Jan
31
2008
Girokonten kostenlos anzubieten setzt sich immer mehr durch. Kein Wunder also, dass der Kunde zwischen der Vielzahl von kostenlosen Angeboten erst den Überblick und dann die Lust verliert das jeweils Kleingedruckte zu lesen um die vielleicht nicht ganz kostenlosen Bestandteile eines Girokonto Angebots miteinander zu vergleichen.
Alleinstellungsmerkmale bei kostenlosen Girokonten
Erst waren es nur ec- und Kredit-Karte, die Kunden eines solchen kostenlosen Kontos mitgegeben wurden, als dieses Thema von zu vielen Anbietern besetzt wurde, gaben einige (nicht alle!) Banken auch die Spesen für Auslandsbargeldabhebungen auf. Der Slogan „Weltweit kostenlos Bargeld“ lässt bei vielen Bankkunden mittlerweile das DKB Logo in Gedanken aufleuchten, die Konditionierung hat funktioniert, der Kunde hat seine Lektion gelernt.
Dispokredit zinsfrei
An welcher Stelle kann aber ein kostenloses Konto noch günstiger werden? Die Frage hat man sich bei der SEB gestellt und mit dem SEB GiroStar Konto beantwortet: Der Dispositionszins entfällt. Dieser „Dispo“ wie er oft bezeichnet wird erlaubt es ein Konto zu überziehen und sich somit kurzfristig mehr Liquidität zu verschaffen, als man als Kunde eigentlich hat. Gerade an dieser Stelle verdienen viele Banken Geld – nimmt man zum Beispiel die für Ihr hoch verzinstes Tagesgeld Konto (z. Zt. 6% Guthabenzinsen) bekannte Advanzia Bank so lässt einen der Blick auf den zur Kreditkarte der Advanzia Bank gehörenden Dispozinssatz erschaudern. Mit Sollzinsen in der Höhe von 25,9% p.a. (Effektivzins) erklärt sich leicht, wie ein Tagesgeldkonto mit 6% Zinsen rentabel werden kann. Es muss nur genug Kunden geben, die ab und zu nicht rechtzeitig daran denken ihr Konto auszugleichen.
Für alle diese Bankkunden wäre das SEB Angebot also tatsächlich bares Geld wert, ohne dass sie auf etwas verzichten müssen – Kreditkarte, ec-Karte, Guthabenzins und (Dispositions-) Sollzins sind ein rundum kundenfreundliches Angebot. Wie so viele dieser „kostenlos“ Angebote hat allerdings auch GiroStar einen Haken – dieses Konto bekommt nur wer monatlich einen Geldeingang von mindestens 1.250 Euro und eine entsprechend gute Bonität vorweisen kann.
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Jan
30
2008
Die tiefsten Tiefpreise scheinen auf dem Mobilfunkmarkt noch nicht erreicht. Nachdem vor wenigen Tagen Anbieter Simply seine Preisgestaltung neu geordnet hatte, legt jetzt die Telefonica Tochter Fonic (mit Bruce Darnell als Testimonial) nach und verringert die Minutenpreise um fast 10% von 9,9 Cent die Minute auf nur noch 9 Cent / Minute. Die Preise gelten aus dem O2 Netz in das Deutsche Festnetznetz sowie alle anderen Handynetze. Auch für den SMS-Versand werden ab übermorgen die Preise gesenkt, auch hier wird eine Reduzierung von 9,9 Cent auf 9 Cent je SMS-Versand vorgenommen.
Fonic bietet Handyverträge ausschließlich im Prepaid Verfahren an, Bestandskunden, die über ein Guthaben bei Fonic verfügen, können somit von der Preissenkung sofort profitieren, sie bezahlen künftig ganz einfach weniger.
Auch zukünftig fallen weder Grundgebühr und Mindestumsatz an, lediglich das Starterpaket mit einer Fonic SIM-Card kostet 9,99 Euro, ist dann aber – was vielleicht auch für UMTS User interessant ist, sowohl für den Telefon, als auch für den Datentransfer geeignet. Je MB Datentransfer müssen aktuell 24 Cent bezahlt werden. Kein Superschnäppchen, aber angesichts der nicht vorhandenen Grundgebühr ergeben sich für wenig Nutzer gegenüber üblichen Datentransfertarifen definitiv Einsparmöglichkeiten.
Wo kauft man einen solchen Fonic Vertrag? Online bei Fonic.de oder aber bei Lidl, wenn man möchte.
