Archive for März, 2010

Mrz 31 2010

30,90 Euro kostete die durchschnittliche Arbeitsstunde 2009

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Ob Leitender Angestellter oder Einzelhandelskauffrau in Teilzeit, wenn das Statistische Bundesamt Zahlen erhebt, landen manchmal alle in ein und derselben Statistik. Das gilt vor allem dann, wenn es sich wie im aktuellen Fall um einen bundesweiten Durchschnitt der Arbeitskosten (Arbeitskosten = Bruttolöhne und -gehälter plus Lohnnebenkosten) handelt. Hier haben die Statistiker des Bundesamtes nämlich die Kosten der durchschnittlichen Arbeitsstunde für das Jahr 2009 ermittelt und dazu die verschiedenen Branchen und Arbeitnehmergruppen in einem großen Statistik-Topf zusammengefügt. Herausgekommen ist ein durchschnittlicher Preis je Arbeitsstunde von 30,90 Euro, was einem Anstieg von 4,1 Prozent gegenüber dem Jahr 2008 entspricht. Die mit 50,30 Euro höchsten Kosten je Arbeitsstunde verzeichneten Unternehmen in der Energieversorgung, die geringsten mit lediglich 16,10 Euro werden nicht im ostdeutschen Friseurwesen, sondern im bundesdeutschen Gastgewerbe bezahlt.

Kurzarbeit lässt Arbeitskosten steigen

In der Summe mussten Arbeitgeber in Deutschland im Jahr 2009 ungeachtet der Krise einen empfindlichen Aufschlag auf die Lohn-/Stückkosten hinnehmen, was der Wettbewerbsfähigkeit des Landes nicht unbedingt zuträglich ist. Allerdings dürfte – so die Einschätzung des Statistischen Bundesamtes – dieser Nachteil eher vorübergehender Natur sein, da Länder wie z.B. Spanien, die im letzten Jahr sinkende Arbeitskosten zu verzeichnen hatten dies ausschließlich durch Personalentlassungen geschafft hätten. Dieses qualifizierte Personal musst nach der Krise mühsam neu gefunden und eingearbeitet werden, was dann einen deutlichen finanziellen Mehraufwand gegenüber der in Deutschland praktizierten Kurzarbeitsregelung bedeutet.

Höchste Arbeitskosten in Dänemark

Trotz steigender Arbeitskosten liegt Deutschland als „Hochlohnland“ immer noch deutlich hinter den teuersten europäischen Ländern. Das teuerste land der Statistik ist derzeit Dänemark mit 37,40 Euro je Arbeitsstunde, das günstigste Bulgarien wo die durchschnittliche Arbeitsstunde lediglich 2,90 Euro kostet.

Angesichts dieser Durchschnittzahlen muss man sich schon fragen, weshalb Mindestlöhne von 7 oder 8 Euro überhaupt diskutiert werden müssen, es scheint ja durchaus Arbeitgeber zu geben, die die Leistung ihrer Mitarbeiter auch vernünftig bezahlen möchten – gäbe es mehr davon, hätten Ausbeuter keine Chance ausreichend Arbeitskräfte zu verpflichten. Diese schwer gelb angehauchte Theorie wollen wir an dieser Stelle aber einfach mal schnell wieder vergessen …

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Mrz 27 2010

Triodos Bank sozial, engagiert und 1,50% Zinsen auf Tagesgeld

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Wer Banken vorwirft sie hätten wenig aus den letzten Monaten der Finanzkrise gelernt, muss eigentlich entgegengehalten bekommen: Es sind Kunden und Anteilseigner, die den verantwortlichen Bank-Managern, das Handeln vorgeben und damit genauso zu der anhaltenden Wirtschaftskrise beigetragen haben.

Der Wunsch nach immer höherer Rendite und einem immer weiter steigenden Aktienkurs (und entsprechendem Bonus) liegt sicherlich dem Banker näher als – vielleicht – einem Sozialpädagogen. Realisierbar wird dieses Streben aber nur deshalb, weil Kunden und Aktionäre ganz bereitwillig mitspielen und sich – verständlicherweise – freuen, wenn die gehaltenen Aktien der Bank immer wertvoller werden.

