Archive for Mai, 2008

Mai 30 2008

Gute Nachrichten für Fondssparer langfristiges Sparen könnte Abgeltungssteuer frei bleiben

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Könnte Abgeltungssteuer befreit bleiben? Ja richtig, was heute innerhalb den Titel des Handelsblatt Finanzzeitung Teils zierte ist mehr oder weniger spekulativ und scheinbar doch nicht so sehr aus der Luft gegriffen, dass man nicht laut darüber spekulieren darf. So wie es aussieht haben die Vertreter der Investmentfonds Branche diverse CDU Politiker davon überzeugt, dass langfristiges Investmentfonds sparen mit dem Ziel Altersvorsorge nicht schlechter gestellt werden sollte als eine Lebensversicherung, die das gleiche Ziel erfüllen soll.

Aktienanlagen sind die renditestärkere Anlage und werden durch Abgeltungssteuer benachteiligt

Mit dem Argument die renditestärkere Anlageklasse mit der kommenden Abgeltungssteuer zu benachteiligen und somit die private Altersvorsorge der Bürger zu benachteiligen konnte die Unions-Franktion des Bundestages überzeugt werden. Da diese allerdings nicht alleine regiert, werden zu diesem Thema in der nächsten Woche Gespräche mit dem Koalitionspartner SPD angestrebt um hier eine einvernehmliche Lösung zu finden. Es scheint nur logisch die Diskussion bereits im Vorfeld öffentlich zu machen um den Zustimmungsdruck auf die SPD Fraktion zu erhöhen.

Aktienfonds erzielen durchschnittlich rund 8 Prozent Wertzuwachs pro Jahr

Dass dieses politische Ringen durchaus auch zum Vorteil der Sparer sein kann ist alleine schon in der Renditechance der beiden Anlageformen begründet. Während Lebensversicherungskunden mit einem jährlichen Wertzuwachs inklusive Bonus von 5 Prozent schon eines der besten Lebensversicherungs-Angebote genutzt haben, können sich Inhaber von Fondssparplänen über Wertzuwächse von im Schnitt etwa 8 Prozent vor Jahr (Aktienfonds Deutschland im Durchschnitt der letzten 20 Jahre, Wertzuwachs pro Jahr 8,8%; Quelle BVI Stand 16.4.08) freuen .


Deutlich mehr Rente durch Fondssparplan
Dass Fondssparpläne einen schnelleren Vermögensaufbau bei dann später höherer Rente ermöglichen verdeutlich ein einfaches Beispiel: Wer zum Beispiel 150,- Euro 35 Jahre lang in einen Aktienfondssparplan steckt und die Hälfte des Ausgabeaufschlag spart, kann sich bei 8% Wertentwicklung pro Jahr über eine stattliche Sparsumme von ca. 315.000 Euro freuen. Eine Versicherung, die jährlich im Schnitt 5% Wertzuwachs erzielt und keinen Ausgabeaufschlag berechnet, bietet mit 166.000 Euro (die Abschlusskosten sind hier nicht berücksichtigt) auch eine gute Anlage, aber eben nur knapp die Hälfte des Vermögenszuwachses von Investmentfonds. Kann also keiner sagen, dass Lobbyisten nicht manchmal auch für das eigene Wohl und das der Bürger arbeiten.

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Mai 28 2008

Tagesanleihe das Tagesgeldkonto beim Staat

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Hatte ich gesagt, dass das Tagesgeld Angebot mittlerweile zur Neukunden Gewinnung ausgereizt ist, weil die Kaupthing Bank mit Kaupthing-Edge und 5,65 % Zinsen beinahe uneinholbar in Führung gegangen ist? Das hatte ich und habe mich damit getäuscht. Nicht, dass jemand höhere Zinsen als Kaupthing bieten wolle, es ist allerdings tatsächlich ein weiterer namhafter Anbieter mit durchaus überdurchschnittlichem Zinsangebot hinzugekommen. Niemand anders als die Bundesrepublik Deutschland möchte wieder mehr Privatanleger als Kunden gewinnen. Dazu eignet sich – oh Wundern – ein gut verzinsten, täglich verfügbares Konto, geführt bei einem Anbieter bester Bonität.

