Archive for September, 2007

Sep 26 2007

China Construction Bank startet mit 33 Prozent Wertzuwachs

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Der chinesische Wirtschaftsboom ist seit heute um ein Kapitel reicher. Mit einem Plus von rund 33 Prozent startete die China Construction Bank in den ersten Morgen als börsennotiertes Unternehmen. Während der Internetunternehmen Sturm und Drang Phase waren solche Kursaufschläge bei Neuemissionen ebenfalls fast die Regel, allerdings handelte es sich dann nicht um Unternehmen, deren Wert bereits zum Start in die Milliarden geht.

CCB sammelt mit IPO 7,7 Mrd USD ein

Rund 7,7 Mrd. USD wurden durch diesen Börsengang der China Construction Bank eingenommen, dabei handelte es sich allerdings nur um einen kleinen Teil des tatsächlichen Börsenwerts, da der chinesische Staat nach wie vor die Mehrheit behält und ausländische Investoren wie z.B. die Bank of America, bereits vor einigen Jahren in die China Construction Bank investiert, d.h. Anteile erworben hatten. Letztere kann den 8-prozentigen Anteil den der CCB jetzt neu bewertet in die nächsten Bilanzen aufnehmen, auf rund 18,7 Mrd. USD beläuft sich aktuelle Wert der Anteile, welche von der Bank of America vor rund 2 Jahren zu einem Kaufpreis von nur etwa 3 Mrd. USD erworben wurden.

Dynamisches Wachstum hin oder her – ein bisschen “Spekulationsblasen” Stimmung kommt angesichts solcher IPO Kurssprünge auf jeden Fall auf. Allerdings erscheint es dem chinesischen Staat durchaus zuzutrauen auch das entweichen einer Spekulationsblase zu koordinieren, das Tagesgeldkonto des Staates China ist mit über 1 Billionen USD prall gefüllt und kann im Falle eines Falles sicherlich entscheidend dazu beitragen Auswirkungen zu gestalten. Zumindest könnte man es, wenn man wollte.


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Sep 25 2007

BILD Zeitungs-Ente ein Fall für PISA?

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Unbestritten ist Deutschlands auflagenstärkste Tageszeitung eine Meinungsmacht. Der Claim „Bild Dir Deine Meinung“ ist ebenso clever wie realitätsnah getextet bot am gestrigen Montag in beeindruckender Konsequenz eine Beispiel für die Unabhängigkeit der deutschen Medien. Während unbedarfte Kiosk-Besucher in großen Bild Buchstaben von Seite 1 mit einem „Netto-Skandal“ angeschrien wurden, bildeten sich landauf landab viele Journalisten Kollegen blitzschnell ebenfall eine passende Meinung.

Skandal! Deutsche verdienen so viel wir vor 20 Jahren.

Eine perfektere Anklage an wen auch immer gibt es kaum, endlich wieder ein BILD Krawall Thema, welches alle angeht. Der eine oder andere journalistisch arbeitende Mitarbeiter eines Mediums hatte sich dann auch tatsächlich die Mühe gemacht die

BILD Angaben eigenständig nachzuvollziehen. Viele Kollegen verzichteten auf den Grundsatz der Quellenüberprüfung und fingen direkt nach dem kopieren des Tatbestands an, neue passende Draufhauer zu finden. Zu welcher Uhrzeit das erste Mal aufgefallen sein könnte, dass man bei Bild einfach BRD mit Gesamtdeutschland verglichen hat und somit tatsächlich den sprichwörtlichen Bestand des Äpfel mit Birnen Vergleichs erfüllt hat ist eher nebensächlich. Interessanter ist wie viele Kollegen diese Meldung bis dahin übernommen hatten. Wer dann noch einen Stauner draufsetzen will könnte fragen: Wie konnten die BILD als Springer Presse den Mauerfall vergessen? War hier vielleicht eine weitere PISA Test Lücke auffällig geworden?Warum haben die den eigentlichen Skandal der Zahlen nicht bemerkt? Kurz nachgedacht blickt man ein bisschen genauer in die von BILD veröffentlichte „was kostet tägliches Leben“ Aufstellung, so werden ganz andere Skandale sichtbar. So sind zum Beispiel die monatlichen Ausgaben für Fitness Studios (42,68 Euro) mehr als doppelt so hoch wie die für Kultur (19,45 Euro – Theater, Kino usw.), die monatlichen Ausgaben für Maniküre / Pediküre übersteigen die Summe der Kosten für Museum + Zoo Besuche (5,92 Euro + 6,62 Euro).