Neues, altes Konzept: Sozial engagierte Banken – Triodos Bank, Noa Bank

Umdenken müssen (auch wenn die hier vorgenommene Veröffentlichung der best verzinsten Tagesgeldkonten eigentlich dagegen spricht) also auch die Kunden der zuletzt heftig kritisierten Banken. Sie als Eigentümer des Kapitals haben durchaus die Möglichkeit mit ihrem Handeln den Banken zu zeigen, wie sie sich Bankdienstleistungen nach der Finanzkrise vorstellen. Einige Bankkunden machen von den spärlichen Möglichkeiten des sozial engagierten Bankgeschäftes bereits Gebrauch, wie an den Beispielen der Triodos Bank oder auch der wachsenden Noa Bank abzulesen ist.

Konzept Triodos Bank – auch keine Geschenke, sondern gegenseitiges investieren

Die Unternehmensidee der bereits in den 80er Jahren gegründeten Triodos Bank ist sicherlich niemals so aktuell gewesen wie derzeit und hat durchaus das Zeug dazu einen Trend zu begründen, der Bankgeschäfte wieder menschlicher werden lässt. Den Kern des Handels formuliert die Bank mit „nachhaltigem Investment“ und verbindet diese Idee mit einem Vorteil für Mensch und Umwelt. D.h. Geld soll nicht nur dazu eingesetzt werden soziale Projekte zu finanzieren, sondern eben auch dem Geldgeber einen Mehrwert verschaffen. Damit würden Anleger zwar nicht die maximal mögliche Rendite erzielen, hätten aber dafür die Gewissheit, dass mit Ihrem Geld vor allem Projekte finanziert werden, die Anlegern wie Umwelt (zumindest nach derzeitigen Erkenntnissen) keinen Schaden zufügen. Eine klassische Win-Win Situation also, bei der soziale oder kulturelle Projekte keine Geschenke erhalten, sondern für das zur Verfügung gestellte Kapital eine Leistung erbringen müssen, die sich auch unter finanziellen Gesichtspunkten kostendeckend sein sollte.

Diese Geschäftsidee verlangt Künstlern, Umweltschützern und Initiatoren von sozialen Projekten wie auch Kunden die maximale Konditionen erwarten sicherlich Einschränkungen ab, ist aber eigentlich genau das, was derzeit so dringend gesucht wird: Eine neue Definition des sozialen Wirtschaftens, bei dem die Lasten besser als bisher verteilt werden.

Triodos Bank 1,5% Zinsen auf Tagesgeldkonto Einlagen

Wer sich diesem Gedanken- und Gefühlsweg anschließen möchte und überlegt vielleicht auch einen Teil seines Geldes bei einer solchen sozial engagierten Bank wie der Triodos Bank anzulegen kann ganz im Sinne des „es soll sich lohnen“ derzeit 1,5% Zinsen auf Tagesgeldkonto Einlagen erhalten. Das ist zwar deutlich weniger als das derzeit best verzinste Tagesgeldkonto der Bank of Scotland (2,1% Zinsen) bietet, aber sicherlich immer noch weit besser als das was die meisten Hausbanken im Angebot haben. Also schauen Sie sich das doch einfach an. Es schadet nicht.

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Mrz 19 2010

Währungsreform kostet Politiker Leben

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Park Nam-ki war nicht nur ein Vertrauter des Nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-il, sondern auch Leiter des Nordkoreanischen Finanzkomitees. Das hat den verdienten Genossen in der letzten Woche das Leben gekostet.

Anfang Dezember des letzten Jahres hatte das weithin abgeschottete Nordkorea überraschend eine Währungsreform durchgeführt, bei der nicht nur neue Geldscheine mit weniger Nullen als Ersatz ausgegeben wurden, sondern auch Höchstgrenzen für den Umtausch der alten in die neue Währung bestimmt wurden. Ziel der Währungsreform, so vermuteten es zumindest westliche Berichterstatter war es, das immer stärkere Aufkeimen von privatwirtschaftlichen Strukturen zu unterbinden. Nordkoreaner, die durch zwar staatlich geduldete, aber dennoch eher halblegale, privatwirtschaftliche Aktivitäten Geld erwirtschaftet hatten, wurden durch die Reform und die darin bestimmten Umtausch-Höchstgrenzen um diesen Wohlstand gebracht.