Jan
29
2008
Damals, als der Internetuser noch glaubte es gäbe in den wwweiten keine Urheberrechte und er würde ohnehin nicht erwischt, wenn es sie doch gäbe und er sie missachtete, damals rund um das Jahr 2000 war die große Zeit Napsters. Dort konnte jeder, der in der Lage war eine stabile Internetverbindung mit ausreichendem und vor allem bezahlbarem Datenvolumen aufzubieten, Musik aus dem Internet laden – völlig kostenlos, völlig illegal.
Aus irgendwelchen schon damals schwer nachvollziehbaren Gründen hat ausgerechnet die für Bücher- und Medienvertrieb bekannte Bertelsmann Gruppe das Unternehmen Napster erworben und geriet damit inmitten der Auseinandersetzung um die musikalischen Urheberrechte. Als diese Fragen geklärt, die letzten Anwälte bezahlt und der Rauch sich verzogen hatte, waren die Nutzer weiter gezogen. Peer-2-peer brauchte kein Napster und kein Shawn Fanning, aber so ist es oft, die Ideengeber haben den meisten Ärger und den kleinsten Nutzen. Große Brüder von kleinen Schwestern kennen das.
Aber zurück zum Thema – Napster heißt jetzt Qtrax. Der alte Traum vom kostenlosen Download wurde wiederbelebt, diesmal allerdings unter der offiziellen Erlaubnis der großen Plattengesellschaften (EMI, SonyBMG, Universal Music Group und Warner Music Group). Wie zu den Anfängen kann jeder Internet Nutzer seine eigene MP3s auf das Portal hochladen und gegen andere tauschen. Als Service steuert Qtrax einen Virenscan bei, damit der Genuss der getauschten Dateien auch garantiert virenfrei erfolgen kann.
Womit verdient Qtrax Geld?
Ganz banal mit Werbung. Die Einnahmen werden unter den betroffenen Plattenfirmen. Künstlern und Verlagen aufgeteilt, darüber hinaus fallen keine Kosten an. Es sieht ein bisschen so aus, als hätte sich die Branche beschlossen an Dingen, die sie nicht ändern kann wenigstens auch Geld zu verdienen.
Das Interesse an Qtrax hat übrigens den Server über seine Belastungsgrenzen strapaziert, außer einer kurzen Einleitung und ein paar Grundinformationen zur Funktionalität ist nicht viel zu sehen. Wer dennoch Musik kostenlos aus dem Netz beziehen möchte kann das z.B. auch bei Deezer tun, hier muss noch nicht mal ein Titel hochgeladen werden, die gefundenen Stück laufen als Datenstream.
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Jan
28
2008
Wer bislang MP3 aus dem Internet beziehen wollte, landete früher oder später bei Apple. Zum einen gibt es dort eine entsprechend große Musikauswahl, zum anderen können die MP3 Player von Apple eben am besten mit Apple. Wer schon nicht die Auswahl hat, der war zumindest cool – den im Gegensatz zu den meisten MP3 Playern ist der Apple iPod eben auch ein Statussymbol von enormem design-technischem Gewicht.
Apples Vormachtstellung gerät in Gefahr
Mit der Marktführerschaft könnte es bald vorbei sein. Wie Amazon per Pressemitteilung bekannt gab wird das bislang nur in den USA betriebene MP3 Kaufportal jetzt in weiteren Ländern etabliert. Welche Länder das sind und um welchen Zeitraum es sich dabei bin zur Markteinführung handelt ist der Meldung nicht zu entnehmen, wohl aber dass die Amazon MP3s auch auf Apple Geräten abspielbar sein werden, dass die Auswahl mit 3,3 Mio. Songs deutlich größer ist als die von Apple iTunes und – sicherlich das gewichtigste Argument: Amazons Verkaufspreise werden maximal auf dem Niveau von Apple liegen, billiger geht’s allerdings auch.
Erstaunlich ist das Tempo, mit dem Amazon diesen Markt für sich erschließen kann. Kaum sechs Monate nach Start des Amazon MP3 Portals, steht jetzt der internationale Ausbau an, es scheint, als hätte Apple tatsächlich Konkurrenz zu fürchten und Amazon durch seine enorme Online-Käufer Reichweite einen Vorteil, der trotz des vergleichsweise späten Starts Amazon direkt auf die Überholspur in Sachen Musikverkauf via Download katapultiert.
