Sie haben sich auch an große Zahlen gewöhnt? Dann sind diese Fakten sicherlich nicht neu für Sie. Eine Billion (nicht Billionen wie ich zunächst vermutete) sieht in Ziffern so aus: 1.000.000.000.000.

Diese Menge Geldes bestehend aus 500-€-Scheinen entspricht (der Dank gilt hier der Wikipedia Community), einer aufgestapelten Papiermenge welche in einer Höhe von etwa 210 Kilometern in der äußersten Atmosphärenschicht, der Thermosphäre, endet. Hier ist die Luft mittlerweile sehr dünn geworden und erhitzt sich Dank der intensiven Sonneneinstrahlung auf bis zu 1700 Grad.

 Die Fed gibt neues Geld für alte Anleihen

Aber zurück zum Thema, wie die US-Notenbank (Federal reserve – „Fed“) heute bekannt gab, stellt man 1 Billion USD zur Verfügung um den Wirtschaftskreislauf weiter in Gang zu bringen. Diese Summe wird dazu genutzt um lang laufende Staatsanleihen aufzukaufen und somit den langfristigen Zinssatz zu verringern. Durch langfristig niedrige Zinsen soll die Bereitschaft von Unternehmen und Banken gesteigert werden wieder Investitionen vorzunehmen und somit den Wirtschaftskreislauf wieder in Schwung bringen.

Da sich sehr wahrscheinlich spontan niemand finden wird, der neue niedrig verzinste US-Staatsanleihen in dieser Menge kauft, damit mit den erzielten Einnahmen alte Staatsanleihen aus dem Wirtschaftskreislauf entnommen werden können, druckt die US-Notenbank das neue Geld kurzerhand selbst. Der Ankauf eigener Anleihen ist ein bislang einmalig in der Wirtschaftsgeschichte und lässt erahnen wie miserabel es wirklich um das weltweite Finanzsystem steht, wenn staatliche Eingriffe in dieser Größenordnung vorgenommen werden um die Stabilität des Systems zu garantieren.

Zusätzlich 750 Mrd. USD für Hypotheken besicherte Wertpapiere

Zusätzlich zu der eine Billion für US-Staatsanleihen stellt die Fed weitere 750 Mrd. USD für den Ankauf von hypothekenbesicherten Wertpapieren zur Verfügung, was eine Ausweitung des Programms auf 1,25 Billion USD entspricht und die Summe des frisches Geldes auf dann 2,25 Billionen USD ausweitet.

Die im Zuge der durch die Geldmengenausweitung unweigerlich steigenden Inflationsgefahren stiegen die Preise für werthaltige Edelmetalle wie z.B. Gold und Silber um bis zu 2 Prozent gegenüber dem Vortag. Ähnlich positiv reagierten die Aktienmärkte auf die Entscheidung der Fed, so ging der Dow Jones mit +90 Punkten aus de Handel; der DAX verzeichnete in seinen letzten Handelsminuten einen beeindruckenden Aufschwung.

Wie geht es jetzt weiter?

Welche folgenden kann oder wird ein solcher Eingriff der Fed auf die weltweiten Märkte haben? Eine zunehmende Anzahl von Fachleuten sehen den Zusammenbruch des Systems erstmal abgewendet. Der Preis für das heftige Gegenwirken – so wird spekuliert – ist allerdings eine schnell steigende Inflation, die spätestens 2010 bei den Bürgern weltweit ankommen wird.

Eine Billion USD für die Wirtschaft

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