Archive for Mai, 2008

Mai 15 2008

Credit Europe Bank senkt Zinsen auf 4,5% – (K)ein Grund zur Freude?

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Manchmal muss man eben auch gegen den Strom schwimmen um ein bisschen kostenlose PR zu bekommen. Wir wollen deshalb nicht nachstehen und auch was drüber schreiben.

Grund zur Freude!

Verkündet die Credit Europe Bank im Rahmen des eigenen Internetauftritts mit großen Lettern und einem Ausrufezeichen um auch ja keinen Zweifel über die Güte dieses Angebots aufkommen zu lassen. Der Grund für die Freude ist schnell erraten, Neukunden und bestimmte Altkunden erhalten 4,5% Zinsen auf das Credit Europe Tagesgeldkonto. Das ist zwar immerhin ein halbes Prozent weniger als vor Pfingsten, aber wen kümmert das. Ist ja immer noch mehr als bei der eigenen Hausbank „Ausrufezeichen“.

Treue lohnt sich nicht – nicht alle Bestandkunden erhalten 4,5% Zinsen

Für manche Altkunden eventuell ein bisschen überraschend: Wer der Bank schon länger die Treue hält, muss mit 4% Zinsen auf das Tagesgeldkonto auskommen. Oder anders gesagt, der Sternchentext (Danke Norisbank für diese Wortschöpfung) lautet „[4,5% Tagesgeld Zinsen gelten für] alle Kontoeröffnungen seit 28.08.2007 und für alle Neukunden. Dieser geänderte Zinssatz gilt seit 09.05.2008. Hinweis: Die Zinssatzänderung erfolgt im Rahmen der AGB. Kunden, die ihr Konto vor dem 28.08.2007 eröffnet haben, erhalten 4,00 % p.a.“.

Das Zinshöhen-Suchsel

Vielleicht versucht man bei Credit Europe aber auch einfach nur die Kunden dazu zu bewegen sich von Tagesgeld Anlagen zu verabschieden und anstelle dessen ein Festgeldkonto zu eröffnen. Wobei unbedarfte Anleger unweigerlich über die Frage stolpern „Wie viel Zinsen bekomme ich eigentlich“? Die Frage ist berechtigt, findet sich in der Eigenwerbung jeweils nur der Fünfjahreszinssatz wieder, wer es gerne genauer wissen möchte kann alternativ natürlich auch den wunderbaren Zinsrechenschieber nutzen. Der sagt zwar auch nicht wie viel Prozent Zinsen ein Anleger bekommt, aber immerhin kann man dann die zukünftigen Zinserträge schon mal verplanen.

Per pdf-Download erfährt man es dann doch noch: 3-monats Festgeld bringt 3,75% Zinsen, 12-monats Festgeld immerhin 5% Zinsen und wer sich fünf Jahre lang von seinem Geld trennen möchte erhält als Belohnung die 5,4% Zinsen aus der Werbeanzeige.

Also mal ganz ehrlich: Aus Vertriebssicht tolle Taktik, sicherlich jahrelang erprobt aus dem Klein- und Privatkredit Geschäft – aber als Kunde käme ich mir schon auch ein bisschen absichtlich für dumm verkauft vor.

Egal. Falls ich es noch nicht gesagt haben sollte: Die Kaupthing Bank bietet mit Kaupthingedge 5,65% Zinsen auf das Tagesgeldkonto.

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Mai 12 2008

Gemeinsam helfen

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Beschwingt durch ein langes Wochenende, abwechslungsreiche Feiertage und strahlendem Sonnenschein sollte der aktuelle Beitrag eigentlich ein fröhlicher werden. Nach einem Blick in die Geschehnisse der letzten Stunden beschleicht mich aber ein bisschen das Gefühl auf einem anderen Stern zu leben und – es wirklich gut zu haben.

Nach den letzten Nachrichten zu urteilen dürfen in Birma oder Myanmar, wie dieses von Militär regierte Land auch heißt jetzt endlich die dringend benötigten Hilfslieferungen zumindest angeliefert werden. Was danach mit dieser Hilfe passiert bleibt ausländischen Helfern nach wie vor verborgen.