Jan
27
2008
Bei manchen Informationen fragt manv sich schon, ob der Autor damit einen erfolg melden möchte oder das eigene Scheitern nett verpacken möchte. Wie verschiedentlich zu lesen ist, hat Philipp Humm, Managing Director der T-Mobile Germany via Intranet die Zahl von 70.000 Neuverträgen mit dem Apple iPhone verkündet. Angesichts des werblichen Aufwands und der Kosten für die Exklusivität dieses Telefons stellt sich dem unbedarften Leser doch die Frage nach dem wirtschaftlichen Nutzen dieses Engagements.
Ein Drittel der iPhone-Kunden haben sich für den 89 Euro teuren Premiumvertrag entschieden und saugen enorme Datenmengen mit dem Handy aus dem Internet. Die Nutzung des Datentarifs liege somit um das 30-fache höher als angenommen und zeigt was genau? Dass es entsprechend weniger Festnetzkunden gibt, weil jetzt keine Notwendigkeit mehr für einen T-Online Vertrag besteht? Oder etwa, dass die Telekom Geld verliert, weil sie deutlich mehr Datenkapazitäten zur Verfügung stellen muss, als angenommen? Oder hat sich mit dem iPhone doch ein neuer Nutzertyp gefunden, ist das Tor zum multimedialen Superkunden jetzt geöffnet?
Kurz nachgerechnet: 50% Prozent der Kunden sind Neukunden, d.h. T-Mobile hat es binnen drei Monaten (Start war der 9. November 2007) geschafft von einem Drittel, d.h. 21.000 rund 10.500 Neukunden zu zählen, die jeweils 89,- Euro pro Monat als Premiumkunden zahlen.
Jan
25
2008
Ja Mensch, was ist denn da los. Eine Wiesbadener Nichtraucherinitiative lässt gegen den Altbundeskanzler und dessen Frau wegen Körperverletzung ermitteln. Wirkt kurios und ist eine Nebenwirkung der gelebten Demokratie, wo ein Mensch bedroht, ein Gesetz verletzt, da muss auch ermittelt werden.
Wie muss sich das wohl anfühlen über Jahrzehnte hinweg eine Nichtraucher Initiative zu führen von der praktisch so gut wie niemand Notiz nimmt und dann plötzlich den großen PR Treffer mit einem rauchenden Helmut Schmidt zu landen?
Überraschend? Vielleicht. Genugtuung? Vielleicht auch. Alt-Kanzler Helmut Schmidt und Ehefrau Loki haben es geschafft einer kleinen, in Wiesbaden verwurzelten, Nichtraucherinitiative bundesweit Gehör zu verschaffen. Dabei mussten sich nichts anderes tun als sonst, sie waren einfach Gäste im Theater „Winterhuder Fährhaus“ um dort dem traditionellen Neujahrspunsch beizuwohnen. Während sie dem Programm folgten und eine Zigarette rauchten – was allerdings seit 1. Januar 2008 auch in Hamburg nicht mehr erlaubt ist – geschah es. Ein unvorsichtiger Bildreporter macht ein Foto des qualmenden Ehepaars, die Redaktion brachte es in die Medien und der Tatbestand war nicht mehr zu leugnen.
Auch wenn Wiesbaden weit weg ist, sich keiner der 500 Gäste über den Qualm beschwert hat, der Beklagte mittlerweile 89 Jahre alt ist und somit auch ein klein bisschen mehr Nachsicht genießen dürfte als ein 39-Jähriger, reichte es den Verantwortlichen der Nichtraucherinitiative Wiesbaden. Sie zeigten Helmut und Loki Schmidt wegen Körperverletzung an und den verantwortlichen Theaterchef gleich mit, weil er gegen die gesetzlichen Vorschriften verstoßen hat und mit zu Verfügungsstellung des Aschenbechers diese Körperverletzung aktiv unterstützt hat.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat entsprechend der Anzeige ein Ermittlungsverfahren eröffnet um den Sachverhalt zu prüfen. Angesichts zahlreicher Pressefotos und rund 500 zeugen sollte das nicht weiter schwierig sein. Gemäß einer Auskunft der Staatsanwaltschaft steht das Verfahren aus diesem Grund auch kurz vor seinem Abschluss, entgegen der Anzeige konnte aber der Tatbestand der Körperverletzung nicht bestätigt werden. Das Verfahren wird entsprechend eingestellt.