Dies und der Umstand, dass kaum jemand von der bevorstehenden Währungsreform wusste, hat zu derartigen inländischen Turbulenzen geführt, dass sich die sonst bei der Durchsetzung ihrer Ideen wenig zimperliche nordkoreanische Führung gezwungen sah die Währungsreform umzukehren und den Ausgangszustand wieder herzustellen (wie auch immer so etwas möglich ist).

Da es für jedes Scheitern einen Verantwortlichen geben muss, wurde bereits im Januar dieses Jahres ebenjener Leiter des Finanzkomitees, Park Nam-ki, seiner Ämter enthoben. Zudem geriet er in Verdacht als „als Sohn eines reichen Landbesitzers“ die nordkoreanische Wirtschaft zu ruinieren, was dann seine Verurteilung zum Tode nach sich zog.

So bedauerlich das Ableben des Spitzenfunktionärs auch ist, man stelle sich kurz vor, dass diese Handlungsweise auch auf westliche Staaten und ggf. verantwortliche Politiker (Griechenland) Banker (Lehman) und Vermögensberater (Madoff) übertragen werden würde. Barbarisch. Stimmt. Allerdings hat Bernard Madoff auch ohne mittelalterliche Opferrituale derzeit genug Ärger. Mithäftlinge haben dem Ex-Hedgefonds Manager zuletzt hinter Gittern Nase und Rippen gebrochen.

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Mrz 15 2010

SWK Bank mit 2,05% Zinsen für 12 Monate Festgeld

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Die Süd-West-Kreditbank Finanzierung GmbH, besser bekannt als SWK Bank, bietet neben dem bereits bekannten günstigen Online Kredit nun auch ein attraktiv verzinsten Festgeldkonto zur Auswahl. Die Rahmenbedingungen sind wie bei Festgeldkonten branchenüblich leicht verständlich, d.h.: Kostenfreies Konto, fester Zinssatz für feste Laufzeit.

Anders als vergleichbare Angebote tendiert das SWK Bank Festgeld eher zu kürzeren, aber dafür durchweg attraktiv verzinsten Anlagelaufzeiten. Im Klartext gesprochen heißt das, dass der maximal Anlagezeitraum 24 Monate beträgt (bei anderen Banken gerne auch mal 60 oder mehr Monate) und bereits ab einer Anlagedauer von 3 Monaten deutlich über 1 Prozent Zinsen vergütet werden. Vor allem die Sparanlage für einen Zeitraum von 12 Monaten, welche bei vielen Festgeld Online-Vergleichen als Starteinstellung vorgesehen ist, wird durch die SWK Bank deutlich besser verzinst als durch die Mehrzahl der Mitbewerber.

Einen kleinen Haken natürlich auch das Festgeldkonto der SWK Bank: Wer weniger als 5.000 Euro Anlagebetrag zur Verfügung hat (oder stellen möchte), der wird an der Einstiegshürde Mindestanlagesumme 5.000 Euro scheitern. Das muss allerdings nicht zwingend zum Verzicht auf attraktive Guthabenzinsen führen, einen Zinssatz von 2,05 Prozent bietet z.B. die DKB Bank auf das Kreditkarten Konto des kostenlosen Girokonto (DKB Cash Konto). Das ist zwar ein bisschen umständlicher als ein Festgeldkonto, führt aber genauso zum Ziel.

Zinsübersicht SWK Festgeld

3 Monate 1,50 %
6 Monate 1,75 %
12 Monate 2,05 %
24 Monate 2,60 %

Weitere Informationen zu diesem SWK Bank Festgeldkonto
bzw. die Antrags-/Eröffnungsunterlagen finden Sie hier:

SWK Festgeld

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Mrz 13 2010

Altersrentenbezugszeit steigt – Frauen beziehen im Durchschnitt 20 Jahre Rente

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Die Deutschen Bürger werden nicht nur immer älter, sie erhalten auch immer länger Zahlungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Das zumindest zeigt die aktuelle Berechnung der Deutschen Rentenversicherung, die jetzt erstmals für Frauen eine durchschnittliche Rentenbezugszeit von 20 Jahren ausweist. Dabei sind es vor allem die ostdeutschen Rentnerinnen, die den Durchschnitt auf über 20 Jahre gehoben haben. Frauen, die z.B. in Brandenburg oder Sachsen in den Ruhestand gehen haben derzeit die Aussicht für 22 und mehr Jahre das Altersruhegeld der gesetzlichen Rentenversicherung zu beziehen.

