Archive for Juni, 2010

Jun 25 2010

Noa Bank nimmt keine Kundengelder mehr an

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Die Bank ging diesen Schritt, da sie die Diskrepanz zwischen Einlagen und vergebenen Krediten nicht zu groß werden lassen wollte und ihrem selbst auferlegten Versprechen, nicht mehr Einlagen anzunehmen als für die Kreditvergabe benötigt wird, gerecht zu werden.“ schrieb die Noa Bank am 24. Juni an Ihre Kunden und erstaunte damit nicht nur die eigenen Kunden.

Tagesgeldkonto mit über 2 Prozent Zinsen

Hohe Zinsen von mehr als 2 Prozent auf Tagesgeldeinlagen hatten die erst zu Beginn dieses Jahres gegründete Noa Bank schnell zu so etwas wie einem Geheimtipp werden lassen. Das professionelle Erscheinungsbild gepaart mit einer Mitbestimmungsformel (kurz-nachgedacht.de hat auch mal darüber nachgedacht) gefiel Kunden ebenso wie die attraktiven Zinskonditionen. Die immer wieder gestellte und nach meinem Wissen nie so recht beantwortete Frage ist aber: Wie refinanzieren die das. Niedrige Zentralbank Zinsen und eine problematische Schuldensituation vieler Unternehmen erschwerten die zügige Kreditvergabe an Unternehmen, aus dem die Bank die Anleger Zinsen refinanzieren will und muss.

Bei 290 Mio. Euro ist Schluss – Noa Bank nimmt keine Gelder mehr an

Den meisten Kunden war das egal so lange der Zinssatz stimmte, schickten Sie Euro um Euro an die Noa Bank, die nun bei einem Stand von 290 Mio. Euro die Reißleine zieht und ganz einfach keine neuen Kundeneinlagen mehr auf Tagesgeld- oder Festgeldkonto akzeptieren möchte.

Wie das möglich ist – und wie z.B. mit Sparplänen auf Noa Bank Tagesgeld Konten umgegangen wird, ist nicht bekannt. Die Bank hat nach dem überraschenden Schritt eher wenig unternommen um die Irritation der Kunden aufzulösen, dabei wäre es doch so einfach den Kapitalfluss zu mindern: Würden die Tagesgeldkonto Zinsen deutlich sinken, würden viele Kunden die Einlagen wieder abziehen und das Problem wäre beseitigt. Aber das machen ja alle – die Noa Bank ist ja schon auch irgendwie anders.

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Jun 21 2010

abcFestzins mit 3,5% Zinsen p.a. – abcBank die Ein-Angebot Bank

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Eine überschaubare Angebotspalette ist bei Online Banken eher die Regel statt die Ausnahme. Dass das Bankangebot aber ausschließlich aus einem einzigen Produkt besteht, ist dann doch wieder neu. Dass dies nicht unbedingt ein Nachteil für Kunden sein muss, zeigt die abcBank mit Sitz in Köln.

Vielleicht ist es der wachsenden Bedeutung des Internets und dessen einfacher Vergleichsmöglichkeit geschuldet, dass auch kleine Banken immer wieder (und immer mehr) in die Öffentlichkeit rücken können, ohne dass sie ein großes Marketing Budget benötigen. Als ein Beispiel von vielen kann hier die abcBank dienen, die im Jahre 1939 gegründet wurde und seit 1982 über eine Vollbanklizenz verfügt. Das eigentlich im institutionellen Bankgeschäft beheimatete Geldinstitut, welches auch Privatanlegern offen steht, hat mit nur einem einzigen Produkt, dem Sparbrief Angebot welches unter der Bezeichnung abc-Festzins geführt wird, den Sprung in die Zins-Bestenliste geschafft und somit den Weg für die schnelle Bekanntheitssteigerung eingeschlagen.

