Warum sollen ausgerechnet 4.000 Lufthansa Kapitäne nebst Co-Piloten nicht von der Wirtschaftskrise betroffen sein? Wenn weniger geflogen wird, muss eben auch ein Unternehmen wie die Deutsche Lufthansa an den eigenen Strukturen arbeiten – miesepetrige Flugzeugführer mit Einkommen weit jenseits des Lokführer-Daseins hin oder her, die äußeren Umstände erfordern eben auch in dieser Berufsgruppe unpopuläre Maßnahmen.

Deshalb – und das mag an dieser Stelle eine Einzelmeinung sein – ist der angedrohte Streik und der daraus resultierende Ausfall von 4.800 Flügen nichts anderes als Erpressung und wird schneller als den Piloten lieb sein kann Kunden und Arbeitgeber gegen den Berufsstand aufbringen. Ist der ohnehin eher spärliche öffentliche Rückhalt für diese Aktion erstmal aufgebraucht, wird niemand auch nur einem outgesourceten Flugzeugführer nachweinen. Drum: Mäßigt Euch gefälligst.

No responses yet

Feb 08 2010

Umzugskosten von der Steuer absetzen?

Published by under Allgemein

Es ist langsam wieder an der Zeit Belege und Einkünfte zusammen zu stellen und dem zuständigen Finanzamt – gemeinsam mit den ausgefüllten Formularen – zu übermitteln. Wie in jedem Jahr ist gilt für Privatpersonen der 31. Mai als Stichtag für die Abgabe der Jahres-Steuererklärung.

Da bietet es sich an einen schnellen Blick auf eine aktuelle Entscheidung zur Anerkennung von Umzugskosten des Finanzgericht Hamburg (Aktenzeichen 5 K 33/08) zu werfen. Das Finanzgericht verhandelte die Klage eines Steuerpflichtigen dessen Umzugskosten von 4.500 Euro nicht durch das Finanzamt anerkannt wurden, weil die dadurch erzielte Wegersparnis weniger als 1 Stunde betrug.

Längere Anfahrtszeiten zu Stosszeiten müssen nicht berücksichtigt werden

Erst wenn die Wegstrecke zur Arbeit durch den Umzug um mindestens eine Stunde verkürzt worden wäre, wäre eine Anerkennung der Umzugskosten als Werbeausgaben rechtens führte das Finanzamt aus. Der Kläger argumentierte, dass das Finanzamt bei der Ablehnung weder die individuelle Verkehrssituation noch typische Staus zu Hauptverkehrszeiten berücksichtigt hätte und seine Entscheidung ausschließlich an Ergebnissen von Internet Routenplanern bemessen habe, die eben keine individuelle Messung ermöglichen.

Der Einsatz von Internet-Routenplanern als Wegmessung ist zulässig

Dies sei, so richtet das Finanzgericht Hamburg allerdings durchaus eine probate Möglichkeit die tatsächliche Verkürzung des Arbeitsweges festzustellen. Das Finanzamt habe drei unterschiedliche Routenplaner aus dem Internet zu Rate gezogen und bei allen drei eine deutlich kürzere Zeitersparnis als eine Stunde als Rechenergebnis erhalten. Darüber hinaus befände sich der Arbeitnehmer in Schichtarbeit und habe sehr wohl die Möglichkeit Stosszeiten zu meiden. Damit sei der Prüfung Genüge getan und die Anerkennung der Umzugskosten als Werbekosten zu Recht verweigert worden.

No responses yet

Jan 21 2010

Ratenkredit bei easyCredit ab sofort ohne Bearbeitungsgebühr

Published by under Allgemein,Geld & Vermögen

Gute Nachrichten für potentielle Kreditnehmer. Die unter der Bezeichung easyCredit bei Volks- und Raiffeisenbanken erhältlichen Konsumentenkredite werden ab sofort ohne die branchenübliche Bearbeitungsgebühr vermittelt. Damit möchte die für easyCredit verantwortliche TeamBank AG ein Zeichen für Fairness und Transparenz setzen und Kunden mit günstigem Kreditzins und transparenter Kostenstruktur von dem eigenen Kreditangebot überzeugen.

