Archive for September, 2009

Sep 29 2009

Thyssen-Krupp schließt Traditionswerft Nordseewerke

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Nur der Internetauftritt der ThyssenKrupp Marine Systems deutet noch auf die Relevanz der Nordseewerke in Emden hin, dort heißt es auch nach der verkündeten Schließung des Werkes: „Im Marineschiffbau hat sich die Emder Werft gut aufgestellt“.

Damit beendet ThyssenKrupp die 100-jährige Geschichte einer Binnenwerft, für die alles möglich gemacht wurde, damit Schiffbau auch weiterhin in der strukturschwachen Region Niedersachsen betrieben werden konnte. Trotz allen guten Willens war es am Schluss doch der beinahe Zusammenbruch der Weltwirtschaft, der die ohnehin in Deutschland fast ausgestorbene Werftbranche um ein weiteres Traditionsunternehmen beraubte.

Container-Schiffbau in Deutschland kaum konkurrenzfähig

Auch wenn die Schuld für die Werftaufgabe sicherlich bei der ThyssenKrupp Unternehmensführung gesucht werden wird, muss man sich doch auch eingestehen, dass es wenig sinnvoll ist in Emden Containerschiffe zu bauen, die im Vergleich zu asiatischen Schiffsbauern auch noch deutlich teurer in der Herstellung sind. Dass die Werke in Emden so lange überlebt haben ist eher der letzten starken Jahre der Werftbranche zu verdanken, als der Konkurrenzfähigkeit der Nordseewerft. Diese hat, das steht völlig außer Frage, beste Deutsche Qualität produziert und geliefert, leider können diese Schiffe aber auch nicht mehr oder weniger als Container von A nach B transportieren und Qualitätsmerkmale wie hochwertiger Innenausbau oder technische Finessen sind hier eher weniger gefragt. Ohne den Containerbau ist die zusätzlich auf militärische Schiffe ausgerichtete Werft aber nicht ausgelastet, so dass Eigentümer ThyassenKrupp wenig anderes übrig blieb als die Kapazitäten der drei im Konzern (neben den Nordseewerken noch Kiel HDW – Howaldtswerke-Deutsche Werft noch Blohm & Voss, Hamburg) vorhandenen Werften entsprechend zu Lasten der Nordseewerke bündeln.

Interessanterweise werden die Nordseewerke allerdings nicht geschlossen, sondern durch den Windkraftanlagenhersteller Siag Schaaf Industrie AG übernommen, so dass eigentlich keinen Grund gibt die die Zukunft in Emden allzu schwarz zu malen, schließlich werden Offshore Windparks vor der Küste in den nächsten Jahren und Jahrzehnten krisensichere Arbeitsplätze in einer Zukunftsbranche garantieren. Daran ändert weder die Globalisierung, noch eine schwarz gelbe Regierung etwas.

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Sep 25 2009

Max Schautzer und die Volks-Unze

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Nicht wenige Deutsche sehen im Anblick der gigantischen Staatsverschuldung und ausufernder staatlicher „Bankbürgschaften“ die Zeit für eine Währungsreform gekommen und decken sich mit Sachwerten wie Immobilien oder eben den Edelmetallen Gold und Silber ein. Die Nachfrage nach diesen Metallen, die gerne in Form von Münzen erworben werden, ist derart groß, dass Händler Probleme haben den Nachschub der edlen Metalle zu organisieren und die Lieferfähigkeit sicherzustellen.

Volkswillen?

Ist die Nachfrage groß oder ein Produkt besonders geeignet es an eine breitere Bevölkerungsschicht zu veräußern, so schaltete sich in den letzten Jahren immer mal wieder die BILD Zeitung als Kooperations- und vermutlich auch als Gewinnpartizipations-Partner unter dem Logo des „Volks-“ in die Verkaufsförderung ein. Somit sollte es eigentlich nicht überraschen, dass es jetzt auch eine Volks-Unze Silber gibt, die stilecht Quadriga und Eichelblatt auf Vorder- und Rückseite zeigt und von der Staatlichen Münze Berlin über das Münzhaus MDM und BILD an den geneigten Kunden gebracht wird.

Mit Max Schautzer (68 – um im BILD Stil zu bleiben) wurde ein prominenter Fürsprecher gewonnen, der auf die Schönheit und den Sinn einer solchen Anlage hinweist und der vermutlich etwas älteren Münzkäufer Zielgruppe das nötige Vertrauen in den Onlinekauf bieten soll.

