Gestern noch berichtete die Allianz in Ihrem Wohlstandsreport, dass die Schweiz das Land mit den reichsten Bürger ist – und jetzt das. 2 Milliarden US-Dollar sind der Schweizer Großbank durch einen Händler anhanden gekommen, der nach eigenen Regeln spielte und verlor.

Damit reiht sich die UBS in die Reihe der doch nicht so souveränen Banken ein, in der zuletzt im Jahr 2008 die französische Bank Société Générale durch den Händler Jérôme Kerviel (mittlerweile zu 5 Jahren Haft verurteilt) mit einem Verlust von 4,5 Mrd. Euro eine Spitzenposition eingenommen hatte.

Für die Bank, die den Betrug des Händlers intern aufdeckte, diesen in London verhaften ließ und dann eine Gewinnwarnung herausgab scheint die Sache für den Moment erledigt. Zumindest könnte man die Meldung das „Kunden daraus kein Schaden entstanden ist“ für einen Moment so deuten.

Bleibt nur die Frage wer für den Verlust aufkommen wird wenn nicht die Kunden?

In der Schweiz wird man diese Entwicklung sehr wahrscheinlich mit einem unaufgeregten, typisch schweizerischen, Zorn beobachten. Nachdem die UBS zwischen 2007 und 2008 einen Verlust von fast 28 Mrd. Schweizer Franken aufgehäuft hatte und durch den Staat gerettet werden musste, dürften auch diese 2 Mrd. USD zur Not durch Zahlungen aus dem Inland aufzubringen sein, so dass die Bank dadurch nicht mehr groß ins Wanken gebracht werden kann.

UBS Händler verliert 2 Mrd. – Kunden haben keinen Schaden

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