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Sep 21 2007

Gute Nachrichten vom Bundesgerichtshof – Kinder Kram ist erlaubt!

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Lange ist der Streit um Kinderzeit und Kinder Kram nicht mehr so erbittert geführt worden wie in den letzten Monaten. Anders als es zu vermuten wäre, handelt es sich hierbei nicht um eine politische rechts, links, mitte grün-gelb Diskussion, sondern um ein Anliegen, welches weltweit agierende Konzerne seit geraumer Zeit entzweit.

Mangels einer gütlichen Einigung musste es richterlich und jetzt auch endgültig durch den BGH entschieden werden, wer Kinder Kram produzieren und wer Kinderzeit für sich nutzen darf. Nach Ansicht der Klägerin steht es ihr alleine zu Kinder Kram zu produzieren und Kinderzeit zu nutzen, allen anderen, die den als Marke geschützten Begriff „Kinder“ für ihre Zwecke nutzen möchten haben kein Recht dazu.

Kinder: Riegel vorgeschoben

Der von Ferrero propagierte Kinder Markenschutz fand vor dem I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs allerdings keine Kinder Friends. Dort schob man dem Kinder Markenschutz einen Riegel vor. Die Nutzung dieser Kinder Schokolade Begriffe sei nur dann durch den Markenschutz berührt, wenn die optische Anmutung an die geschützte „Kinder“ Marke von Ferrero erinnert. In der Folge wurde die Klage entsprechend abgewiesen. Bueno wird sich Haribo gedacht haben, die jetzt verspätet zum Kinder Kram ansetzen könnten, wenn sie wollten.

Wer sich jetzt fragt „Was soll der Kinder Quatsch“ muss keine Angst haben von Ferrero dafür belangt zu werden. Die Erwähnung des Wortes Kinderquatsch steht glücklicherweise nicht im Zusammenhang mit einem möglichen Konkurrenzprodukt der Ferrero Schokoladenprodukte und stellt als solches auch keine Verletzung der Markenrechte dar.

Ähnlich glücklich können sich auch Kindergärten und Kinderkrippen schätzen. Trotz dem dort Kinderzeit verbracht und Kinder Kram angestellt wird, mancherorts die Farben rot, schwarz und blau überwiegen und die Essensausgabe nicht von Ferrero Produkten dominiert wird, stellen sie keine Konkurrenz im eigentlichen Sinne dar.


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Sep 20 2007

Das Ende des Paid Content – New York Times stellt Archiv Timesselect kostenlos ins Netz

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Die Idee Inhalte kostenpflichtig abzugeben bewegt viele Medienunternehmen bereits seitdem das Internet für Privatanwender nutzbar gemacht worden ist. Abgesehen von diversen Erotikangeboten hat sich der erfolg aber nirgendwo eingestellt. Der Internetsurfer ist in dieser Hinsicht konsequent – er findet sich dort zuhauf, wo Informationen nicht nur aktuell, sondern vor allem kostenlos sind.

Einer, wenn nicht sogar der größte Profiteur dieser Situation ist Google. Durch das Adsense Netzwerk ermöglicht es jedem Betreiber einer Interseite Werbung passend zum Content, also dem Inhalt in das eigene Angebot zu integrieren. Dadurch können auch kleine Internetangebote (so wie dieses) einen Unkostenbeitrag einspielen und machen aufgrund ihrer enormen Vielfalt den herkömmlichen Medien nicht nur Konkurrenz, sondern das Leben wirklich schwer.

News York Times Archiv einziges funktionierendes Paid Content Modell

Alleine der drittgrößten amerikanischen Zeitung, der New York Times, war es bislang gelungen ein kostenpflichtiges Archiv zu betreiben, welches genug Abonnenten fand um profitabel zu arbeiten.

Mit rund 780.000 Abonnenten, von denen immerhin fast ein Viertel den vollen Preis von 49,95 USD pro Jahr bezahlten war es der New York Times gelungen hier ein „Es geht doch“ Exempel zu statuieren.