Auch das ist gelebte Demokratie – Gesetze so anzuwenden wie sie gemeint sind und sich als Gesetzeshüter nicht vor jeden Karren einer nach Öffentlichkeit heischenden, weit entfernten und nicht betroffenen Initiative spannen zu lassen.
Jan
23
2008
Während sich die (Schön-)Geister scheiden ob ein Qbowl oder das iPhone das bessere Mobiltelefon ist und gerne auch ein paar Euros mehr als die Meisten für das perfekte Telefon ausgeben würden, eröffnen der T-Mobil-Reseller Simply eine neue Preisrunde im „günstig telefonieren“ Preissegment.
Keine Mindestvertragslaufzeit, keine Grundgebühr – kein Mindestumsatz
Auf den ersten Blick ist der „simply easy“ Tarif des SMS-Hassers Traum. Während für einen SMS mit 15 Cent je SMS vergleichsweise viel Geld zu berappen ist, kostet die Gesprächsminute lediglich 8,5 Cent/Min. in alle deutschen Netzen (d.h. Inlandsverbindungen ohne Sonderrufnummern, Daten und Rufumleitungen). Von simply zu simply Kunden wird es zusätzlich günstiger, dann werden lediglich 3 Cent Gesprächsgebühren je Minute fällig.
Aus Wenigtelefonierer Sicht eventuell besonders interessant: Der Tarif beinhaltet weder eine Grundgebühr noch eine Mindestvertragslaufzeit oder einen Mindestumsatz. Die Gesprächsminuten können sowohl im Prepaid Verfahren, als auch per Rechnung bezahlt werden.
Wer noch kein Handy besitzt kann sich zusätzlich ab 1,63 Euro – bzw. politisch korrekt ab 2,46 Euro – monatlich ein nicht Nokia Handy dazu auswählen.
Jan
22
2008
Also ich weiß ja nicht, aber bis vor ein paar Tagen verbreiteten Politiker aller Couleur eine ungewohnt positive Stimmungslage ob der wunderbar niedrigen Arbeitslosenzahlen und der guten deutschen Konjunktur. Irgendeiner muss aber vergessen haben den Aktienbesitzern von der Situation zu berichten, wie sonst kann der Deutsche Aktienindex binnen eines Handelstages 7 Prozent Wertverlust erleiden?
Nein, es hat die deutschen nicht alleine getroffen, es begann gestern Morgen bereits in Asien, dort verloren zunächst der Hang Seng Index -5,49 Prozent und der Nikkei 225 Index -3,86 Prozent. Pünktlich zum Börsenstart wartete die West LB mit einem neuen Milliardenloch in der Kasse auf, was die Talfahrt beschleunigte. Das DAX Ergebnis von -7,16 Prozent wurden nur noch von Euro Stoxx 50 (-7,31 Prozent) und TecDax mit -8,46 Prozent übertroffen.
RWE bohrt nach Öl im Wattenmeer?
Derart deprimiert macht man sich auf die Suche nach positiven Nachrichten – so wirklich gute Stimmung will angesichts Nachrichten wie: Die Rundfunkgebühren sollen der Inflation angemessen um rund 5,5 Prozent (?!) angehoben werden; jeder achte deutsche Bürger ist nach einer EU Untersuchung von Armut bedroht (persönliches Jahreseinkommen von unterhalb 9.370 Euro); den gesetzlichen Krankenkassen fällt just in diesen Stunden auf, dass sie vergessen haben ein paar Milliarden für die Altersabsicherung der eigenen Mitarbeiter zurückzulegen; RWE plant Erdölbohrungen im Nationalpark Wattenmeer vornehmen – allerdings nicht aufkommen.
Ist es tatsächlich der Tag der Zäsur gewesen, ist die Party ist mal wieder vorbei? Die Antwort wird sicherlich ein bisschen auf sich warten lassen, eines scheint aber deutlich: Zwischen Abschwung und Aufschwung führt ab sofort ein schmaler Grat.
Jan
21
2008
Um den deutschen Privatkunden buhlen mittlerweile eine Vielzahl von On- und Offline Geldinstituten aus dem In- und Ausland. Wer bei Zinshöhe und Kostentiefe die Nase vorne hat, wechselt dabei in regelmäßigen Abständen, von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen. Eine dieser Ausnahmen ist die DKB (Deutsche Kredit Bank).