Mal abgesehen davon, dass der Preis von knapp 15,- Euro pro Münze inkl. Porto absolut konkurrenzfähig ist, stellt sich aber doch die Frage: Fördert die BILD damit den Glauben an einen möglicherweise bevorstehenden Zusammenbruch des Weltfinanzsystems samt aller Währungen oder greift man einfach den Volks-Wunsch nach einer schönen 1 Unze Silbermünze auf und verschafft Kooperationspartner MDM einen Bekanntheits- und Neukundenschub?

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Sep 24 2009

Wohneigentum wird günstigster

Published by admin under Geld & Vermögen

Nein, eigentlich besteht kein Grund zur Sorge für Immobileneigentümer, dennoch ist die Entwicklung bemerkenswert, gilt doch der Kauf einer Wohnung oder eines Hauses nach wie vor als eine der besten Altersvorsorge Möglichkeiten.

Den ersten Preisrückgang seit nunmehr fünf Jahren verzeichnet das Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen (ifs) in seiner aktuellen Studie zum Immobilenmarkt Deutschland. Demnach kostet eine durchschnittliche Wohnung derzeit 120.900 Euro (-3,4%) und ein durchschnittliches Einfamilienhaus 157.500 Euro, was einem Rückgang von 2,4% entspricht. Maßgeblich für die Berechnung ist der tatsächlich erzielte Verkaufspreis von über 400.000 Immobilienverkäufen im Jahr 2008, was eine mehr als ausreichende Basis darstellen dürfte um die Aussagekraft der Studie die nötige Relevanz zu verleihen.

Immobilien in München sind und bleiben teuer

Wie bei Immobilien üblich ist nach Aussage des Instituts vor allem die Lage der Immobilie für den Preis und die Konstanz des Preises von Bedeutung. Wer in München wohnt und hofft jetzt günstiger an Wohneigentum zu gelangen, wird bitter enttäuscht sein – entgegen dem landesweiten Trend sind die Preise hier sogar im Durchschnitt um minimale 0,1% gestiegen.

Deutlich schlechter sieht es für Immobilieneigentümer in Norddeutschland aus, wer im letzten Jahr in Schleswig-Holstein und Niedersachsen Immobilien verkaufen musste, musste deutliche Abschläge gegenüber den Vorjahren in Kauf nehmen. Weit weniger problematisch gestaltet sich dagegen der Immobilienmarkt in Ostdeutschland, wo die Preise auf einem deutlich niedrigeren Niveau vergleichweise stabil blieben.

Einfamilienhäuser in Thüringen kosten durchschnittlich 60.900 Euro

So hat das Institut für die Bundesländer Thüringen und Sachsen-Anhalt einen Einfamilienhaus-Preis von durchschnittlich 60.900 Euro ermittelt, für München dagegen 388.200 Euro. Inwieweit sich bei den Preisveränderungen bereits erste Einflüsse der Wirtschaftskrise abzeichnen wurde nicht bewertet, es zeigt sich aber recht deutlich, dass Immobilienpreise nicht nur von der aktuellen lokalen Wirtschaftskraft, sondern auch von der Zukunftsfähigkeit kompletter Regionen leiten lassen. Nur wer für sich in seinem Unternehmen eine Zukunft sieht, wird den Schritt zum Wohneigentum und der damit verbundenen Verschuldung unter den derzeitigen Wirtschaftsumständen auch gehen wollen.

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Sep 22 2009

Citibank wird Targo Bank – so geht Bank heute

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Im Bieterwettstreit um die Deutsche Zweigstelle der US-Amerikanischen Citi Bank (Citigroup) hatte sich im letzten Jahr die französische Crédit Mutuel gegen die Mitbewerber zu denen unter Anderem die Deutsche Bank gehörte, durchgesetzt.

Neben einer Kaufsumme von 4,9 Mrd. Euro wurde im Zuge der Übernahme auch ein Namenswechsel vereinbart, um den vollzogenen Eigentümerwechsel auch begrifflich für Endverbraucher klar wahrnehmbar zu machen. Dieser Endverbraucher, auch gerne als Bankbestands- oder potentieller Bank-Neukunde eingestuft, wird – und soll – mit dem neuen Namen Targobank aber zunächst keine Erinnerung verbinden können. Dies gehört zum Konzept der neuen Crédit Mutuel Zweigstelle Deutschland, die auf einen erfundenen Firmennamen ” Targo Bank” setzt, den es mit dann Inhalten zu füllen gilt.

