Der Freistaat Bayern und der Sparkassenverbund alleine wollen die Liquiditätslücke der BayernLB scheinbar nicht mehr decken. Wie die BayernLB durch den Bayerischen Innenminister Huber heute verkünden lies, wird zurzeit intensiv geprüft inwieweit staatliche Hilfe notwendig sein wird, um die Bank aus der Schräglage zu befreien. Dass sich ausgerechnet eine der ehemals landeseigenen Banken zu diesem Schritt entschließt ist weniger überraschend, wenn man die Rahmenbedingungen betrachtet. Ähnlich wie eine Reihe anderer Banken hatte auch die Landesbank in Bayern durch die amerikanische Immobilienkrise einen deutlichen Milliardenbetrag verloren, anders als Privatbanken muss das Management allerdings keine Abstrafung an der Börse befürchten.

Als im Sparkassenverbund organisiertes Unternehmen ist die Bayern LB nicht börsennotiert und kann daher im direkten Gespräch mit den Anteilseignern über die weiteren Schritte beraten. In welcher Höhe der Staatsfonds Transferzahlungen an die Bayerische Landesbank vornehmen soll ist dabei noch offen. Erste inhaltliche Gespräche sollen am Montag zwischen Sparkassenverband, Bundesregierung und Bayerischen Landesbank geführt werden. Möglicherweise wird es eine gemeinsame Aktion der Landesbanken geben, die gemeinsam auf den Staatsfonds zugehen um nicht einzelne Institute als allein Betroffene erscheinen zu lassen.

Bayerische Landesbank bittet um staatliche Hilfe

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