abcFestzins – in Version 2 bis 5

Die abcBank bietet lediglich das Festgeldkonto und dieses auch nur in der numerischen Unterscheidung 2 bis 5 zur Auswahl. Wer hinter den Zahlen Großes vermutet, wird auch hier schnell enttäuscht sein, die Ziffer entspricht der Laufzeit in Jahren, womit die Produkterklärung auch schon erschöpft wäre. Für die 2-jährige Anlage können ab einer Anlagesumme von 5.000 Euro gute 2,5% Zinsen p.a. erzielt werden. Wer ein bisschen mehr Zeit und Geld zur Verfügung stellen möchte, der kann sich auch für die 5-jährige Variante und Anlagesummen über 25.000 Euro entscheiden. Diese Entscheidung wird von der abcBank mit dem maximalen Zinssatz von 3,5% p.a. belohnt, wer sich für eine direkte Wiederanlage der Zinsen entscheidet, kann sogar noch ein paar Euros mehr aus seiner Geldanlage herausholen.

abcBank Teil der Wehrhahn-Gruppe

Wieso beschränkt sich die Bank auf dieses eine Produkt? Nun, es ist einfach – und zwar nicht nur für den Geldanleger, sondern auch für die Bank, die als Teil der Wehrhahn-Gruppe (z.B. Zwilling Messer, Solingen oder Rathscheck Schiefer), eigentlich eine andere Funktion, nämlich die Finanzierung von Leasing- und Factoring Geschäften vornimmt. Dieses klassische Bankgeschäft braucht mittel- bis langfristiges Kapital, welches zunächst für den Erwerb von Wirtschaftsgütern genutzt wird, die im nächsten Schritt an den Leasingnehmer verleast werden. Dieser muss in der Regel höhere Zinsen bezahlen, als die Bank ausschüttet und hat darüber hinaus auch kein Eigentum an dem Leasinggut. Die Bank als Finanzierungspartner, kann sich über eine solche Festgeldanlage also relativ günstig refinanzieren und das Kerngeschäft mit ausreichender Liquidität versorgen. Den Kundeneinlagen stehen nicht nur Kreditzins-Einkünfte, sondern eben auch noch Sachwerte gegenüber, die im (soll ja vorkommen) Falle eines Zahlungsausfalls seitens des Leasingnehmers veräußert werden können.

Für die allermeisten Festgeldkunden der Bank dürfte aber eine andere Information fast wertvoller sein: Die Zinsen sind attraktiv, die Einlage sicher.

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Jun 18 2010

Gewerbesteuer Abschaffung – kühner Plan oder fixe Idee?

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Eines muss neidlos anerkannt werden: Die FDP lässt wirklich keine Möglichkeit und keine Zielgruppe auf ihrem Weg zur unbegrenzten Unbeliebtheit aus. Nach den Fettnäpfen Mehrwertsteuer-Senkung für Hotels, nicht umsetzbaren Steuersenkung für alle und der im Keim erstickten Kopfprämie, besser bekannt als Reform der Krankenkassen Beiträge bringt man jetzt auch noch die Kommunen gegen sich auf. Wobei das auch nicht ganz richtig ist, es sind natürlich nicht alle Kommunen gegen den Vorschlag die Gewerbesteuer abzuschaffen, Stadtkämmerer, die daraus keine Einkünfte erzielen fällt der Verzicht leicht. Wer in guten Zeiten hohe und in Zeiten der Wirtschaftskrise geringere Einnahmen aus der Gewerbesteuer erzielt, sieht das allerdings ein bisschen anders.

Nur 11.000 der 70.000 Frankfurter Unternehmen zahlen Gewerbesteuer

Dort denkt man: Besser schwankende Einkünfte als pauschal über irgendeinen am grünen Tisch verhandelte Verteilerschlüssel gleichmäßige Einkommen, die wenig mit dem Erfolg der lokalen Gewerbeförderung zu tun hat. Die Kritiker einer Abschaffung sitzen also, kaum überraschend, in finanzkräftigen Städten wie z.B. der Stadt Frankfurt, die in guten Jahren schon mal mehr als 1,5 Mrd. Euro Einkünfte aus der Gewerbesteuer bezieht. Diese gigantisch anmutende Summe wird, das ist fast noch überraschender, von lediglich 11.000 der etwa 70.000 Frankfurter Betriebe aufgebracht. Die restlichen 59.000 verfügen über so geringe Einkünfte, dass sie von der Gewerbesteuer (deren Berechnung das muss hier mal gesagt werden so etwas wie die Hohe Kunst der Steuerberechnung darstellt) ausgenommen sind, da sie den Freibetrag von 24.500 Euro nicht überschreiten.