So geht Bank heute

Diese Vorgehensweise deutet darauf hin, dass die französische Genossenschaftsbank ein verändertes Bankkonzept umsetzen wird, welches sich von der vornehmlich auf Kreditvergabe spezialisierten Strategie der bisherigen Citibank Deutschland unterscheiden wird. Kunden und interessierte Nichtkunden der Bank können sich im Übrigen jetzt schon aktiv an der Findung einer zukünftigen Ausrichtung  der Bank informieren bzw. beteiligen, in dem sie die von den Trikots des Fußball Bundesligisten Werder Bremen bekannte Internet Adresse so-geht-bank-heute.de besuchen und dort eigene Projekte vorstellen.

1.400 Euro pro Kunden – ob ich das auch meiner Bank wert bin?

Für die Mitrechner unter den Lesern vielleicht noch eine andere Zahl, die zum kurz nachdenken anregt – wenn 3,4 Mio. Kunden einen Gegenwert von 4,9 Mrd. Euro bedeuten, dann ist ein Citibank Deutschland Kunde auch in diesen Krisenzeiten mit rund 1.400 Euro enorm wertvoll. Wie die Crédit Mutuel diese Summe je Privatkunden wieder erwirtschaften wird, ist sicherlich die spannendste Frage, die es in Zukunft zu beobachten geben wird. Und an alle Nichtkunden der Bank vielleicht die Frage, die ich mir in diesem Zusammenhang gestellt habe: Ob mein Bankberater eigentlich weiß wie wertvoll ich als Kunde bin? Spüren lassen hat er mich das jedenfalls noch nie – geht Ihnen das auch so?

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Sep 21 2009

PSD GiroDirekt kostenloses Girokonto inkl. 100 Euro Startguthaben

Published by Jan under Geld & Vermögen

Mit kostenlosen Girokonten waren bislang eher Direktbanken auf Kundenfang, die damit zügig den eigenen Kundenbestand ausbauen konnten und mittlerweile – am Beispiel der DKB (Deutsche Kreditbank AG) mit über 1 Mio. Kunden zu den größten Privatkunden Banken des Landes gezählt werden dürfen.

PSD bietet Kostenloses Konto + 100 Euro Startguthaben

Des Kundenschwunds scheinen die klassischen Filialbanken langsam aber sicher überdrüssig, so dass Konzepte erdacht werden, die denen der Direktbanken durchaus ebenbürtig sind und zudem die eigene Marke bekannter machen. Nachdem zuletzt die Volksbank Darmstadt mit einem 4% Tagesgeld Hochzins-Angebot landesweit für Schlagzeilen sorgte, ist es jetzt der PSD Hessen Thüringen, der mit einem kostenlosen Girokonto nebst 100 Euro Startguthaben für Neukunden zu den Direktbanken aufschließt (wenn nicht sogar die meisten davon überholt).

PSD = Post-Spar- und Darlehnsverein

Die dem Genossenschaftsverbund angehörigen Post-Spar- und Darlehnsvereine gehören zu den seit jeher auf schlanke Strukturen und gute Zinsangebote spezialisierten Banken, mit vereinzelten Zweigstellen in den jeweiligen Zielregionen. Als solche kennen Sie den Umgang mit Kunden vor Ort und Kunden am Telefon und können es sich leisten gute Konditionen zu gewähren, auch wenn die Kunden heute nicht mehr rein aus dem Sektor der Postangehörigen bzw. des öffentlichen Dienstes stammen und entsprechende Unsicherheiten wie Arbeitslosigkeit als potentielle Kreditrisiken mitbringen.

Geld an 18.000 Geldautomaten und 3% auf Festgeld

Es war also eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis einzelne Institute aus der Reihe des schwerfälligen, da vielstimmigen, Geno-Verbundes ausscheren und eigene Angebote auflegen um Neukunden zu gewinnen und damit die eigene Zukunftssicherung zu betreiben.

Als gelungen darf das Angebot des PSD Hessen Thüringen durchaus gelten, Hier wird neben einem kostenlosen Girokonto, 100 Euro Startguthaben und der Möglichkeit an allen genossenschaftlichen Geldautomaten günstig Bargeld zu erhalten auch eine 100% Einlagensicherung geboten und – sofern gewünscht – ein Festgeldkonto mit 3% Zinsen bei einer Laufzeit von 90 Tagen und einer Anlagesumme zwischen 5.000 und 50.000 Euro gewährt. Eine kostenlose Bankkarte nebst kostenloser Kreditkarte ist ebenfalls im Kontoangebot enthalten, so dass es eigentlich nur eine Frage der Bekanntheit ist, bis dieses Angebot zu einem Selbstläufer werden kann.