So kommt es, das ab sofort unter Tagesanleihe.de jeder Geldanleger, der das möchte eine Anleihe erwerben kann, welche täglich zurückzugeben ist und deren Zinssatz sich an der Höhe des Eonia, jenem Zinssatz zu dem sich Banken gegenseitig Geld leihen, orientiert.

Dabei wird täglich eine Feststellung des Zinssatzes vorgenommen, welcher dann 0,925 Prozent des Eonia-Satzes als Zinsgutschrift erhält. In Zahlen gesprochen, der aktuell bei rund 4% liegende Zinssatz bedeutet einen Tagesgeldzins für den Tagesanleihen Besitzer von 3,7%.

Anders als bei Banken handelt es sich hierbei nicht um eine Bareinlage, sondern um eine Anleihe, also eine quasi Schuldverschreibung, die auf die Bundesrepublik Deutschland ausgestellt wird und eine entsprechend hohe Bonität aufweist.

Wer gerne in das Geschäft mit dem staatlichen Tagesgeld Alternativangebot einsteigen möchte, kann via Internet unter Tagesanleihe.de ein Konto eröffnen und dort ab einer Mindestanlage von 50 Euro Tagesanleihen erwerben. Die Kontoführung ist kostenfrei, für die daraus erzielten Erträge gilt die normale steuerliche Behandlung: Bis zum 31.12. dieses Jahres werden 30% Kapitalertragssteuer fällig, ab dem 1.1.2009 unterliegen diese Erträge aus Kapitaleinkünften der Abgeltungssteuer und werden dann pauschal mit 25% besteuert.
 

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Mai 26 2008

Skandia Rentenformel-S private Rentenversicherung mit Rendite-Kick?

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Mit Rentenformel-S stellt die Skandia Lebensversicherung AG ein neues versicherungskonzept vor, welches so einleuchtend und simpel erscheint, dass man sich schon fragen muss: Warum ist da bislang noch keiner drauf gekommen? Wahrscheinlich lautet die Antwort genauso einfach: Das machen eigentlich schon alle so, aber die geben es nicht an ihre Kunden weiter.

Skandia Rentenformel-S – Was ist neu an diesem Rentenversicherungskonzept?

Naja, alles wie immer könnte man also meinen – die Versicherungen sammeln Geld ein, und tun sich schwer beim ausschütten. Deshalb bekommt die Skandia Rentenformel-S auch einen eigenen Beitrag in diesem Weblog. Was ist also das Neue an diesem Rentenversicherungs-Konzept? Anders als bei anderen Versicherungsgesellschaften wird der spätere Rentner nicht aus dem Vermögen des Unternehmens bezahlt (deshalb ist bei Versicherungen die Bonität so wichtig) sondern erhält seine Rente aus einem eigens für Ihn erstellten Sondervermögen, was quasi einem „persönlichen Fonds“ entspricht.

Vergleichbares Risiko – höhere Rente

Das dort gelagerte Vermögen kann anders als das Versicherungsguthaben, welches aus der Versicherung entnommen wird trotz vergleichbarem Anlagerisiko deutlich besser verzinst werden. Während Versicherungskunden bislang in der Renten-Auszahlungsphase an den gesetzlichen Höchstrechnungszins von derzeit 2,25 Prozent gebunden waren, kann durch das persönliche Versicherungssondervermögen eine Verzinsung von 4 Prozent oder mehr erzielt werden. Dazu wählt Skandia Staatsanleihen erster Bonität und Garantiefonds, die eine verbesserte Performance und somit eine höhere Rentenauszahlung ermöglichen.

Ganz neu ist die Einrichtung von Sondervermögen für Versicherungs- und Vorsorgekunden nicht. Mit dem Einzug der Investmentfonds in die Riester-Renten Altersvorsorge haben auch solche Modelle ihren Einzug in die private Altersvorsorge der Deutschen gehalten. Bekannt dürfte in diesem Zusammenhang vor allem die DWS Riester-Rente Premium sein welche neben einem individuellen Vorsorge Depot auch Höchststandssicherung und Beitragsgarantie bietet. Alle diese Vorteile sind nur durch die Einrichtung individueller Vorsorge-Sondervermögen möglich.