Eine deutlich geringere und eine im Hinblick auf die Bundesländer komplett konträre Rentenbezugszeit ergibt sich für Männer in Ost und West. Während Westdeutsche Männer eine auf eine durchschnittliche Rentenbezugszeit von jetzt 15,9 Jahre hoffen können, erreichen Männer in den östlichen Bundesländern lediglich eine durchschnittliche Rentenbezugszeit von 13,9 Jahren. Damit kann sicherlich ausgeschlossen werden, dass das Leben in der früheren DDR und für ehemalige DDR Bürger weniger anstrengend und deshalb altersförderlich war, auch wenn die weibliche Betrachtung der Statistik dies so aussehen lässt.

Wie diese teils deutlichen Unterschiede begründet sind wird in der Begutachtung der Sachlage leider nicht wiedergegeben. Schade eigentlich.

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Mrz 12 2010

Cortal Consors Tagesgeld mit 3,5% Zinsen

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Wechseln lohnt. Das zumindest versuchen uns günstige Gas- und Stromanbieter mit großem Werbeaufwand Tag ein, Tag aus zu vermitteln. Dabei bemühen die Anbieter von Strom und Gas immer das Argument des besseren, also günstigeren Preises. Über einen solch einfach zu realisieren Aufwand würden sich die Anbieter von Giro- und Zinskonten vermutlich freuen, Preise senken alleine hilft ihnen im Wettbewerb mit anderen Banken schon lange nicht mehr um Kunden für sich zu gewinnen. Sie agieren schlichtweg in einem Wettbewerb, der durch eine zunehmende Gratiskultur geprägt ist. Wenn alle Banken kostenlose Konten anbieten, ist der günstige Preis alleine kein Entscheidungskriterium mehr, sondern wird vom anspruchsvollen Kunden ganz einfach erwartet.

Das hat dazu geführt, dass Kunden gerne einmal ein halbes Dutzend kostenlose Giro-, Tagesgeld- und Festgeldkonten zur Auswahl haben und das eigene Vermögen jeweils dorthin verschieben, wo es die besten Zinsen oder die schönste Aktion gibt.

Cortal Consors 3,5% Zinsen p.a. aufs Tagesgeld für Beträge bis 25.000 Euro

Um eine solche Aktion handelt es sich auch bei der Depotwechsel Aktion von Cortal Consors, die mit einem hoch verzinsten Tagesgeldkonto gekoppelt ist. Wer Wertpapiere im Gegenwert von mindestens 6.000 Euro bei Cortal Consors hinterlegt, erhält für seine Tagesgeldeinlagen einen garantierten Zinssatz von 3,5% bis zu einem Anlagevermögen von 25.000 Euro.

Mit einer ähnlichen, aber deutlich weniger attraktiven Aktion hatte zuletzt die comdirect Bank um die Gunst der (neuen) Kunden geworben, die allerdings lediglich eine Prämie von max. 200 Euro auslobte, die Depots verbundener Unternehmen ausdrücklich von der Aktion ausnahm und nur die Einlage von Investmentfonds bei der Aktion anrechnete.

Zins- und Depot-Aktion läuft noch bis 30.6.2010

Cortal Consors will sich mit solcherlei Zwängen ganz offensichtlich nicht in der Neukunden Gewinnung einschränken lassen und gewährt nicht nur großzügige Zinsen, sondern auch noch reichlich Zeit bis zur Einzahlung der 6.000 Euro Wertpapiervolumen. Binnen der ersten 3 Monte muss die Grundeinlage getätigt sein, so dass 3,5% Tagesgeldzinsen gewährt werden. Wer sich noch nicht sicher ist, ob sich nicht noch eine bessere Aktion findet, diese Depotwechsel Aktion von Cortal Consors läuft noch bis zum 30.6.2010.

