Dass die Deutsche Telekom emotionalisiert ist nichts Neues. Zumindest nicht für Kunden des Unternehmens, die teilweise erheblich emotionalisiert auf den Anschluss ihres Telefons oder ihres Internetanschlusses warten. Eine emotionale Werbung, die noch dazu Produktwerbung vermittelt, gehörte – zumindest nach meinem Empfinden – bislang nicht zum werblich doch üppigen Angebot des Konzerns.

Mit dem aktuellen Popidol Spot scheint sich jetzt ein Sinneswandel anzudeuten. Anstelle des animierten „Quatsch Dich leer“ Spots, der technisch auf der Höhe der Zeit, aber inhaltlich seicht daherkommt, tritt das Britische Superstar Pendant Popidol zur Verkaufsförderung an. Ein junger, leicht untersetzter und offensichtlich vom Leben nicht sonderlich gut behandelter Mann singt – gefühlt um sein Leben – in einer Vollkommenheit, die Gänsehaut bereitet und – auch das kommt selten genug vor – fesselt den Zuschauer vor dem Bildschirm bis der Spot die Botschaft preisgibt: Wer wirbt mit diesem Spot für welches Produkt?

Die Lösung kommt kurz und bündig in wenigen Sekunden zum Schluss des Spots: Die Deutsche Telekom war’s. Unter dem neuen Slogal „Erleben was verbindet“ informiert der Spot über die verschiedenen von der Telekom zur Verfügung gestellten medialen Kanäle und zeigt Menschen, die ein und denselben Augenblick im Fernsehen verfolgen. Die Botschaft kommt direkt beim ersten Werbemittelkontakt an, der Film emotionalisiert und der Hauptdarsteller hat tatsächlich in Großbritannien beim Britischen Superstar Wettbewerb „Pop Idol“ die Massen vor der Mattscheibe, am PC und sonst wo gefesselt. Womit bewiesen wäre, Werbung kann begeistern wenn man nur Mut hat, die Marke nicht als Mittelpunkt des Spots zu platzieren.

Erleben was verbindet Telekom Werbung trifft Superstar

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