Der Skandia Ansatz geht also absolut in die richtige Richtung und bietet Kunden des Unternehmens einen Vorteil, der gegenüber klassischen Versicherungsangeboten sehr deutlich messbar sein dürfte. Der Wettkampf um den Lebens- und Rentenversicherungskunden beginnt im Jahr 1 vor der Einführung der Abgeltungssteuer eben schon im Mai.

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Mai 24 2008

FINANZtest – Riester-Rente muss sein

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Viel ist in den letzten Monaten über das Konzept der Riester-Rente diskutiert worden. Auslöser für die allgemeine Skepsis war ein Beitrag des ARD Magazins Monitor, der offenlegte, dass Geringverdiener, die eine Riester-Rente abschließen damit lediglich im Alter die allgemeinen Sozialkassen entlasten, zu einem Vermögenszuwachs führt dies nach den Berechnung nicht, da die spätere Geringverdiener Rente ohnehin so gering ausfällt, dass (nach heutiger Betrachtung) staatliche Unterstützungszahlungen bis zum Mindesteinkommen geleistet werden.

FINANZtest rechnet und stellt fest: Riester Rente bildet die Basis der Alterseinkünfte

Als Vor- und Nachrechner ist die Stiftung Warentest mit dem eigens dafür aufgelegten Heft „FINANZtest“ zu einer Institution der Geldanlage geworden. Schon aus diesem Grund verlässt man sich dort nicht auf die Berechnungen anderer, sondern macht sich die Mühe selbst tätig zu werden. Das Ergebnis entspricht dem der seit Jahren geltenden Auffassung, von der gesetzlichen Rente kann später eigentlich niemand mehr leben. Zusätzliche Vorsorge ist notwendig und – das wird im aktuellen Beitrag des Finanztest-Heftes deutlich: Günstiger als Riester-Rente oder die Betriebliche Altersvorsorge geht es nicht. Der Anteil staatlicher Unterstützung bietet einen Mehrwert, der einfach den Vorteil gegenüber anderen von klassischen Anlagen bietet. Dabei ist es unerheblich ob es sich um Ledige, Verheiratete, ältere oder jüngere Riester-Sparer handelt, das Konzept ist tatsächlich Generationen übergreifend sinnvoll. Wer nicht vorsorgt ist quasi selbst schuld.

Rentenlücke betrifft vor allem die jetzt noch jüngeren Arbeitnehmer

Die Überlegung später keinen Vorteil durch die eigene Sparleistung zu erhalten ist bei der Betrachtung eher weniger berücksichtigt worden. Die Rentenlücke klafft ohnehin erst deutlich bei denjenigen späteren Rentnern, die jetzt noch 20 oder mehr Jahre zu arbeiten haben, bis sie das Rentenalter erreichen. Die heutige Gesetzeslage auf die Zukunft zu projizieren ist also eher ungenau – als richtig.

Eine einfache Regel sollten allerdings die Neu-Riester-Rentner berücksichtigen. Für jüngere Sparer eignen sich Investmentfonds, bzw. Riester-Renten die auf Fondssparplänen beruhen, für ältere sind aufgrund der schwankenden Wertpapiernotierungen, die sich erst über die Zeit ausgleichen, Banksparpläne die bessere Entscheidung. Eines aber ist für alle gleich: Riestern macht Sinn.

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Mai 23 2008

Gekündigte Schiffskredite

Published by admin under Geld & Vermögen

Um noch mal auf das gestrige Thema zurück zu kommen – es fehlt international an Liquidität. Privatanleger könnten davon profitieren, da sich Unternehmen immer seltener das notwendige Kapital bei Banken oder Private-Equity Kapital Gebern leihen können.

Dazu passt sogar recht gut die Überschrift „Banken kündigen Schiffskredite“ aus der Zeitschrift €uro (ehemals DM, DM-€uro bzw. €uro Finanzen). Das Segment ist attraktiv, die Frachtraten der mit diesen Krediten finanzierten Schiffe steigen in einer beeindruckenden Konstanz und dennoch können institutionelle Anbieter wie Banken, Beteiligungsfirmen oder Versicherungen nicht mehr dauerhaft die benötigten Kreditsummen bereitstellen, weil es schlicht an Liquidität im Interbankenmarkt und somit an verleihbarem Geld mangelt.