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Mrz 09 2010

Comdirect Tagesgeld PLUS Konto Zinsen hoch und runter

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Mehr Zinsen und auch weniger Zinsen erhalten die Kunden der Comdirect auf das Tagesgeldkonto der comdirect Bank (Tagesgeld Plus Konto). Von der Zinserhöhung auf 2,1 Prozent profitieren vor allem jene Anleger, die – so paradox das vielleicht klingen mag – weniger Geld bei comdirect anlegen, die die Zinserhöhung nur Geldanlagen bis zu einer Summe von 5.000 Euro betrifft.

Jene Einlagen des Tagesgeldkontos, die zwischen 5.000 und 30.000 Euro betragen, werden ab sofort mit nur noch 1,2% statt bisher 1,25 Prozent Zinsen bedacht. Für Anlagebeträge oberhalb der 30.000 Euro wie auch der 50.000 Euro ergibt sich keine Änderung. Diese werden wie bisher mit einem Zinssatz von 1% bzw. 0,5% belohnt. Damit ergibt sich für Anleger, die 30.000 Euro oder mehr bei comdirect angelegt haben ein Mehrertrag durch mehr Zinsen von 5 Euro / Jahr.

Erfreulicherweise profitieren Neu- und Bestandskunden von der Zinserhöhung, so dass es hier keinen gibt eine kurzfristige Bonusaktion zu vermuten – allerdings dürfte die comdirect mit dieser Maßnahme wieder weit vorne in den Tagesgeldkonto Vergleichen zu finden sein und damit verstärkt um die Zins sensible Klientel werben.

Comdirect Tagesgeld Plus Zinsen ab 9.3.2010

0,01 € bis 5.000 € – 2,1% p.a.
5.000,01 € bis 30.000 € – 1,2% p.a.
30.000,01 € – 50.000 € – 1,0% p.a.
Über 50.000,01 € – 0,5% p.a.

Weitere Informationen und Kontoeröffnungsunterlagen finden Sie hier
Comdirect TagesgeldPlus

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Mrz 06 2010

WGF Anleihe – 6,35% Zinsen mit Hypothekenanleihe der WGF

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Die Zeiten sind hart, die Zinsen niedrig. Da lässt es aufhorchen, wenn ein Unternehmen wie die  WGF Westfälische Grundbesitz und Finanzverwaltung AG eine Anleihe mit einem festen Zins-Coupon von 6,35 Prozent begibt. Was steckt also hinter der eher ungewöhnlichen Bezeichnung Hypothekenanleihe? Eigentlich nichts Besonderes. Das Unternehmen sammelt mit der aktuellen Anleihe Geld bei Privatanlegern ein um damit Immobilien zu erwerben. Das grundsätzliche Geschäftsprinzip ähnelt also einem Immobilienfonds oder einer geschlossenen Immobilienbeteiligung, die ebenfalls das Kapital vieler Anleger bündeln um damit Immobilien, spricht solide Sachwerte zu erwerben.

Anleihe eher ungewöhnliches Konzept für Immobilienkauf

Das Konzept der Hypothekenanleihe widerspricht eigentlich dem Grundgedanken der Sachwertanlage. Warum? Nun, wer sich für Sachwerte wie Immobilien entscheidet, tut dies um die Anlagerisiken wie z.B. Kursverlust oder gar Totalverlust auszuschließen. Dieses Maß an Sicherheit geht mit einer meist überschaubaren Rendite einher, bietet aber die große Chance auf einen ruhigen Schlaf. Anleihen, also verbriefte Schulden, sind zwar eines der Basisinvestments einer jeden konservativen Anlagestrategie, gelten aber spätestens seit dem Fall „Lehman Brothers“ als weniger sicher als dies Anleger – wie auch Berater – angenommen hatten.