Die kurz gehaltene Pressemitteilung lässt allerdings – wie ich finde – ganz entscheidende Fragen unbeantwortet: Wenn easyCredit Kredite ohne Bearbeitungsgebühr vermittelt – werden dann die Kredite auch insgesamt günstiger? Und – wenn Genossenschaftsbanken bzw. bundesweit 60 easyCredit-Shops über Internet, Brief und Telefon diese Privatkunden Kredite vermitteln, an welcher Stelle verdienen die den Lohn für Ihre Mühe? Oder schafft gar easyCredit die Bearbeitungsgebühr ab damit die Banken diese einzeln und individuell neu festlegen können?

Kennt darauf zufällig jemand die passenden Antworten?

No responses yet

Jan 19 2010

Spenden, Steuern neue Regeln in 2010

Published by under Allgemein

Das Erdbeben vor der Küste Haitis hat – zurecht – die Menschen bewegt und die Spendenbereitschaft weltweit erhöht. Wer sich bislang mit finanziellen Mitteln, sprich einer Geldspende, für das Wirken einer gemeinnützigen Organisation einsetzte konnte eine Spendenquittung erhalten und diese im Rahmen der Einkommensteuererklärung als Einkommen mindernd gelten machen.

Steuer mindernde Wirkung beschränkte sich bisher auf Deutsche Hilfsorganisationen

An dieser grundsätzlich Steuer reduzierenden Wirkung wird sich auch nach der jetzt erfolgten Entscheidung des Europäische Gerichtshof (EuGH) nichts ändern. Allerdings wurde durch das höchste europäische Gericht eine Erweiterung der bisherigen Regelung erzwungen. Das Gericht sah die Deutsche Praxis nur Spendenquittungen von Deutschen Hilfsorganisationen anzuerkennen als nicht vereinbar mit europäischem Recht und kippte diese Regelung mit dem aktuellen Urteil.

Wer künftig anstelle einer Deutschen lieber einer ausländischen Hilfsorganisation eine Spende zukommen lassen möchte kann dies tun und die Bestätigung als Spendenquittung bei der Steuererklärung anfügen. Wichtig für die Anerkennung der Spende an Auslandsorganisationen ist, dass diese einen gemeinnützigen Zweck verfolgen und damit den gleichen Hilfsansatz anwenden, der auch als Grundsatz der Spendenanerkennung für Deutsche Hilfsorganisationen gültig ist.

Im Falle der Haiti Spende dürfte sich der Unterschied zwischen Deutschen und ausländischen Hilfsorganisationen aber zunächst in einem sehr kleinen Rahmen halten. Krisensofortmaßnahmen bedeutet anders als Entwicklungshilfe immer jene Ausnahmesituation in der alle Organisationen unter Führung z.B. der UN zusammenwirken um schnelle und effiziente Hilfsmaßnahmen vor Ort durchzuführen. Unabhängig für wen Sie also in diesen Tagen für Haiti spenden, Sie leisten Hilfe zur Ersthilfe und darauf kommt es in diesem Fall wirklich an.

Aus dem Tagebuch eines Helfers

Einen Tipp zum Mitlesen: Im bayerischen Kaufering ist die Hilfsorganisation LandsAid zu Hause und von dort aus Ersthelfer nach Haiti entsandt. Informationen zur Situation vor Ort berichten die LandsAid Helfer im Internet Tagebuch, wer gerne mitlesen (oder spenden) möchte kann das hier tun: LandsAid Online-Tagebücher

No responses yet

Nov 28 2009

Kristina Köhler vertritt Hessen in der Regierung

Published by under Allgemein

Mit Franz Josef Jung, bis heute Minister für Arbeit und Soziales, verlor der hessische Ministerpräsidenten Roland Koch seinen Mann in der Regierung Merkel. Koch wäre aber nicht Koch, wenn er nicht binnen Stunden die Nachfolgeregelung mit der Kanzlerin abgestimmt hätte. Während sich Jung im Rahmen einer Pressekonferenz zu dem Grund seines Rücktritts äußerte und dabei zwar betroffen aber nicht unbedingt unglücklich wirkte, wurden hinter den Kulissen schon eifrig Stühle gerückt.