Geld abheben ist, wie gestern in der WamS zu lesen war tatsächlich kostenlos, da entspricht die DKB Werbung den Tatsachen. Ein kleiner Blick in das Preis- und Leistungsverzeichnis zeigt aber auch hier Schwächen in der Formulierung auf, aktuell 3,8 Prozent Guthabenzinsen werden nicht auf das Girokonto
DKB-Cash, sondern auf das VISA Kreditkarten Konto gewährt. Ein kleiner Unterschied, der dem einen oder anderen Kontoinhaber sicherlich nicht ganz gegenwärtig sein wird.
Wer genau ist eigentlich die SKG Bank?
Aber zurück zum Vergleich der Welt am Sonntag. Hier fand sich mit der SKG Bank ein zumindest mir bislang nicht all zu geläufiges Institut. Die Internetseite skgbank.de weist auf die Herkunft als Tochter der Saar LB (Landesbank Saar) hin, die zu immerhin 75 Prozent der Bayerischen Landesbank gehört. Damit ist die SKG Bank in guter Gesellschaft, die DKB befindet sich in der gleichen Situation, scheint aber vollständig im Besitz der der Bayerischen LB zu sein, wie das Kurzportrait „Tochterunternehmen der BayernLB“ verrät.
Das Angebot beider Töchter scheint annähernd deckungsgleich zu sein, selbst die Kringel-Schwung Kennzeichnung, welche auf das kostenlose SKG-Cash Konto „0,- Euro“ hinweist, sieht der DKB Variante erstaunlich ähnlich. Lediglich bei Kundenauswahl finden sich Unterschiede, während die DKB seit einiger Zeit auch Freiberuflern und Selbständigen die Kontoeröffnung ermöglich, schließt SKG Bank dies in den Bedingungen aus. Nur wer regelmäßiges Einkommen nachweisen kann, kann hier Kunde werden.
Bleibt die Frage wie lange sich die Bayern LB noch zwei Töchter mit identischem Angebot leisten möchte. Angesichts des werblichen Aufwands auch und vor allem im Sportsponsoring der DKB scheinen die Zukunftsaussichten in Hauptstadt rosiger als im Südwesten. Den Kunden kann das nahezu egal sein, die Angebote beider Banken sind nicht nur gut, sondern sogar deutlich besser als das vieler Mitbewerber.
Jan
20
2008
Der Slogan „Weltweit kostenlos Bargeld“ haben mittlerweile viele Banken in eigene Werbebotschaft integriert. Die Welt am Sonntag hat den Praxistest gemacht und stellt dabei erstaunliches fest: Nur drei von mehr als einem Dutzend Banken halten dieses Versprechen auch. So richtig weit ins Ausland musste die Redaktion dabei gar nicht reisen, kurz hinter der schweizer Grenze wurde ein Geldautomat ausgewählt, der jeweils 600 Schweizer Franken auswerfen durfte.
Als tatsächlich kostenlos erwiesen sich in Test-Vergleich lediglich die VISA Card von DKB (Deutsche Kredit Bank) und Comdirect, so wie die Mastercard der SKG Bank (eine Tochter der SAAR LB). Alle drei Banken belasteten für die Bargeldabhebung mit Summen zwischen 359,74 Euro (DKB) und 360,94 Euro (SKG Bank) annähernd gleiche Kosten. Der Unterschied ergab sich jeweils durch die marginal unterschiedlichen Wechselkurse von Schweizer Franken zu Euro.
Alles andere als eine kostenlose Bargeldabhebung – Citibank Mastercard
Deutlich teurer und damit mit Abstand Schlusslicht im Test war die Citibank Mastercard. Hier musste der Tester mit 374,23 Euro rund 15,- Euro mehr für die Bargeldabhebung berappen als bei der
DKB . Interessanterweise wäre die Abhebung mit der Citibank EC-Karte sogar deutlich preiswerter gewesen, hier belegte die Bank mit 364,52 Euro einen Platz im vorderen Mittelfeld, was allerdings immer noch nicht als kostenlose Bargeldabhebung durchgehen kann, da 3,90 CHF Gebühren für die Abhebung fällig wurden.
Kurz nachgedacht bleibt eine Frage auch bei WamS unbeantwortet – müsste Werbung nicht auch wahr sein, wenn ja, wer kümmert sich darum, dass die grauen Schafe ihre Werbung mit dem Begriff „kostenlos“ künftig einstellen?