Bleibt nur abzuwarten, wie die Konkurrenz auf dieses Angebot reagieren wird – Volks- und Raiffeisenbanken sowie PSD Banken und Sparda-Banken gibt es ja doch noch in größerer Zahl so dass hier innerhalb des Verbundes sicherlich wieder Diskussionsbedarf bestehen wird.

Wer kann ein PSD GiroDirekt Konto eröffnen?

Eigentlich jeder, der alt genug ist und über regelmäßige Einkünfte verfügt, die nicht aus selbstständiger oder freiberuflicher Arbeit stammt.

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Sep 20 2009

Goldverkauf IWF verkauft 400 Tonnen seiner Goldreserven

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) plant den Verkauf von 400 Tonnen des rund 3200 Tonnen umfassenden, eigenen Goldbestands. Die Transaktion soll einen Erlös von etwa 13 Mrd. USD erzielen, welche zur Finanzierung von Krediten an die ärmsten Länder der Welt eingesetzt werden sollen und darüber hinaus auch eine solide Kapitalbasis für den IWF darstellen sollen aus dem Zinserlöse erzielt werden. Ziel ist es dem IWF dadurch die Abhängigkeit von Zahlungen der am IWF beteiligten Staaten bzw. der Schuldnerländer zu nehmen und die Eigenfinanzierung durch Erlöse aus (häufig unsicheren) Krediten zu vermindern.

Bislang agierte der IWF als eine Art internationale Wirtschaftsberatung, die immer dann gerufen wurde, wenn Staaten ihre Finanzen nicht mehr in Griff bekamen und keine weiteren Kredite aus dem Ausland erhielten. Unter Einbeziehung des IWF wurden drastische Sparprogramme – häufig zu Lasten der Bevölkerung aufgelegt, die die Staatsfinanzen sanieren sollten und nicht selten zu Unruhen unter der Bevölkerung sorgten, was dem Ansehen dieser eigentlich sinnvollen internationalen Institution deutlich geschadet hat.

Die Erkenntnis, dass diese vornehmlich amerikanisch geprägte Politik den Staaten eher schadet als nützt hatte sich bereits seit längerer Zeit durchgesetzt, eine einvernehmliche Neuausrichtung bedarf allerdings Zeit, so dass lange um die jetzt eingeschlagene Richtung gerungen wurde.

China könnte die komplette Menge Gold erwerben

Wie die Veräußerung des Gold vonstatten gehen soll lies der IWF offen, klar ist aber, dass man versuchen wir den Verkauf zu einem konstant hohen Preis vorzunehmen, um einen möglichst hohen Erlös zu erzielen, was auf eine Stückelung in verschiedene Tranchen an Großabnehmer hindeuten würde. Denkbar ist allerdings auch, dass die Volksrepublik China die komplette Menge abnehmen wird um den eigenen Goldbestand damit aufzufüllen. Dort wurde bereits vor Monaten beschlossen den volkseigenen Goldbestand deutlich anzuheben und den Devisen-Anteil (zwischenzeitlich mehr als 1 Billion US-Dollar) am eigenen Vermögen zu senken.

Was bedeutet das für den Goldkurs?

Der zuletzt wieder auf 1.000 USD je Feinunze (31,1 Gramm) gestiegene Goldpreis sollte dadurch nicht unter Druck geraten, es ist eher anzunehmen, dass die Nachfrage nach physischem Gold weiterhin hoch bleiben wird, da private wie institutionelle Investoren dem aktuellen Aufschwung an den Wertpapiermärkten und der massiven Geldschöpfung der Zentralbanken wenig Vertrauen schenken und in sichere, d.h. inflationsbeständige Anlagen wie Immobilien oder eben physische Edelmetalle ausweichen.