Geschlossene Schiffsbeteiligungen – Schiffsfonds

Dies könnte auch den Anlagesektor Schiffsbeteiligungen nachhaltig verändern- Während momentan ein Mix aus Eigenkapital der Anleger und Fremdkapital der Banken die Schiffsproduktion finanziert könnte der Anteil der Kapitalgeber zukünftig deutlich steigen, was mehr Unabhängigkeit von den Kreditgebenden Banken bedeuten würde, aber eben auch mit deutlich mehr Aufwand verbunden ist wenn es darum geht das notwendige Kapital einzusammeln. Nicht selten müssen mehrere zehn Millionen Euro Anlagesumme für ein solches Investment aufgebracht werden. Angesichts von Kapitalgebern, die jeweils mindestens rund 20.000 € in eine solche Beteiligung investieren wäre eine nur Anleger finanzierte Kapitalgesellschaft sicherlich denkbar, ausprobiert hat das aber noch niemand.

Dazu trägt sicherlich auch ein bisschen der schlechte Ruf der Branche mit bei. Jahrelang galten geschlossene Beteiligungen vor allem als Steuersparmodell, was eine entsprechende Klientel mit sich brachte. Nach Abschaffung weitgehender Steuervorteile sind auch Schiffsbeteiligungen zu einem ganz normalen Anlagegut geworden, aber so recht verinnerlicht haben das – aus meiner Sicht – noch nicht einmal die Verkäufer solcher Beteiligungen. Wie sonst könnte es sein, dass das ganz offen mit „Kein einziger Anleger hat dabei jemals einen Vermögensverlust erlitten!“ geworben wird. Vertrauensbildung geht halt schon irgendwie anders. Aber seis drum, Beratungskompetenz in Werbesprache zu fassen ist eben auch nicht jedermanns Sache.

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Mai 22 2008

Kreditkrise – eine Chance für Privat-Anleger?

Published by admin under Laut Nachgedacht

Der Begriff Kreditkrise ist eigentlich falsch, besser wäre – zumindest aus meiner Sicht – Banken-Selbstverständnis-Krise. Lange Jahrzehnte sorgten Banken dafür, dass Unternehmen wie auch Unternehmer über ausreichend finanzielle Mittel verfügten um Investitionsvorhaben mehren zu können und dadurch den geschuldeten Geldbetrag inklusive Zinsen an die Bank zurück zahlen können. Das dabei entstehende Risiko gab die Bank in Form einer sich verändernden Zinshöhe an Kunden bzw. Schuldner weiter.

Kreditvergabe kein Kerngeschäftsfeld mehr?

Schaut man sich den Wirtschaftszweig Banken heute an, gewinnt man zwangläufig den Eindruck, dass die Kreditvergabe eigentlich nicht mehr zu den Kernkompetenzen gehört. Nicht nur kleinere Banken haben aufgegeben eigene Kredit zu verkaufen, auch größere Institute nutzen das Know-How der Konkurrenz um eigenen Kunden günstige Konditionen anzubieten und beinahe risikolos ein paar Prozente an der Kreditsumme zu verdienen.

Einen wesentlichen Beitrag zum Betriebsergebnis leisten mittlerweile die eigenen Handelsaktivitäten an der Börse und nicht selten – der Verkauf von Anlage- oder Versicherungsprodukten, die zwar aktuelle wie auch zukünftige Risiken abdecken mögen, aber leider jeglichen Spielraum für die Innovation und Investition des Geldgebers einschränken.

Kurzum: Die ohnehin vielfach gering ausgeprägte Deutsche „Mut zum Risiko“-Motivation wird zusätzlich durch Risikovermeidung der Banken gedämpft.

Unglücklicherweise bekommen Banken im Zuge der US-Hypotheken Krise zurzeit nicht mehr in dem Umfang Liquidität, wie noch vor ein paar Monaten. Wer bislang also auf einen günstigen Kredit vermittelt durch die Hausbank hoffen durfte, der wird zukünftig erhebliche Probleme haben einen günstigen Kreditgeber zu finden.

Wer profitiert von der aktuellen Situation?

Interessanterweise könnten die Profiteure dieser Situation „Innovation“ und „Rendite“ heißen. Mangels Kreditvergabemöglichkeiten und mittlerweile vielfach mangelnder Kompetenz bieten Banken keine Lösungen – es müssen also andere Geldgeber gefunden werden, die sich auf das Risiko einlassen möchten eine Unternehmung zu finanzieren. Dieser eigentlich der Private-Equity Branche vorbehaltene Wirtschaftsteil hat den Nachteil, dass auch diese Geldgeber unmittelbar von der Kreditvergabe der Banken abhängig sind.