WGF sichert Hypothekenanleihe mit Immobilienbestand

Für die WGF Hypothekenanleihe sollten Anleger also ebenfalls ein Totalverlust Risiko in Betracht ziehen, welches sich aber durch den zugrunde liegenden Immobilienbestand deutlich relativiert. Anders als Lehman kauft die WGF von dem eingesammelten Kapital real existierende Sachwerte, sprich Immobilien, welche dann die Basis für die auszuschüttenden Zinsen bieten. Spätestens mit dem Kauf von Immobilien im Gegenwert von rund 100 Mio. hat sich die WGF im letzten Jahr als einer der großen Immobilienbesitzer des Landes einen Namen gemacht und bewiesen, dass es Ihnen ernst ist mit der ausgegebenen Anlagestrategie.

Günstig einkaufen, renovieren und gut verkaufen

Das zugrunde liegende Konzept ist einfach. Bereits bestehende Immobilien werden möglichst günstig erworben, soweit notwendig renoviert oder saniert und anschließen weiter veräußert. Im Einkauf liegt auch hier der Gewinn, in den regelmäßigen Mieteinnahmen der Zinsertrag, welcher an die Anleger ausgeschüttet wird.

Hypothekenanleihe kaufen oder lieber nicht?

Ich schließe mich an dieser Stelle einem bei FAZ.net veröffentlichten Beitrag an und stelle fest, als Beimischung kann eine solche Hypothekenanleihe Sinn ergeben. Für eine ausschließliche Geldanlage scheint das Konzept allerdings nicht geeignet. Dazu ist das (Investmentgrade) Rating mit BBB- nicht gut genug und das Konzept der Anleihe als Schuldverschreibung nicht sicher genug.

Über die WGF Hypothekenanleihe informieren bzw. diese kaufen können Sie hier
WGF

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Mrz 05 2010

Griechenland will Inseln nicht verkaufen

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Die frohe Botschaft über deutsche Vorschläge zur Bewältigung der Griechischen Finanz- und Schuldenmisere erreicht mich via Nachrichtensender. Genauer gesagt über n-tv das ungewohnt subjektiv über einen Vorschlag der regierenden CDU und FDP Regierungspolitik berichtete, in dem Deutsche Politiker parteiübergreifend den Verkauf Griechischer Staatseigentümer – und explizit – Griechischer Inseln forderten. Um noch exakter zu werden: Eigentlich gelangte diese Information über meine noch müden Gehörzellen in das frühmorgendlich reichlich langsam arbeitende Mittelhirn nur deshalb, weil der irgendwo zwischen Ironie und Spott angesiedelten Kommentatoren-Unterton verriet, dass der produzierende Redakteur ganz offensichtlich vergeblich bemüht war Objektivität und Distanz zu diesem Vorschlag zu wahren. Möglicherweise war ich also nicht der einzige, der sich des spontanen Fremdschämens nicht erwehren konnte.

Dieses zuletzt vor allem bei Borat-Filmen unangenehm auftretende Gefühl ließ sich leider auch nicht durch einen Blick in die weitere Presse vermeiden. Es handelt sich, so man WELT Online glauben mag um einen Finanzexperten, der sich zu diesem Insel-Verkaufsansinnen äußerte und damit die ohnehin bereits im Sinkflug befindliche Popularität der eigenen Partei eher befördern als bremsen könnte. Ob Frank Schäffler hiermit versucht die Kritik von Guido Westerwelle abzulenken oder – schlimmer noch – wirklich selbst an diesen Unfug glaubt ist nicht bekannt. Wohl aber, dass Griechenland nach dem Focus Titelbild (fand ich nicht so schlimm) der letzten Woche auch in dieser Woche wieder einen Aufreger aus Deutschland als Unterstützung bekommt.

Deshalb: Liebe Griechen, wir Deutschen meinen es nicht bös. Frank S. auch nicht, insgeheim möchte er nämlich gerne eine Eurer Inseln für Deutschland erwerben um den Butterfahrten nach Helgoland eine Alternative zu bieten. Das würde in den strukturschwachen Gebieten mit Meereszugang neue Arbeitsplätze schaffen und ganz nebenbei der Deutschen Schifffahrtsindustrie zu neuen Aufträgen verhelfen. Das sagt er nur keinem, sonst müsste die FDP wieder ihre Parteispenden überprüfen und vielleicht weitere Namen nennen, die eigentlich besser geheim bleiben sollen.