Als hätten die Auswirkungen des Zyklon Sturms es bis nach China geschafft erscheinen die nächsten Meldungen von dort: Ein Erdbeben hat ganze Landstriche dem Erdboden gleich gemacht, stündlich werden neue Opferzahlen genannt. Ganze Teile Asien so scheint es befinden sich im Ausnahmezustand und in Deutschland diskutiert man über einen erstmals höheren Diesel- als Benzinpreis. Wenn wir sonst keine Sorgen haben, sollten wir uns eigentlich glücklich schätzen, dass weder Wasserknappheit wie in Südeuropa, noch Volksaufstände wegen Nahrungsmittelknappheit wie in verschiedenen afrikanischen Staaten, noch Sturm- bzw. Hochwasserschäden wie in Birma oder Bangladesch uns zu schaffen machen. Ebenso hat kein Erdbeben Schulen zum Einsturz gebracht und hunderte von Kindern unter den Trümmern begraben wie in China.

In solchen Momenten darf man sich durchaus bewusst werden, das PISA Studien, Gewerkschaftsbossen die die Seiten wechseln und US-Hypothekenkrisen eigentlich Kleinkram sind, die letztendlich Menschen und vielleicht sogar Volkswirtschaften beeinflussen, aber im Kern niemanden wirklich das Leben kosten.

Vor diesem Hintergrund der Hinweis, dass es durchaus auch in Deutschland Organisationen gibt, die ohne große Budgets, ohne religiösen Anspruch aber mit der Unterstützung von Freiwilligen dazu beitragen dort zu helfen, wo Katastrophenhilfe dringend notwendig ist.

Spendenmöglichkeit für medizinische Nothilfe und weitere Informationen zur Lage und Hilfe in Birma: LandsAid Gemeinsam helfen

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Mai 09 2008

Amsterdam Trade Bank Festgeldkonto mit 5,45% Zinsen

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Wer größere Summen Geld anlegen möchte, wird vielleicht nicht unbedingt auf das mit 5,45 Prozent verzinste Festgeldkonto der Amsterdam Trade Bank (kurz ATB) zurückkommen wollen. Die garantierte Einlagensicherung von nur rund 38.000 Euro (100% bis 20.000 Euro, 20.001 bis 40.000 Euro = 90%) wird vermögende Privatkunden eher abschrecken als begeistern. Das Angebot ist allerdings wirklich einen prüfenden Blick wert, da es für praktisch jede Festgeld Laufzeit mehr als 5% Zinsen zu erhalten gibt. Damit unterscheidet sich die Amsterdam Trade Bank wohltuend von der Mehrzahl ihrer Mitbewerber, die exemplarische Angebote über 12-monatige Laufzeiten anbieten und bei längeren oder auch kürzeren Laufzeiten zum Teil deutlich weniger Zinsen geben.

ATB gewährt monatliche Zinszahlung und bis zu 5,45%

Das Amsterdam Trade Bank Festgeldkonto ist nur zusammen mit einem mit 4,4 % verzinsten Tagesgeldkonto zu eröffnen, welches gleichzeitig auch als Verrechnungskonto dient. Wer sich dann für Festgeld entscheidet kann sich über eine monatliche Ausschüttung der Zinsen freuen (oder eben auch nicht, siehe „Beitrag Festgeld-Anlage hilft Vermögenden Steuern zu sparen“) und erhält zwischen 5,05 Prozent Zinsen für Festgeld mit 1-jähriger Laufzeit bis zu 5,45% Zinsen bei einem Festgeldkonto mit 5-jähriger Laufzeit.

Dieses Angebot richtet sich sowohl an Neu- wie auch an Bestandskunden der Bank und ist ab sofort via Internet bei der Bank zu erhalten. Wer gerne einen Blick darauf werfen möchte, findet hier die entsprechenden Informationen.

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Mai 08 2008

Festgeld-Anlage hilft Vermögenden Steuern sparen

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Wie ist das mit dem Festgeldkonto und mit der Abgeltungssteuer? Genau diese Frage stellte ich mir vor ein paar Tagen und finde jetzt durch Zufall die Antwort. Vermögende Anleger, die bis 2009 Ihr Vermögen in Festgeldkonten parken können damit tatsächlich Steuern sparen. Die Mutmaßung, dass Zinserträgen, welche wie z.B. bei Festgeldkonten erst zum Ende der Sparphase fällig werden auch erst zu diesem Zeitpunkt steuerlich relevant werden ist scheinbar zutreffen. Wie es bei Biallo in einem Nebensatz zu lesen gibt, sind alle Festgeldanlagen, die länger als 9 Monate bestehen erst im nächsten Jahr zu dem dann gültigen Abgeltungssteuersatz von 25% zzgl. Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag zu versteuern.