Kämmerer werden für vernünftiges Wirtschaften betraft

Trotz des Umstandes, dass nur wenige Unternehmen und Freiberufler wie Anwälte oder Ärzte gar keine Gewerbesteuer zahlen (und manche das ändern wollen), ist der Vorschlag der FDP, der die Gewerbesteuer über eine Anhebung der Einkommenssteuer refinanzieren soll, derzeit eher nicht mehrheitsfähig, was zumindest aus Sicht des Autors gut nachvollziehbar ist. Der hat nämlich auch wenig Interesse daran mit seiner dann höheren Einkommensteuer überschuldete Kommunen zu finanzieren – wer in den letzten Jahren zumindest einigermaßen vernünftig gewirtschaftet und die nachlassenden Steuereinkünfte zusammengehalten hat, der darf dafür nicht auch noch bestraft werden.

Insolvenzrecht für Kommunen anstelle immer neuer Umverteilungen

Deshalb liebe gewählte Volksvertreter: Anstatt schon wieder umzuverteilen und nicht überlebensfähige Gemeinden auf Biegen und Brechen und zu Lasten aller durchzufüttern, überlegt lieber wie ein Insolvenzrecht für Kommunen aussehen kann, ohne gleich eine neue Wirtschafts-Vertrauens-Krise heraufzubeschwören. Nur mit einer solchen Lösung haben diese Kommunen und deren Bürger wirklich die Chance auf eine bessere Zukunft.

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Jun 11 2010

Mehr Transparenz für Kreditnehmer Verbraucherkreditrichtlinie ab heute in Kraft

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Am heutigen 11. Juni treten gleich eine ganze Reihe von auf EU-Recht basierenden Neuregelungen zum Verbraucherschutz in Kraft. Was so harmlos klingt, hat es aber vor allem aus Sicht der Kreditwirtschaft in sich. Ab sofort sind Banken und sonstige Kreditgeber verpflichtet den Kunden über den Mindest- und Höchstzinssatz, die Abschlussgebühren, die möglichen Kreditsummen und die Widerrufsfristen – offensichtlich –aufmerksam zu machen. Was nach einer Selbstverständlichkeit klingt, ist aber vor allem bei Ratenkrediten bislang fast eine Ausnahme.

Nicht selten wurden Ratenkredite mit Niedrigzinsen beworben, die eigentlich niemand erhalten konnte, oder schlimmer – der Unterschied zwischen nominalem und effektivem Zinssatz wurde im Kleingedruckten versteckt, der unbedarfte Kreditnehmer erhielt lediglich die Information über die Höhe der monatlich zu leistenden Ratenzahlungen, ohne den tatsächlichen Zinssatz zu kennen. Damit ist jetzt Schluss, ein realistisches Rechenbeispiel wird Pflicht.

Auch die bei Banken so beliebte Restschuldversicherungen, deren Abschluss teilweise zwingend notwendig war um einen Ratenkredit abschließen zu können, kann ab sofort nicht mehr unter sonstigen Kosten im Kleingedruckten versteckt werden, sondern muss jetzt in den Effektivzins eingerechnet und extra ausgewiesen werden.

