Der US-Bundesstaat Californien ist pleite. So pleite, dass Bedienstete zwangsweise in unbezahlten Urlaub geschickt werden und anstelle einer Zinstilgung lediglich Schuldscheine ausgegeben werden, die demjenigen, der sie erhält Geld verspricht sobald der Staat Californien wieder über welches verfügt. Auf über 26 Mrd. USD türmen sich mittlerweile die Schulden des US-Bundesstaates, dem der ehemalige Schauspieler und österreichische Superpromi Arnold Schwarzenegger als Gouvernator vorsteht.

California und Berlin – arm aber sexy

Ähnlich wie in Berlin sieht man die Finanzlage auch in der Landeshauptstadt Sacramento mit großer Sorge – und fühlt sich arm, aber sexy. Das alleine reicht aber auf Dauer weder um die Bürger noch um die Mitarbeiter bei der Stange zu halten, was liegt da also näher als einen Flohmarkt zu veranstalten und den Plunder loszuwerden, den man ohnehin nicht benutzen würde.

So kam es, das am vergangenen Wochenende via Flohmarkt (und im Internet) die überflüssigen Habseligkeiten des Staates Californien im Rahmen eines Flohmarktes an neue Eigentümer veräußert wurden. Neben alter IT-Ausstattung kamen auch Motorräder und Fahrzeuge, Einrichtungsgegenstände und Gefängniskleidung unter den Hammer.

Rund 1,5 Millionen US-Dollar sollen auf diesem Wege erzielt worden sein, eine Summe, die angesichts der horrenden Schuldenlast und der daraus resultierenden Zinsen zwar keine Bedeutung haben, aber immer davon zeugen, dass nicht nur alleine Einsparungen auf dem Plan des Senats stehen. Allerdings muss man sich langsam schon fragen wann der Haushalt des Staates völlig zusammembricht und wer dann für die entstehenden Kosten aufkommen könnte – und wenn es keiner tut, welche Auswirkungen dies auf die Wirtschaft in den USA oder des Westens der USA haben wird.

Schwarzeneggers Flohmarkt

Beitragsnavigation