Setzt sich diese Erkenntnis bei Banken wie Kunden durch, steht den Finanzinstituten über ein so einfaches wie leicht vergleichbares Produkt des Festgeldkontos die Möglichkeit offen vermögende Privatanleger in Scharen als Neukunden bei sich begrüßen zu dürfen. Ein bisschen wie Schlaraffenland, bei dem vor allem die preis- und zinsaggressiven ausländischen Banken ohne großes (und teures) Filialnetz einen Weg finden könnten den Deutschen Banken die Margen zu verderben.

Der Endspurt Richtung Abgeltungssteuer und 2009 wird also um weiteres Detail bereichert, was den Wettbewerb um den Kunden sicherlich noch eine Spur heftiger macht.

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Mai 05 2008

Im Ausland günstig Geld abheben – besser Kreditkarte, Traveler-Cheques oder Postsparbuch?

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Auch wenn es schwer vorstellbar ist, aber ja, es gibt tatsächlich Länder in die man tatsächlich per Auto erreichen kann und dort eine andere Währung vorfindet als zu Hause. Das muss nicht unbedingt die Schweiz sein, auch nordische Länder wie z.B. Dänemark haben sich bisher äußerst wehrhaft gegenüber der europäischen Einheitswährung gezeigt.

Devisen mitnehmen oder vor Ort Geld abheben?

Gute Frage, schwer pauschal zu beantworten. Es kann durchaus günstiger sein, die Urlaubskasse bereits in Deutschland gegen die fremde Währung einzutauschen. Wer dies vorhat sollte aber vorher einen Blick in die Landestypischen Zollbedingungen werfen, nicht überall darf eine größere Menge Bargeld in das Land eingeführt werden zudem besteht immer die Gefahr, dass man als Opfer eines Diebstahls plötzlich im Ausland mittellos wird. Abhilfe schafft hier immer noch das mittlerweile fast antiquierte wirkende Postsparbuch, welches mittlerweile Postbank SparCard 3000 heißt und nur noch 10 weltweite, kostenfreie Abhebungen pro Jahr beinhaltet. Trotzdem kann man auf diesem Weg tatsächlich weltweit enorm unkompliziert Bargeld bekommen – sofern man eine Art Postamt findet. Die deutlich häufiger genutzten Zahlungsmittel im Ausland sind heute Traveler-Cheques und Kreditkarten.

Traveler-Cheques oder Kreditkarte?

Das hängt davon ab, wohin man reist und wie die Ausstattung mit Kreditkartenterminals bzw. Geldautomaten des jeweiligen Reiseziels ist. Wer im australischen Outback versucht einen Traveler-Cheque einzulösen wird unweigerlich auf Probleme stoßen, Kreditkarten sind dagegen bis in die hinterste Ecke des Outbacks ein durchaus gern akzeptiertes Zahlungsmittel. Anders sieht es unter Umständen in Asien aus, wer hier versucht mit Kreditkarten die Übernachtung in einem vietnamesischen Gasthaus zu bezahlen, lernt Bargeld wieder ganz neu zu schätzen.

Die passende Lösung für alle diese Probleme gibt es demnach nicht, eine Kombination aus Traveller-Cheque und Kreditkarte sollte es also für ausgedehnte Reisen schon sein, wer sich dann unterwegs regelmäßig mit Bargeld versorgt, sollte keine Probleme bekommen seine Zeche auch zu begleichen.

Mit der Kreditkarte weltweit gebührenfrei Bargeld am Automaten

Im Wettstreit um günstige Angebote gibt es mittlerweile auch verschiedene Banken, die das Abheben mit der Kreditkarte weltweit kostenlos ermöglichen. Auch hier gilt: Ein kurzer Blick in das Angebot der jeweiligen Bank sollte vor der Reise schon getätigt werden. Allzu oft endet das kostenlos dort wo die Eurozone aufhört. Eines der langjährigen und tatsächlich funktionierenden „weltweit gebührenfrei Bargeld“ Angebote stammt von der Deutschen Kreditbank (DKB), hier gibt es zum kostenlosen Girokonto eine kostenlose VISA Kreditkarte, mit der tatsächlich weltweit Geldautomaten gebührenfrei Bargeld ausgeben.