Vorfälligkeitsentschädigung wird auf max. 1% der Kreditsumme begrenzt

Die Neuregelung schiebt allerdings nicht nur billig Kredit Lockangeboten einen Riegel vor, auch die teilweise problematische vorzeitige Ablösung eines Kredites wird jetzt gesetzlich geregelt. Wer bislang seinen Kredit vorzeitig zurückzahlen wollte, der musste wahlweise horrende Strafzinsen (Vorfälligkeitsentschädigung) zahlen, oder auf den guten Willen der Bank hoffen, weil ein vorzeitiger Ausstieg gar nicht möglich war. Diesen Handlungsspielraum engt die Bundesregierung mit der Neuregelung ein, wer einen neuen Kredit abschließt, der hat jetzt auch das Recht diesen vorzeitig zurückzuführen und muss bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr mit maximal 1 Prozent des verbleibenden Kreditbetrages, bei weniger als einem Jahr mit max. 0,5 Prozent Vorfälligkeitsentschädigung zu Gunsten der Bank rechnen.

Praktische Umsetzung bei Online Krediten noch uneinheitlich

So löblich die Gesetzesänderung zu mehr Verbraucherschutz auch ist, so problematisch scheint die schwammige Ausformulierung des Gesetzes. Vor allem bei Online Ratenkredit Anbietern herrscht derzeit noch erheblicher Klärungsbedarf welche Angaben zu Krediten wie veröffentlicht werden müssen um nicht wieder Opfer einer Abmahnwelle zu werden – das darf dem privaten Kreditnehmer allerdings herzlich egal sein – während er sich über die verschiedenen Kostenpositionen eines neuen Kreditvertrages wundert.

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Jun 02 2010

Bank of Scotland erhöht auf 30 Euro Startguthaben

Published by Jan under Geld & Vermögen

Die Bank of Scotland lässt nicht locker und setzt den Kampf um das Sparguthaben der Deutschen auch im Juni dieses Jahres unvermindert fort. Nachdem die 20,- Euro Guthaben bei Kontoeröffnungsaktion zum 31. Mai ausgelaufen war, erhöhte man zum gestrigen Tag den Eröffnungsbonus auf jetzt 30,- Euro.

Auch diesmal gilt dieses Angebot nur mit einer zeitlichen Befristung, wer sich bis zum 30. Juni 2010 für ein Bank of Scotland Tagesgeldkonto entscheidet, was angesichts einer Guthabenverzinsung von 2,1% gar nicht so unwahrscheinlich ist, bekommt als Lohn der Mühe eben auch noch 30,- Euro geschenkt.

Interessant aus meiner Sicht: Es gibt auf den ersten Blick keine Bedingungen, die es zu erfüllen gilt, damit der Bonus gutgeschrieben wird. Scheinbar lockt der Zinssatz tatsächlich die Sparguthaben, so dass man sich bei der Bank sicher sein kann, keine „Karteileichen“ zu produzieren.

Testsieger Tagesgeldkonto bei Finanztest

Für diejenigen, die sich noch nicht mit dem Angebot beschäftigt haben: Die Bank hat sich TÜV prüfen lassen und die Prüfung bestanden, im Test der Stiftung Warentest (Finanztest Ausgabe 02/2010) den Testsieg errungen und wirbt mit „keine Sternchentexte“, was das Kleingedruckte tatsächlich widerspiegelt. Scrollt man weit genug herunter findet man als geneigter Leser dann aber doch noch einen klitzekleinen Haken: Ab dem 10 Juni 2010 wird der Zinssatz des Bank of Scotland Tagesgeldkonto auf 2% gesenkt. Da die Verzinsung dieses Tagesgeldkontos aber immer noch ein überdurchschnittlich gutes Angebot darstellt, wird diese Zinssenkung durchaus zu verkraften sein.

Für Sparer kleinerer Guthaben lohnt sich die Anlage übrigens ganz besonders, wer zum Beispiel 1.000 Euro bei der Bank of Scotland anlegt hätte binnen Jahresfrist 50,- Euro mehr (30,- Euro Bonus + 20,- Zinsen bei einem Zinssatz von 2%) auf seinem Konto. Das ist a) Zahlenspielerei b) Wirklich gut.

Wer an diesem Bank of Scotland Angebot interessiert ist, der klicke einfach hier: Bank of Scotland – Tagesgeld

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