Das Ergebnis ist aus hessischer Sicht ebenso logisch wie konsequent, für die nicht Wiesbadener aber sicherlich eine Überraschung. Mit nur 32 Jahren zieht Kristina Köhler, Inhaberin des Direktmandats Wiesbaden in das neu gebildete Kabinett als Familienministerin ein. Allerdings räumt man der Nachwuchspolitikern Köhler erstmal eines der weniger aufregenden – aber für viele Deutsche sehr wichtigen – Ministerien frei, anstelle von Ursula von der Leyen wird sie künftig als Familienministerin am Kabinettstisch sitzen und nicht nur für Familien, sondern eben auch für Hessen und dessen Ministerpräsidenten sprechen.

Warum Köhler? Warum nicht?

Warum es ausgerechnet Kristina Köhler geschafft hat an der Riege der verdienten hessischen CDU PolitikerInnen vorbei zu ziehen und den begehrten Ministerposten zu erhalten, wird sicherlich ein Geheimnis zwischen Kanzlerin und Ministerpräsident bleiben, möglich aber, dass das Koch’sche Stammpersonal bislang keinen bleiben Eindruck in Berliner Regierungskreisen hinterlassen konnte und somit die junge und engagierte Köhler ganz einfach die beste Kompromisslösung war. Als Idealbesetzung, das wird sie sicherlich auch selbst zugeben, kann sie derzeit nicht gelten. Ohne praktische Erfahrung in Sachen Familiengründung dürfte sie das von der Übermutter von der Leyen geprägte Ministerinnen-PR-Abbild kaum aufrechterhalten können.

Da jeder Nachteil aber auch Vorteile bietet, wird es ab sofort vor allem für die in der Familiengründungsphase befindlichen Wählerinnen gleichen oder jüngeren Alters recht einfach sich mit der Ministerin und ihren Idealen zu identifizieren. Das schafft Akzeptanz bei der jungen Wählerschaft und lässt Raum für neue Ziele. Wir Hessen drücken die Daumen für die neue, junge Koch-Abgesandte in Berlin.

No responses yet

Nov 21 2009

Bert Rürup in Kurzarbeit

Published by under Allgemein

Die Krise des Finanzsektors geht auch an beratenden Chefökonomen wie Bert Rürup nicht vorbei. Wie zu vernehmen ist, ist der Swiss Life, dem Hauptaktionär seines Arbeitgebers AWD die Kostenbelastung durch das Rürup’sche Gehalt ganz einfach zu hoch. Kosten senken heißt nach einem schlechten Jahr 2009 die Devise und die macht auch vor großen Namen und ehemaligen Wirtschaftsweisen nicht halt.

Einvernehmliche Lösung – weniger Engagement für AWD

So kommt es, dass Bert Rürup, Initiator der Basis-Rente, jener staatlich geförderten Altersvorsorge für Selbstständige und Freiberufler die auch Rürup-Rente genannt wird, demnächst auch anderen Unternehmen und Auftraggebern für sachlich wie auch fachlich kompetente Beratung zur Verfügung stehen kann. Die Regelung sei, so heißt es, im Einvernehmen getroffen worden und ändere nichts an der Position als Chefökonom des ehemaligen Professors der Universität Darmstadt.

Der Betroffene wird diese Form der Kurzarbeit vermutlich begrüßen, hatte seine Reputation durch das Engagement bei einem ehemaligen Strukturvertrieb (oder ist es immer noch einer?) deutlich gelitten. Wie die Süddeutsche Zeitung süffisant anmerkte könnte sich der Gesinnungswandel bereits seit einiger Zeit angedeutet haben, zumindest interpretiert man den Titel der Oktober-Kolumne „Nur ein Narr ändert seine Meinung nie“ in genau dieser Weise.

No responses yet

Next »