Die Deutsche Post wird, so sehen es zumindest die Planungen des Unternehmens vor, bis Ende 2011 das eigene Filialnetz aufgegeben haben. Es sei, so die Deutsche Post, einfach nicht Kosten deckend zu betreiben und würde daher besser (und für die Deutsche Post günstiger) über vorhandene lokale Geschäfte abgewickelt, die dann neben der eigenen Tätigkeit auch Pakete aufnehmen und Briefmarken verkaufen. Dass dieser Plan bereits äußerst realistische Züge trägt, werden sicherlich die meisten Deutschen bereits am eigenen Paket erfahren haben. Wer nicht in einer der größeren Städte mit eigener Postfiliale wohnt, wird den von der Post bevorzugten modernen Weg zum Postschalter – vorbei an Schreibwaren, Diddle Devotionalien, Geburtstags- und Trauerkarten, hin zum offenen Tresen mit teilmotivierter 400 Euro Kraft bereits kennen und die Meinung der Deutschen Post (guter Weg) vielleicht nicht ganz teilen, wenn er versucht möglichst unbeeindruckt seine Geldgeschäfte abzuwickeln.

Vielleicht waren es ähnliche Gefühle, die die Genossenschaftsbank Verantwortlichen bei einem Weg zur Post hatten, als die Idee reifte, man könne die Postfiliale doch auch in einer Volksbank oder Raiffeisenbank Filiale eröffnen. Wie dem auch sei – Fakt ist, nach Testläufen in Hannover und Meißen, bei denen gute Erfahrungen mit Postdienstleistungen am Bankschalter gesammelt wurden, haben die Genossenschaftsbanken zum Ende des letzten Jahres die „Geno-Post“ gegründet und machen sich jetzt berechtigte Hoffnungen auch ein Teil des Postgeschäftes abwickeln zu können.

Neukunden Gewinnung durch Postdienstleistung

Natürlich möchten die Banken nicht nur kleinere Zusatzeinnahmen durch die Poststellentätigkeit erzielen, sondern vor allem potentielle Neukunden in die eigenen Filialen locken um die dortigen Mitarbeiter besser auszulasten und – klar – mehr Neugeschäft über die Filialen zu erzielen. Dass damit auch die Diddle Maus Einzug in die Bank erhält darf allerdings bezweifelt werden.

Briefmarken künftig bei der Volksbank

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