Es könnte also dazu kommen, dass sich private Investorenpools finden um das Risiko auf entsprechend viele Geldgeber zu verteilen – wie dies z.B. bei Smava.de mit Konsumentenkrediten passiert – oder aber der fast schon tot geglaubte Wirtschaftsbereich geschlossene Fonds wieder an Bedeutung gewinnt. Hier werden einzelne Unternehmungen oder Projekte mit Hilfe der finanziellen Beteiligung vermögender Privatleute finanziert und realisiert.

Der Ausfall der Kredit gebenden Banken könnte also durch eine größere Beteiligung einzelner Anleger kompensiert werden sofern es hier zu vernünftigen Lösungsansätzen kommt. Aus der Krise entwächst demnach eine Chance – ob diese genutzt werden kann hängt auch von der Risikobereitschaft des einzelnen ab. Aber vielleicht ist sie ja gekommen, die Zeit von Innovation und Risikobereitschaft.

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Mai 21 2008

Gefühlter Reichtum

Published by admin under Laut Nachgedacht

Trotz der Bilder aus den Katastrophengebieten in Myanmar und China ist die Spendenbereitschaft der Deutschen erstaunlich gering. Zuwenige Bilder sind aus dem Krisengebiet in Birma (Myanmar) bislang an die Öffentlichkeit gelangt, als das das wahre Ausmaß der Katastrophe tatsächlich greifbar geworden ist, mutmaßen die Einen. Die Leute haben einfach für sich selbst nicht genug Geld zum Leben vermuten die anderen.

Welche Einschätzung auch richtiger sein mag ist fast nebensächlich angesichts der Tatsache, dass enorme Anstrengungen unternommen werden die Hilfe tatsächlich dorthin zu bringen, wo sie benötigt wird. Dass das Geld kostet ist jedem klar, wie die Spendenmüdigkeit überwunden werden kann allerdings weniger. Eine wie ich finde charmante Idee hat sich die Hilfsorganisation CARE mit der GlobalRichList von der Londoner Kreativ Agentur Poke bauen lassen. Mittels der einfachen Eingabe des eigenen Jahreseinkommens erfährt man wie reich oder arm man tatsächlich ist. So simpel der Test ist, so positiv das Gefühl, welches er vermittelt. Selbst mit einem für Deutsche Verhältnisse bescheidenen Verdienst von 20.000 Euro gehört man zu den 10% reichsten Menschen der Weltbevölkerung, wer über ein Jahreseinkommen von 37.761 Euro oder mehr verfügt darf sich sogar glücklich schätzen zu dem 1% der reichsten Menschen der Weltbevölkerung zu gehören.

Derart eingestimmt leitet diese Information den User direkt auf die nächste über – Du bist reich. So reich, dass Du problemlos anderen etwas abgeben kannst. Spende nur den Gegenwert einer Stunde Deiner Zeit im Gegenwert von soundsoviel USD und Du hilfst z.B. in Mittelamerika.

Wer sich dann weiter durchklickt kann per Kreditkarte und Eingabe seiner persönlichen Daten einen beliebigen Betrag ab einem Britischen Pfund (aktuell ca. 1,30 Euro) an die Hilfsorganisation spenden. Binnen Minuten ist die Spende aufgegeben und das Gefühl reich zu sein auch wieder verschwunden. Was der Test leider nicht berücksichtigt sind die eigenen Lebenshaltungskosten, die eben schon dem höheren Einkommen entsprechend teurer sind. Macht aber nix: Gute Ideen verdienen es unterstützt zu werden. Ganz besonders dann, wenn Hilfsorganisationen tatsächlich akuten Finanzbedarf für eine Katastrophe haben.

Wer für Birma spenden möchte und eher eine deutsche Hilfsorganisation unterstützen möchte, könnte dies zum Beispiel mit LandsAid tun. Dort setzt man auch ganz konventionell auf Überweisungen und Lastschrifteinzugverfahren um Menschen in Not zu helfen.