Mit der jetzt getroffenen Entscheidung das New York Times Archiv, Timesselect, welches insgesamt 92 Jahrgänge umfasst weitgehend freizugeben, erhofft man sich einen deutlich Anstieg der Einnahmen aus Werbebuchungen. lediglich bestimmte Artikel aus älteren jahrgängen, werden nach wie vor nur gegen gebühr zu erhalten sein. In diesem Fall, wird aber das herunterladen des Artiels entsprechend kostenpflichtig sein. Anstelle der bislang rund 10. Mio. USD Einnahmen aus den Bezahlabos soll ein Vielfaches durch Werbeeinnahmen erzielt werden. Angesichts der enormen Datenmenge, der Themenvielfalt und dem weltweiten Interesse an NYT Nachrichten sicherlich eine betriebswirtschaftlich richtige Entscheidung.

Inwieweit dadurch Leser vergrault werden lässt sich nur schwer voraussagen, eines ist allerdings klar – auch in Deutschland hat eines der Meinung führenden Medien konsequent auf Informationsteilung in Heft und Internet gesetzt, ohne dabei verhältnismäßig viele Käufer der Heftausgabe zu verlieren. Vielleicht kann NYT sich mal bei der Spiegel Redaktion umschauen, dort wird „es geht beides“ praktiziert, ohne dabei einen Ansehensverlust zu erleiden.


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Sep 19 2007

Apple iPhone nur bei der Telekom

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Wer in Deutschland das zurzeit coolste technische Spielzeug der Gegenwart haben möchte, wird um einen Telekomvertrag nicht herumkommen. Wie heute bekannt wurde hat die Deutsche Telekom Tochter t-mobil exklusiv den Zuschlag für Deutschland erhalten und wird damit alleiniger Anbieter des ersten Apple Mobiltelefons werden.

Mit einem Preis von 399,- Euro zzgl. T-Mobil Vertrag werden die Geräte ab November in den Handel kommen. Nicht nur die Exklusivität des Vertriebs, auch das Kostenmodell ist einmalig auf dem deutschen Markt, anstelle der üblichen Subventionierung des Handys zu Gunsten des Kunden, wird es hier einen Festpreis geben, an dem – das ist das zweite Novum Apple mitverdient. Wer also ein Apple iPhone erwirbt kann sich sein, dass er auch an Apple einen Unkostenbeitrag für die Entwicklung entrichtet hat.

Über die vertraglichen Details gibt’s es aktuell keine Informationen, anzunehmen ist aber, dass zunächst keine Datentarife angeboten werden, bei aller Innovation in Design und Benutzerführung hat man bei Apple leider den aktuellen Stand der Datenübertragung leicht vernachlässigt. Mit dem ersten UMTS-fähigen iPhone in Deutschland ist erst zu Beginn des nächsten Jahres zu rechnen. Bis dahin müssen sich die Nutzer mit dem Mobilfunkstandard EDGE begnügen, der aus Gründen der Stromersparnis und damit der Akkulaufzeit den Vorzug vor UMTS und HSDPA erhalten hat.

Echten Apple Fans wird das nach einem kurzem Moment des Nachdenkens egal sein, sie sind es gewohnt, das bei Apple Benutzerführung und Produktdesign den Vorzug vor technischem Schnickschnack der allerneuesten Sorte erhalten. Deshalb laufen die meisten Apple Produkte auch deutlich stabiler als z.B. Windows Systeme und sehen deutlich schicker aus.

Zur Feier des Tages hat t-mobil übrigens die Startseite gegen eine Apple iPhone Seite getauscht, wer mal über das aktuelle Angebot schauen mag – hier gibt’s die Möglichkeit sich immer aktuell halten zu lassen: t-mobile iPhone Newsletter


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Sep 19 2007

Königreich Belgien bei eBay zu ersteigern

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Genervt von der Untätig- und vielleicht sogar Unfähigkeit seiner Landsleute hat ein belgischer Journalist zum Ausverkauf gebeten. Gerade mal 15 Minuten habe das Erstellen des Verkaufstextes gedauert, so wird Gerrit Six zitiert. Etwas länger dauerte es dagegen, bis die Auktion von eBay gestoppt wurde. Unrealistische Dinge, so eBay können nicht verkauft werden. Nun ja, lieber Belgier – das würde ich mir dann auch nicht gefallen lassen wollen.