DKB-Cash
Weltweit kostenlos Bargeld abheben

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Mai 03 2008

Nein, die Geldanlage bei uns ist absolut sicher

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Dieses Zitat stammt von Hreidar Mar Sigurdsson, dem Chef der isländischen Kaupthing Bank, welche mit KaupthingEdge aktuell den maximalen deutschen Tagesgeld-Zinssatz von 5,65% stellt. Die Frage, die zu dieser Antwort gehört wurde von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) gestellt und lautete „Also keine Gefahr für deutsche Anleger?“.

Warum sind bei Kaupthing-Edge die Zinsen so hoch?

Diese Frage stellen sich seit einigen Wochen schon immer mehr deutsche Anleger. Eine massive Werbekampagne in Wirtschaftspresse und Internet heizt die Nachfrage nach dem Kaupthingbank Tagesgeld Konto zusätzlich an, wer dann Zinsen zu vergleichen beginnt, stellt sich allerdings recht bald die Frage warum der Abstand zur Konkurrenz so deutlich ausfällt.

Die Antwort darauf ist wie bei vielen Online basierten Angeboten recht einleuchtend: Wer kaum Kosten für Personal, Beratung oder Miete aufzubringen hat und vor allem Technik und standardisierte Produkte anbietet, kann diesen Preisvorteil auch an seine Kunden weitergeben. Kaupthing, so bemerkt es Sigurdsson, ist genau so ein Anbieter. Aus dem kleinen Island stammend, ist die Kaupthing Bank in den letzten Jahren zu einem europäischen Anbieter von Finanzdienstleistungen geworden, der jetzt den Markteintritt in Deutschland mit reichlich medialer Unterstützung versucht. Dazu gehört neben einem eindrucksvollen Zinssatz eben auch eine Werbekampagne, die das Hauptargument, 5,65% Zinsen auf das Tagesgeldkonto oder auch 5,2% Zinsen auf 12-monatiges Festgeld in den Mittelpunkt stellt.

Hedge-Fonds treiben die Refinanzierungskosten in die Höhe

Dennoch, erstaunt die Antwort auf die Frage nach der Sicherheit der eigenen Einlagen. Irgendwie ist man es gewohnt, dass das eigene Geld bei einer Bank gut verwahrt ist. Die Spekulationen um Hedge-Fonds, die versuchen die isländische Krone anzugreifen und nebenbei die Refinanzierungskosten für isländische Banken enorm in die Höhe treiben werden auch nach diesem Interview anhalten – auch wenn Sigurdsson durch die aktuelle Marktsituation lediglich eine Verlangsamung des Wachstums sieht, aber überhaupt keine Gefahr für Kunden, bzw. deren Einlagen.

Wie dem auch sei, ich bin Kunde und werde es vorerst auch bleiben, mein kleines Vermögen ist auch durch den isländischen Einlagensicherungsfonds mit 20.887 Euro Haftung je Kunde bestens abgesichert.

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Mai 02 2008

girocard ersetzt ec-Karte

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Das mit Abstand beliebteste unbare Deutsche Zahlungsmittel, die ec-Karte, wird zum Auslaufmodell. Im Hinblick auf das zukünftige, europäisch einheitliche Zahlungssystem (Single Euro Payment Area, kurz SEPA genannt) beginnen Banken jetzt mit girocard die Weichen zu einer europaweiten Karten-Lösung zu stellen.

girocard soll Maestro Konkurrenz machen

Mit dem Ziel der zu MasterCard gehörenden Maestro-Card Konkurrenz zu machen und europaweit Zahlungen mit demselben System zu ermöglichen, wird mit der girocard eine kleine aber durchaus weitreichende Änderung der Zahlungsfunktionalität vorgenommen.

Während bislang bei Ausfall der Datenleitung oder auch gerne nach Willen des Händlers mit der ec-Karte ein Bezahlvorgang per Lastschrift möglich war, so wird die girocard nur noch per PIN Nummer für Bezahlvorgänge genutzt werden können. Diese Vereinheitlichung soll nach Ansicht der Banken mehr Sicherheit für den Kunden bringen, da mit gefälschter Unterschrift zukünftig kein Bezahlvorgang mehr möglich sein wird.

