Aus der Abteilung „merkwürdige Studien“ stammt sicherlich auch die im Auftrag der Deutschen Bundesbank erstellte Bargeld im Geldbeutel-Studie. So banal die Frage „Wie viel Geld tragen Sie jeden Tag mit sich herum?“ auch sein mag, so überraschend fand ich persönlich das Ergebnis. Ziemlich genau 118 Euro davon 6,70 Euro in Münzen trägt der Durchschnittsdeutsche mit sich herum. Gemessen wurde diese Geldmenge im Rahmen einer repräsentativen Befragung von 2272 Personen die für eine Woche ein detailliertes Haushaltsbuch führen mussten in welchem sie Ausgaben, Einnahmen und auch die Art der Bezahlung auflisteten.

Auf diese Art wurden 25.000 Bezahlvorgänge mit einem Gesamtumsatz von 700.000 Euro vorgenommen, welche dann zu diesem Studienergebnis geführt haben. Schaut man das Ergebnis ein bisschen genauer an, fällt direkt der nächste – in dieser Form nicht erwartete – Aspekt der Sache auf: 82,5% aller Käufe werden mit Bargeld vorgenommen, was 57,9 % des Umsatzes entspricht.

Wer (so wie ich) glaubte, dass Überweisungen, Lastschrift und ec-Karte (mittlerweile: GiroCard) die beliebtesten Bezahlverfahren darstellen ist komplett auf dem Holzweg. Lediglich 8,9 Prozent des Umsatzes wird mit Überweisungen getätigt, der Anteil von Lastschriften beträgt sogar nur 1,9%. Etwas besser steht es um die GiroCard, immerhin ein Viertel des Umsatzes wird mit der guten alten ec-Karte vorgenommen.

So gesehen kann es schon nicht mehr verwundern, wenn die Statistik ausweist, dass 45 Prozent aller längerfristigen Anschaffungen (Durchschnittswert 71 Euro)  mit Bargeld beglichen werden.

Was bleibt ist die Erkenntnis, dass mit dem Diebstahl eines Durchschnitts-Portemonnaie deutlich mehr Geld zu entwenden ist, als ich vermutet hatte – oder bin ich der Einzige, der aus Angst davor wenig Bargeld mit sich führt?

Durchschnitts-Deutsche mit 118 Euro Bargeld unterwegs

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