Richtige Begeisterung wollte bei den Auktionsteilnehmern auch nicht aufkommen. Obwohl das Staatsgebiet Belgien als ganzes angeboten wurde, stand das Gebot für Belgien bei zuletzt 10 Mio. Euro. Nachteilig wirkte sich vermutlich der als Makel ausgewiesene defizitäre Staatshaushalt aus, welcher laut Six rund 300 Mrd. Schulden beträgt.

Ganz im Stile eines guten Verkäufers rät Six den potentiellen Investoren zur Zerteilung des ganzen. Einzeln weiter veräußert wären Flandern, Wallonien und Brüssel deutlich mehr wert, als gemeinsam.

Die gesamte Aktion steht vor dem Hintergrund der anhaltenden Regierungslosigkeit des belgischen Staates. Seit bereits 100 Tagen versucht eine vom König eingesetzte Instanz herauszufinden werden am Besten mit der Regierungsbildung beauftragt werden könnte.

Kurz nachgedacht könnte man vielleicht vermuten: Eine Wahlwiderholung würde Sinn machen. Wenn keiner gewonnen hat und keiner Willens ist sich für den (vielleicht auch nur) vermeintlichen Sieg zum Sieger erklären zu lassen, dann haben es die Beteiligten nicht verdient. So gesehen ist Belgien auch keine 10 Mio. Euro wert und die Aktion von Gerrit Six ein voller Erfolg. Wie sonst hätte soviel Öffentlichkeit geschaffen werden können mit einem solch kleinen Aufwand.

Und, lieber Belgier, wenn das alles nicht funktioniert, ab Oktober steht mit Edmund Stoiber ein tatkräftiger und durchsetzungsstarker Politiker in Brüssel zur freien Verfügung, wenn man ihn bitten würde, würde er bestimmt nicht …


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Sep 18 2007

Die Bahn – der letzte Volks eigene Betrieb

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Börsengang oder Verkauf an Finanzinvestoren, so sahen bis vor kurzem noch die Optionen der Deutschen Bahn, ehemals Bundesbahn aus. Aber wie so oft, wenn politisches Interesse mit wirtschaftlichem und städtisches mit Länderinteresse in Einklang gebracht werden soll, ist plötzlich nichts mehr einfach und vor allem alles unklar. Hartmut Mehdorn, Chef der Deutschen Bahn und langjähriger Kenner der politischen Ränkespiele hatte es fast geschafft, aus einem behäbigen Staatsbetrieb ein formidables Unternehmen zu bilden und im Anschluss das komplett renovierte Paket an die private Wirtschaft zu übergeben. Jetzt, da die Abstimmung zur Sache näher rückt wird der Widerstand aus fast allen politischen Richtungen nahezu unüberwindbar. Der mögliche Verlust von Einfluss auf das Geschäfts- und Investitionsgebaren des Unternehmens schockiert die politischen Vertreter Land auf Land ab. Kurz nachgedacht müsste aber auch diesen Volksvertretern auffallen, dass es niemandem hilft auf reiner politischer Bedeutung wirtschaftliche Erfordernisse zu missachten. Dass Züge, die halbleer zersiedelte Landschaften durchzuckeln eigentlich für keinen Bürger einen wirklichen Zugewinn bedeuten. Bedauerlicherweise hat die Deutsche Bahn jenen Privatisierungsmoment nicht nutzen können, von dem Deutsche Post und Deutsche Telekom heute noch profitieren. Dabei könnten gerade diese beiden Unternehmen als Beispiele für gelungene, wenn auch manchmal holprige, Privatisierungskonzepte gelten – trotz aller auch heute noch vorhandenen Probleme mit der neuen Freiheit und der Konkurrenz im eigenen Geschäftsmodell. Die Bahn wird so sieht es im Moment aus, der letzte große Volkseigene Betrieb bleiben, welchen Nutzen das für Kunden wie Mitarbeiter des Unternehmens haben soll ist dabei wirklich unklar. Anstatt sich auf die tatsächlichen Anforderungen an den Personen- und Gütertransport zu konzentrieren, müssen zusätzlich die Befindlichkeiten regionaler oder auch überregionaler Volksvertreter einkalkuliert und finanziert werden. Wer einmal mit einem der neuen ICE in Montabaur gehalten hat und angesichts des beschaulichen Bahnsteigs fragt welches öffentliche Interesse hier geschützt werden sollte, dass nicht auch ein IC hätte schützen können, wird eventuell nachvollziehen können, warum es manchmal besser ist wenn betriebswirtschaftliche Überlegungen Investitionsplanungen begründen und sonst gar nichts. type=”text/javascript”>