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Sep 10 2009

Riester-Rente in Teilen gesetzeswidrig

Published by Jan under Geld & Vermögen

Nun ist es amtlich, der Europäischen Gerichtshofs (EuGH) hat entschieden, dass die staatlich geförderte Altersvorsorge –besser bekannt als Riester-Rente – nicht dem europäischen Recht entspricht. Das ist nicht wirklich eine neue Erkenntnis, aber doch irgendwie bedrohlich, da es jetzt amtlich ist. Im Detail betrifft die Entscheidung das Recht der Freizügigkeit, d.h. wer eine Riester-Rente abgeschlossen hat, der sollte sie auch in voller Höhe bekommen, egal wo er sich im Rentenalter aufhält. Genau dieser Punkt war aber bisher exakt auf Deutschland ausgerichtet und daher wenig EU-konform.

Bislang galt: Wer eine Riester-Rente hat und im Rentenalter aus welchen (wie gut auch immer nachvollziehbaren Gründen) ins Ausland umsiedelt, der muss die staatliche Förderung zurückzahlen. Das geht so nicht – sagt der Europäischen Gerichtshofs (EuGH) und hat damit als letzte Instanz automatisch Recht.

Es muss also eine entsprechende Gesetzesänderung folgen, die nach ersten Schätzungen nicht näher benannter Fachleute rund 500 Mio. Euro zusätzlich kosten wird. Dass Gros der zukünftigen Deutschen Rentner wird dieser Änderung aber mit Sicherheit begrüßen, denn: Was gibt es Schöneres als einen Ruhestand unter südlicher Sonne – und – was kann irgendjemand dagegen haben wenn jemand seine lang angesparte Riester-Rente im sonnigen Süden verbringt. Oder anders gesagt – eine Gesellschaft die Milliarden-Bürgschaften für Banken stellt, wird ein paar Rentner unter südlicher Sonne auch verkraften. Denk ich mir so.

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Sep 08 2009

ING-DiBa Extrakonto mit 2,5% Zinsen für Neuanlangen

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Gerade noch habe ich mich über das schon lange nicht mehr top-konkurrenzfähige Angebot „Extrakonto“ der ING-DiBa ausgelassen und den Niedrigzins von 1,5% bemängelt, da segelt die Nachricht der Zinserhöhung auf 2,5 % Zinsen ins Haus.

Wer allerdings glaubt, dass die ING-DiBa mit diesem Angebot den Fehdehandschuh wieder aufnehmen wolle und den Konkurrenzdruck erhöhen wolle (oder gar glaubt es läge an meinen Kommentaren), der wird bei einem Blick auf das Angebot schnell eines besseren belehrt.

Es handelt sich bei dieser Zinsanpassung mehr um ein Zwischenhoch als um einen Angriff auf die Mitbewerber, da diese 2,5 Prozent Zinsen nur erhält wer zwischen dem 05. September und dem 25 September 2009 „frisches“ Geld auf seinem ING-DiBa Extrakonto einzahlt oder ein neues Extrakonto eröffnet.

Extrakonto 2,5% Zinsen befristet bis 31.01.2010

Außerdem handelt es sich bei dieser Zinsanhebung für Neuanlagen um ein befristetes Angebot, d.h. der Zinssatz wird lediglich bis zum 31. Januar 2010 garantiert. Danach entfällt der Aktionszins und man ist wieder auf dem allgemeinen Extrakonto Zinsniveau.

Fazit – Das auf den ersten Blick gute Zins-Angebot der nach einer Umfrage der Zeitschrift €uro „Beste und Beliebteste Bank“ ING DiBa scheint auf den zweiten Blick als Marketing-Gag einzuordnen, was (zumindest meine) die Begeisterung für dieses Angebot deutlich abkühlt.

Allerdings gibt es derzeit auch nicht so wahnsinnig viele Alternativen als das Zins-Hopper dieses Extrakonto Angebot als nicht marktkonform aus dem Gedächtnis verbannen könnten. Wer also unbedingt einen Top Zins bei einer systemrelevanten Bank erhalten möchte, die gegen Banken- und Wirtschaftskrisen staatlich gewappnet ist, der kann guten Gewissens auf dieses Angebot zugreifen oder einfach seine Einlage erhöhen.

Für alle Anderen bietet sich vielleicht ein Blick auf die Tagesgeldkonto Übersicht oder das zuletzt immer stärker nachgefragte Thema „Sparbrief“ an.

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Sep 03 2009

ING-Diba Festgeld 2% Zinsen für 6 Monate

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Eigentlich ist die ING DiBa mit dem Extra Konto für einen überdurchschnittlich hohen Tagesgeldzinssatz bekannt. Allerdings dürften die derzeit 1,5% Zinsen auf das Extra-Konto weder bei Kunden der Bank noch bei potentiellen Neukunden Begeisterung für ein Sparanlage bei der ING-Diba entfachen.

