Nach einer Meldung der lettischen Parex Bank hat sich das Management der Bank entschieden mit staatlicher Hilfe den eigenen Liquiditätsengpass zu überwinden. Damit der Geschäftsbetrieb der Bank unverändert weiterlaufen kann, wurde mit dem lettischen Staat eine Vereinbarung getroffen, wonach dieser 51% der Anteile der Bank übernimmt und somit als Garantiegeber eintritt.Anders als zu vermuten sind hierbei keine freien Anteile des Bank vom Staat übernommen worden, sondern Anteile quasi „zwangsübereignet“ worden. Die bisherigen Eigentümer der Bank haben allerdings das Recht ihre Anteile zu einem späteren Zeitpunkt zurück zu kaufen (!?).

Parex Bank ist Mitglied des Einlagensicherungsfonds

Nach Aussage der Parex Bank Sprecherin, Signe Kalnina, wird sich für deutsche Kunden auch nach der staatlichen Übernahme nichts ändern, diese wäre sogar positiv, da der Lettland jetzt als Garantiegeber fungieren würde. Außerdem ist die Parex Bank im Einlagensicherungsfonds des deutschen Bankenverbandes organisiert und bietet seinen Kunden in Deutschland eine Garantie auf Sparguthaben bis zu einer Höhe von 1,5 Millionen Euro je Kunde.Kurz-nachgedacht meint – klingt wie bei Kaupthing Edge auch, der Staat haftet und damit ist alles gut.

Ist es nicht, wenn der Staat, wie in Island geschehen zahlungsunfähigwird. Dennoch sind Parex Kunden im Vorteil – durch den Einlagensicherungsfonds ist zumindest gesichert, dass die Abwicklung nach einer Staatspleite (so unwahrscheinlich das auch sein mag) geordneter abläuft als bei der Kaupthing Bank, wo die richtige vorgehensweise auch nach Feststellung der „Ernstfalls“ immer noch reichlich umstriten ist.

Parex Bank verstaatlicht

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