Wie heftig die Finanzkrise immer noch den Banken-Sektor durcheinander würfelt ist derzeit an den Spekulationen um eine Beteiligung der Deutschen Bank am Bankhaus Sal. Oppenheim jr. & Cie. abzulesen. So wie es scheint geht selbst Anteilseignern des seit 220 Jahren im Familienbesitz befindlichen Bankhauses das Kapital für eine weitere Aufstockung der Eigenkapital-Basis der Bank aus. Wie die FAZ berichtet ist die Situation so prekär geworden, dass bereits in den vergangenen Wochen Gespräche mit potentiellen Geldgebern wie z.B. der Credit Suisse geführt aber ohne Einigung abgebrochen wurden. Als wahrscheinlichster Partner gilt deshalb derzeit die Deutsche Bank, welche sowohl über eine entsprechende Kapitalausstattung als auch das passende Geschäftsmodell verfügt um mit Sal. Oppenheim jr. & Cie. eine Ergänzung der eigenen Geschäftstätigkeit erzielen zu können.

Mit einer Bilanzsumme von über 41 Mrd. Euro und einem betreuten Vermögen von rund 132 Milliarden Euro gehört das in Köln beheimatet Bankhaus zu den größten Privatbanken Europas und beschäftigt derzeit über 4.000 Mitarbeiter, die vornehmlich im Rahmen der integrierten Vermögensverwaltungs- und Investmentbank das Vermögen wohlhabender Kunden verwalten.

Eigenhandel und Arcandor haben die Bilanz belastet

Die notwendige Aufstockung des Eigenkapitals soll vor allem durch die herben Verluste im Eigenhandel und das nicht eben gewinnbringende Engagement bei dem KarstadtQuelle Konzern Arcandor hervorgerufen worden sein. Auch wenn die Eigenkapitalquote im Frühjahr bereits durch eine Kapitalaufstockung seitens der Anteilseigner auf eine Quote von über 10 % angehoben worden ist, so scheinen jetzt einige der Inhaber die finanziellen Möglichkeiten ausgereizt zu haben, weshalb ein finanzstarker Partner wie die Deutsche Bank als Absicherung gegen weitere für das Bankhaus gesucht wird.

Für die Deutsche Bank bietet diese Kooperation einen willkommenen Ausbau des Geschäfts mit vermögenden Privatkunden. Kaum eine andere Bank bietet zu solchen Einstiegsbedingungen die Möglichkeit mit den wirklich wohlhabenden dieser Welt ins Geschäft zu kommen. Ob die Kunden des Bankhauses diese Freude teilen bleibt abzuwarten, es dürfte schließlich individuelle Gründe geben warum man sich als Kunde gegen ein Vermögen verwaltendes Mandat der deutschen Bank und für das Bankhaus Sal. Oppenheim jr. & Cie. entschieden hat.

Deutsche Bank Beteiligung an Sal. Oppenheim?

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