Vorteil oder Nachteil für Kunden?

Aus Sicht der Kunden hat diese Änderung aber vor allem hinsichtlich der Haftungsfrage weitreichende Bedeutung. Während es bei entwendeten ec-Karten bislang durchaus üblich war den Händler mit in die Haftung zu nehmen, wenn er die Unterschrift von Karte und Kunde nicht ausreichend kontrolliert hatte, so ist die Situation bei entwendeten PIN Nummern eine andere. Hier haftet der Kunde für seinen fahrlässigen Umgang mit der PIN-Nummer der ec-Karte bzw. dann girocard und muss den Schaden, der aus dem Verlust der Karte entstanden ist, folglich auch selbst tragen.

Welches System man persönlich bevorzugen würde ist in diesem Fall keinen Gedanken wert – ab sofort werden alle neuen electronic-cash-Karten mit einem girocard Logo versehen und ersetzen damit die alt bekannte eurocheque Karte. Wer künftig per Lastschrift bezahlen möchte wird also auf eine Kreditkarte zurückgreifen müssen (sofern der Händler dies akzeptiert) und landet dann eventuell auch wieder bei MasterCard / Maestro…

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Mai 01 2008

Rudi-Dutschke trifft auf Axel-Springer

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Nun haben sie es also doch geschafft – die kleine Tageszeitung taz (Die Tageszeitung) hat dem großen Axel-Springer-Konzern erst vor Ort und dann vor Gericht die eigene Meinung aufgezwungen. Der mittlerweile seit drei Jahren schwelende Streitpunkt ist dabei schnell beschrieben, im Rahmen eines ganz normalen Verwaltungsakts, sind Teile der Berliner Kochstraße in Rudi-Duschke-Straße umbenannt worden. Diese grenzt allerdings an die Axel-Springer-Straße in der der gleichnamige Medienkonzern seinen Sitz hat. Auch diese Tatsache wäre wenig beachtet, wenn nicht Rudi Dutschke in seinem Kampf für das Proletariat eben jenen Axel-Springer im Blick hatte, also die Studenten 1968 die gesellschaftliche Ordnung verändern wollten und dies auch nachhaltig schafften.

Von drei Schüssen getroffen und lebensgefährlich verletzt wurde der Student Dutschke im Jahr 1968 zu einem Symbol der Studentenbewegung. Heute noch scheiden sich die Geister ob Dutschkes Theorien die RAF Terroristen zu ihrem Handeln bewogen haben und ob Dutschke, der den Begriff des Stadtguerillas prägte, tatsächlich den bewaffneten Widerstand und Gewalt gegen die uneinsichtige Staatsmacht befürwortete und eine Mitverantwortung für Deutschen Herbst trägt.

Auch wenn diese Fragen im Rückblick eher nicht zu beantworten sein werden, wird die alte Feindschaft zwischen Dutschke und Springer bis heute gepflegt – die BILD hatte nach Ansicht vieler zur Jagd auf Dutschke aufgerufen und dadurch den Anschlag auf seine Person gefördert. Dutschke hatte zur Enteignung Springers im Sinne der Arbeiterbewegung aufgerufen und damit gewalttätige Proteste zumindest gefördert, wenn nicht sogar provoziert.

Heute, 40 Jahre danach geht die streitbare Generation der 68er in Ruhestand und arbeitet auf, wie es damals gewesen ist in diesen Jahren der tatsächlichen tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderung. Zu welchem Ergebnis man auch persönlich kommen mag, sowohl Axel Springer als Rudi Dutschke haben ihre Ideen und Standpunkte deutlich und mit allem Nachdruck vertreten, eine Eigenschaft, die dem Land und der Bevölkerung sicherlich nicht in jedem Fall gelegen kam – aber, auch diese Feststellung muss rückblickend erlaubt sein: Im Gegensatz zu der heutigen Generation hatten diese beiden eine klare Botschaft und haben für ihre Sicht der Dinge eingestanden. Eine Eigenschaft, die dem heutigen Führungspersonal in Politik und Wirtschaft leider akut abhanden gekommen ist.

Alleine schon für diese Erinnerung hat sich die Auseinandersetzung bis zur Umbennung gelohnt. Danke taz, Danke Axel-Springer-Verlag.

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