Das Vorhaben der Renten- Versicherungspflicht für Selbstständige wird immer konkreter. So konkret, dass mittlerweile eine Petition unter dem Titel „Grundsatzfragen zum Beitrags- und Versicherungsrecht in der gesetzlichen Rentenversicherung – Keine Rentenversicherungspflicht für Selbständige“ durch den Initiator Tim Wessels online beim Deutschen Bundestag eingereicht wurde.

Wessels, der nach Angaben des Magazins Der Spiegel selbstständiger IT-Unternehmer ist, stimmt dem Ansinnen des Arbeitsministeriums unter Führung von Ursula von der Leyen durchaus zu, auch Selbstständige brauchen ein finanzielles Polster für den Ruhestand. Allerdings liegt es in der Natur der Selbstständigkeit, das man sich selbst darüber Gedanken macht und nicht zwangsweise in ein System gepresst wird und einen Pflichtbeitrag leisten muss.

Rentenbeiträge von 300 bis 400 Euro im Monat?

Zudem sind Rentenversicherungsbeiträge von 300 bis 400 Euro / Monat für die meisten Existenzgründer schlicht unbezahlbar. Man würde also Unternehmensgründungen verhindern und damit der Gesamtwirtschaft eher schaden als nützen. Zudem ist die Berechnung aus meiner persönlichen Sicht ohnehin eine andere – Selbstständige bauen ein Unternehmen auf, das per se ebenfalls einen Gegenwert darstellt der zum Ruhestand – oder meist schon vorher – veräußert werden kann. Ob in Form von Patenten, urheberrechtlich geschützten Werken, fassbaren Werken oder vielleicht auch nur einem virtuellen Kundenstamm, der als Geschäftsmodell seit gestern auch Milliarden wert sein kann.

Ganz offensichtlich teilen eine ganze Reihe Selbstständiger die Einschätzung von Tim Wessels, anders sind über 64.000 Unterzeichner der Petition kaum zu erklären. Wer sich ebenfalls an der E-Petition beteiligen möchte (anmelden, Opt-In bestätigen, anklicken, fertig), der kann das bis Dienstag, 22. Mai 2012, hier tun:

Kein Rentenzwang für Selbstständige – Online-Petition

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