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Mrz 04 2010

Rechtsanspruch auf eine zweijährige Pflegezeit

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Als Familienministerin hat man es auch nicht leicht, sagt man nichts, regen sich alle auf, sagt man etwas, regen sich auch alle auf. Das deutet zumindest auf eine ausgewogene Lastenverteilung hin, regen sich nämlich alle auf, muss jeder irgendwas zu dem Gelingen der Sache beitragen. Das subjektiv gesehen natürlich ärgerlich, stärkt objektiv betrachtet aber den Solidaritätsgedanken, dessen Verschwinden verschiedentlich so heftig bedauert wird.

Frau Schröder und die Pflegezeit

Nachdem die (Achtung Wortspiel) Jung-Ministerin wochenlang öffentliche Zweifel an ihrer Eignung für diese Tätigkeit über sich ergehen lassen musste, scheint sie sich mit dem neuen Amt zumindest rudimentär vertraut und eine Richtung für das eigene Handeln gefunden zu haben. Anstelle an das Wirken ihrer Vorgängerin anzuknüpfen, setzt sich Kristina Schröder also mit dem Thema Pflege auseinander und bringt es direkt zum Start auf einen wahrscheinlich ebenso sinnvollen wie allgemein nachvollziehbaren Punkt: Die gesetzliche Pflegeversicherung kann gemeinsam mit den Kindern der Senioren die Kosten einer ausschließlich familienfernen Pflege niemals alleine tragen. Warum also sollten pflegewillige Familienangehörige nicht die Möglichkeit bekommen Angehörige selbst in den letzten Wochen oder Monaten des Lebens zu begleiten und damit für einen würdevollen und umsorgenden Pflegealltag der alten Menschen sorgen?

Warum nicht? Nun, weil Frau Schröder einen Einkommensverzicht vorschlägt, der anders als bisher nicht ausschließlich zu Lasten der Pflegehelfer, sondern auch zu Lasten des Staates und – der Unternehmen – geht. Letztere Gruppe der Betroffenen hat zunächst in Form eines Unternehmensverbandes und durch CDU Koalitionspartner FDP sein Missfallen zum Ausdruck bringen lassen und wird sicherlich eifrig die Werbetrommel rühren um den Schröder’schen Vorschlag von 2 Jahren Pflegezeit als reduzierte Teilzeitarbeit so gut als möglich zu entschärfen.

Babypflege ist okay, Seniorenpflege nicht?

Dabei hat dieser Vorschlag durchaus wirklich Vorteile für alle Beteiligten. So können Unternehmen ihre Mitarbeiter trotz Pflegezeit weiterhin qualifizieren und im aktiven Arbeitsleben halten, was einen schnelleren Einstieg zurück im Job deutlich erleichtern wird. Die pflegenden Mitarbeiter können sicher sein ihren Job zu behalten und sind dadurch eher bereit pflegerische Tätigkeiten in der Familie zu übernehmen, was die Sozialkassen entlastet und somit auch einen positiven Aspekt auf die Kosten des Gemeinwesens haben sollte.  Der Hinweis, dass niemand mehr lange in seinem Job bleibt und Familien häufig über das Land verteilt leben ist sicherlich richtig, allerdings ist der/die mobile Einzelgänger/In auch wahrscheinlich nicht der Typ, der seinen Job ruhen lassen und eine solche Pflege übernehmen würde.

Wahrscheinlich käme niemand auf die Idee Mütter direkt nach der Entbindung wieder zur Arbeit zu schicken, weil eine Elternzeit zu teuer für Arbeitgeber und Gemeinwohl ist. Wenn die Pflege von sehr jungen Menschen von allen Seiten als sehr wertvoll anerkannt wird, warum gilt das nicht auch für die Pflege von sehr alten Menschen?

Wichtigstes Argument für Frau Schröders Vorschlag dürfte aber die persönliche Lebenssituation sein – wer den letzten Weg eines Familienangehörigen begleiten möchte, der muss dies auch mit einem sicheren Gefühl tun dürfen. Noch sind wir, so merkwürdig das angesichts von Globalisierung und diversen Krisen auch klingen mag, in erster Linie Menschen und nicht Arbeitnehmer.

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