Die Royal Bank of Scotland steht vor der Spaltung. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt solle im Zuge der Sanierung der Royal Bank of Scotland eine Teilung in Good Bank und Bad Bank vorgenommen werden.

Für mehrere 100.000.000 £ stehen zusätzlich Teile der Finanzgruppe zum Verkauf. Am kommenden Donnerstag wird das Unternehmen in die Bilanz für das abgeschlossene Jahr 2008 präsentieren, Beobachter rechnen mit einem Verlust von 28 Milliarden US-Dollar. Dies wäre der größte jemals erzielte Verlust eines britischen Unternehmens.

Unbestätigten Meldungen zufolge sollen in die Kosten des Unternehmens um 1.000.000.000 £ gekürzt werden. Im Zuge der Kürzungen werden 20.000 Arbeitsplätze eingespart werden müssen. Mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze werden, wie die Zeitungen berichten, in Großbritannien wegfallen. Die britische Regierung als Mehrheitseigner der Royal Bank of Scotland hat die entsprechende strategische Ausrichtung bereits abgesegnet. CEO Stephen Hester habe fünf Jahre Zeit die vorgeschlagene Strategie umzusetzen. Entsprechende Meldungen über diese Planungen werden zurzeit von seiten der Bank nicht bestätigt oder dementiert.

Vermutlich soll mit dieser Vorgehensweise die Zukunft der Bank gesichert und gleichzeitig das Risiko für weitere verlustreiche Jahre des Bankgeschäftes deutlich verringert werden. Auch wenn es natürlich absolut klar ist, nur noch einmal der Vollständigkeit halber – bei der Bank of Scotland, die zurzeit 4,5% Zinsen auf Tagesgeld gewährt, handelt es sich nicht um die in Schieflage geratene Royal Bank of Scotland. Wer also dort ein Tagesgeldkonto eröffnet, ist nicht von Umstrukturierungen der Royal Bank of Scotland betroffen.

Royal Bank of Scotland wird aufgeteilt

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