Vielleicht haben sich Verkaufsförderer der Bank deshalb das Festgeldkonto als neues Zins-Lockmittel genommen um zum einen der Schwäche des Extrakonto zu trotzdem und zum anderen Kunden ein vergleichsweise gut verzinstes Festgeldkonto mit moderater Laufzeit anzubieten.

2 Prozent für 6 Monate – ab 10.000 Euro Anlagesumme

Das es sich bei dem Zinssatz von 2 Prozent um einen aus werbestrategischen Gründen herausgehobenen Zinssatz handelt scheint offensichtlich, gewährt die ING Diba diesen Zinssatz ausschließlich für den Zeitraum einer 6-monatigen Festgeldanlage und auch nur ab einer Mindestanlagesumme von 10.000 Euro. Wer seine Ersparnisse lieber weniger oder mehr Monate anlegen möchte erhält den derzeitigen Extra Konto Zinssatz von 1,5% Zinsen und hat dadurch bis auf ein bisschen gewonnener Kalkulationssicherheit keinen Vorteil gegenüber dem ING Tagesgeld Konto.

Für die Liebhaber von Festgeld stellen die 2 Prozent Zinsen aber ein durchaus akzeptables Angebot dar, welches für einen derart überschaubaren Anlagezeitraum derzeit von keiner anderen Bank angeboten wird.

Übersicht ING Diba Festgeld

  • Anlagebetrag ab 10.000 Euro
  • Anlagedauer 3 Monate -> 1,5%
  • Anlagedauer 6 Monate ->  2%
  • Anlagedauer 12 Monate -> 1,5%
  • Keine Maximale Anlagesumme
  • Kostenlose Kontoführung
  • Kostenloses Extra-Konto als verzinstes Verrechnungskonto

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Sep 02 2009

3,75% Zinsen Volkswagenbank Sparbrief

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Der Sparbrief ist – zumindest in meiner Erinnerung – schon vor vielen Jahren die besonders beliebte Geldanlage gewesen, wenn Eltern oder auch Großeltern für den eigenen Nachwuchs sicher Geld anlegen wollten. Diese meist über mehrere Jahre laufenden Zinspapiere wurden gekauft um damit für die spätere Zeit der Ausbildung, den Führerschein oder auch das Studium ein finanzielles Polster zu schaffen und gleichzeitig gute Zinseinkünfte zu erzielen.

Auch in Zeiten von Tagesgeld- und Festgeldkonto gibt es noch Sparbriefe und mit Hilfe der Volkswagenbank könnte dieser wieder zu einem Verkaufsschlager wie in früheren Jahren werden. Der Grund dafür liegt in der derzeit wirklich guten Verzinsung der Papiere, die zwischen 2 % Zinsen für einen 1 Jahres Sparbrief und 3,75% für einen 5-Jahres-Sparbrief variieren.

Volkswagenbank Sparbrief Plus – Einlagensicherung analog Festgeldangeboten

Das sind sehr viel mehr Zinsen als derzeit auf Festgeld Konten geboten wird und – nach Angaben der Volkswagenbank – genauso gut besichert. Sparbriefe wie auch Festgeld-Anlagen welche bei der Volkswagenbank vorgenommen werden, unterliegen dem Schutz durch den Einlagensicherungsfonds der Bundesverbandes deutscher Banken e.V. was einer Einlagensicherung von derzeit rund 1,1 Mrd. Euro pro Kunden entspricht. Das sollte eigentlich für das normale Kinder Sparkonto mehr als ausreichend sein.

Wer sich für einen solchen Volkswagenbank Sparbrief entscheidet hat verschiedene Laufzeiten zur Auswahl, beginnend ab einem Jahr sind bis zu 10 Jahren Anlagedauer möglich. Einen Höchstanlagebetrag hat die VW-Bank nicht vorgegeben, wohl aber eine Mindestanlagesumme von 2.500 Euro, welche in einen solchen Volkswagenbank Sparbrief Plus investiert werden müssen.

Sparbriefzinsen in der Übersicht

Laufzeit Sparbrief / Zinsen pro Jahr
1 Jahr / 2,00 %
2 Jahre / 2,50 %
3 Jahre / 3,00 %
4 Jahre / 3,50 %
5-10 Jahre / 3,75 %

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