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Mai 17 2008

1 Millionen DKB-Plus-Punkte für den 1-millionsten Kunden

Published by admin under Geld & Vermögen

Lange Zeit galt das kostenlose Girokonto der DKB Bank als die optimale Lösung für günstige Bankgeschäfte. Hohe Verzinsung, keine Kosten und die VISA-Card kostenfrei oben auf. Das hat sich ein bisschen geändert, seitdem immer mehr Banken werblichen Wert eines kostenlosen Girokontos entdeckt haben und ebenfalls gebührenfrei Konten anbieten.

Vorreiter DKB Cash Konto

So konsequent wie die Tochter der Bayerischen Landesbank das Kostenlose seit Jahren praktiziert, so alleine steht sie heute noch mit diesem Angebot. Nur der Abstand zu den Mitbewerbern ist kleiner geworden. Ein kostenloses Girokonto ohne monatlichen Geldeingang bieten mittlerweile auch andere Banken, legen eine Kreditkarte dazu und unterscheiden sich dann teils nur noch in der Höhe der Guthabenzinsen (DKB aktuell 3,8% auf dem VISA Verrechnungskonto), den Dispozins (DKB Aktuell 7,9%) oder die Möglichkeit der weltweiten gebührenfreien Bargeldverfügbarkeit am Automaten (DKB bietet das tatsächlich für alle Länder und alle Währungen).

1 Mio. Bonus-Punkte für den 1 Millionsten Kunden

Auch wenn es keinen aktuellen Girokonten FINANZtest Vergleich gibt, darf angenommen werden, dass das DKB Cash-Konto nach wie vor ein wirkliches gutes All-Round-Konto Angebot für Angestellte und Freiberufler ist. Schon deshalb kann man uneingeschränkt feststellen, dass man dieses Konto ruhigen Gewissens eröffnen kann, ob man es aktiv nutzen möchte oder nicht ist da eine andere Frage, die aber eigentlich nicht beantwortet werden muss, da keine regelmäßigen Geldeingänge auf das Konto notwendig sind.

Wer also bisher noch auf eine gute Gelegenheit gewartet hat ein DKB Cash-Konto zu eröffnen, kann dies jetzt mit der Hoffnung auf 1 Mio. DKB-Plus-Punkte verbinden, die gegen Flüge, Reisen, Tickets und andere schöne Freizeitgestaltungsmöglichkeiten eingetauscht werden können.

Wann der 1-millionste Kunde gefunden ist, ist abhängig von der Schnelligkeit des Wachstums der DKB Kundschaft. Nach Angaben der DKB Verantwortlichen kann es sich aber ab dem 16. Mai nur um ein paar Tage handeln, bis das große die, die erste Millionen Kunden erreicht ist.

DKB Cash Konto eröffnen


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Mai 16 2008

Geldanlage Lebensmittel?

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Während Kanzlerin Angela Merkel auf Südamerikatour ist und dort an die Regierungen appelliert die Urwald-Rodungen einzuschränken, das Klima besser zu schützen und weniger Nahrungsmittel für die Spritproduktion zu nutzen werden hierzulande Rohstoffe weiter als das Investment der nahen Zukunft angesehen.

In einer aktuellen Empfehlung eines Anleger Magazins findet sich zum Beispiel der Hinweis auf ein Reis Quanto Open End Zertifikat (ISIN DE000AA0ZCT0) dem eine Kurssteigerung von rund 50% zugetraut wird, da das Papier ein attraktives Chance/Risiko-Verhältnis aufweise.

Verstädterung und steigender Wohlstand verschärfen die Situation

Was im Investoren Deutsch nach einer guten Gelegenheit klingt könnte auch als Vorbote einer weltweiten Hungersnot zu deuten sein. Bereits seit Monaten ziehen vor allem in Entwicklungsländern protestierende Menschenmassen durch die Städte und fordern ihre Regierungen auf der Preissteigerung Einhalt zu gebieten. Nahrungsmittel werden für die Ärmsten immer mehr zum Luxusgut. Vor allem in den aufstrebenden asiatischen Märkten hat die zunehmende Verstädterung dazu geführt, dass viele frühere Selbstversorger jetzt auch auf die Lieferung der Supermärkte und Basare angewiesen sind. Weniger Produktion verursacht durch Klimawandel, verlorene Anbauflächen und bei zugleich verstärkter Nachfrage aufgrund des steigenden Wohlstands sind das Szenario aus dem Investoren-Träume zu Verbraucher Alpträumen werden.

Nach einer Lösung für dieses Dilemma wird weltweit fieberhaft gesucht, die Aussichten auf einen Lösungsweg sind, wenn man den Verantwortlichen bei UNO und verschiedenen Hilfsorganisationen Glauben schenken will, knapp über Null.

Ist es vertretbar auf Nahrungsmittelpreise zu spekulieren und diese damit für die Ärmsten unerschwinglich zu machen?

Kurz nachgedacht muss man zu dem Entschluss kommen – nein, das ist es nicht. Schon aus purem Selbstschutz sollte den wohlhabenden Nationen daran gelegen sein allen Menschen den Zugang zu bezahlbaren Lebensmitteln zu ermöglichen, will man keinen globalen Aufstand provozieren. Traurigerweise sind Menschen selten derart vorausschauend veranlagt, dass sie Gefahren akzeptieren und rechtzeitig genug handeln um zumindest die Schlimmsten Auswirkungen zu vermeiden.

So wird der Rohstoff Boom möglicherweise enden wie die US Hypothekenkrise, wenn niemand mehr die Kosten tragen kann, bricht der Markt wie ein Kartenhaus zusammen. Das Schlimme daran ist, in diesem Fall sind es keine Banken die in die Knie gehen, sondern Menschen, die sich selbst Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten können. Arme globalisierte Welt, ist sie genauso weit wie 1776 als der Wohlstand der Nationen erstmals in Worte gefasst wurde.

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Mai 15 2008

Fimatex wird zu OnVista Bank

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Na so was. Da schaut man kurz bei OnVista vorbei was der DAX gestern so gemacht hat und fällt als unbedarfter Nutzer über den neuen Button Onvista-Bank in der Navigation. Einen Klick später weiß man Bescheid „Aus fimatex wird OnVista Bank, das bedeutet: “Top-Online Brokerage von fimatex und Top-Finanzinformationen von OnVista exklusiv für Sie”.

OnVista startet durch als Informationsportal und Bank aus einer Hand

Bereits vor einigen Monaten hatte die die Boursorama S.A. an Deutschlands bekanntestem (und auch größten?) Finanzportal beteiligt – warum und wieso wurde zwar eifrig spekuliert, dass jemand auf den Gedanken gekommen wäre, das Fimatex in OnVista aufgeht, daran kann ich mich nicht erinnern. Aber gut, sinnvoll erscheint die Lösung auf alle Fälle, OnVista bietet die passende Media Reichweite und die Möglichkeit über diese jene fachlich versierte Klientel direkt anzusprechen die potentiell bei Fimatex Kunde werden kann und sicherlich jetzt auch verstärkt werden soll. Dass dabei der Markenname Fimatex zu Gunsten der OnVista Bank aufgegeben wird ist allerdings ebenso erstaunlich wie konsequent.

Kampfansage an die Direktbanken?

Die Ausrichtung der neuen Bank scheint dabei unmissverständlich als Kampfansage an die Direktbanken und Discountbroker gerichtet. Eine Flat-Rate von 4,70 Euro bei außerbörslichem Lang & Schwarz Handel oder 4,49 Euro für den Xetra-Handel sind ein deutliches Signal an die Mitbewerber, dass im den Kampf um den aufgeklärten Internetkunden ein neuen Wettbewerber eingestiegen ist, der sich seiner Marktposition bewusst ist.

Spektakulär mutet dabei vor allem die Zusammenführung der Fimatex und OnVista Datenbanken an. Es scheint, als hätte man daraus einen gemeinsamen Datenpool gebildet, der allen bisherigen My.OnVista Usern den Zugriff auf die weiteren Dienstleistungen von ex-Fimatex ermöglichen würde. Von dort bis zu einer Depoteinrichtung und aktiven Trades wird der Aufwand OnVista User zu OnVista-Bank Kunden zu machen deutlich kürzer sein als bei der Gewinnung eines „herkömmlichen“ Direktbank Kunden.

Mit der OnVista-Bank ist der erste „nur“ Datenlieferant in das Bankgeschäft eingestiegen und kehrt das bisherige Modell, dass gestandene Banken als zusätzlich Serviceleistung Anlagedaten zur Verfügung stellen ins Gegenteil.

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