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Sep 14 2007

Norisbank startet mit Top3-Zinskonto Tagesgeldkonto mit 4,25%

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Jahrelang gab es nur eine Bank in Deutschland, die sich öffentlichkeitswirksam mit dem Thema Zinsen und Girokonten auseinandersetze. Das Geschäft mit Privatkunden war vielen Banken mühsam geworden, außer Volks- und Raiffeisenbanken, bzw. Sparkassen kümmerte sich eigentlich keine der Filialbanken wirklich um den Schwund im Privatkunden Geschäft.

So zog die DiBa (heute ING-DiBa) Monat für Monat tausende neue Kunden mit einem einzigen Vorteil gegenüber allen anderen Banken an – überdurchschnittliche Zinsen auf einem Tagesgeldkonto.

Auch wenn das DiBa Tagesgeldkonto heute nicht mehr zu den Top Girokonten hinsichtlich der Zinshöhe geht, so funktioniert die Neukundengewinnung über diesen Mechanismus immer noch.


Norisbank bietet Garantie auf Top3 Zinshöhe

Der DiBa Erfolg hat Nachahmer auf den Plan gerufen. Mit 1822direkt und DKB stehen gleich zwei Direktbanken aus dem Sparkassensektor ganz weit oben auf der Hitliste der Tagesgeldkonten Inhaber. Im Gegensatz zu den meisten anderen Banken handelt es sich hierbei um kein Lockangebot, sondern um dauerhaft hohe Zinsen.

Die Norisbank, ehemalige Quelle-Bank und nach Besitzerwechsel im letzten Jahr Tochter der deutschen Bank ist jetzt angetreten den Markt aufzurollen. Mit einem Tagesgeldkonto, welches den Besitzern garantiert binnen der nächsten Monate immer eines der best verzinsten Konten zu haben ist eine neue Runde im Wettstreit der Direktbanken eröffnet.

Norisbank bietet 4,25 % Zinsen und keine Einschränkungen

Im Gegensatz zu anderen Banken verzichtet die Norisbank bei Ihrem Topzins Konto auf Einschränkungen hinsichtlich der Höchst- oder Mindestsumme. Weiterhin fallen keine Kontoführungsgebühren an und es besteht keine Mindesthaltdauer des Sparguthabens.

Auch nach kurz drüber nachdenken erscheint das Angebot als wirklich gut. Also nix wie hin zur Norisbank? Schaun mer mal, der Deutsche an und für sich zieht nämlich häufiger von einem Ort an den anderes, als das er seine Bank wechselt.

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Sep 14 2007

Edmund Stoiber auf dem Weg nach Brüssel

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Wer hätte das gedacht, ausgerechnet der scheidende bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber soll eine EU Initiative zum Bürokratieabbau führen. Das Gremium der Freiwilligen, welche sich ihren zeitlichen und personellen Aufwand nur in Form einer Aufwandsentschädigung vergüten lassen, wird ein bis zweimal monatlich in Brüssel zusammentreffen und dort Vorschläge erarbeiten und diskutieren, die zu weniger Bürokratie in Europa verhelfen.

Ganz alleine muss Edmund Stoiber allerdings nicht agieren – er wird von EU Kommissionspräsident José Manuel Barroso einen Mitarbeiterstab zur Verfügung gestellt bekommen. Pünktlich zu seinem Ausscheiden in der Bayerischen Landesregierung wird Stoiber seine neue Aufgabe übernehmen und während der nächsten drei Jahre ein Konzept für weniger Bürokratie erarbeiten können.

Wieso dazu erst Bürokratie aufgebaut und neue Mitarbeiter eingestellt werden müssen, bleibt vorerst ein Geheimnis. Wer glaubt man wolle in Bayern und Berlin ganz sicher gehen, dass hier ein scheidender Spitzenpolitiker nicht mehr auf die Idee kommen kann seinen alten Wirkungskreis zurück erobern zu wollen, wird vielleicht aus dem Dementi von Barroso beeinflusst werden. Der antwortete auf diesen Umstand angesprochen mit einem – Frau Merkel hat mich nicht darum gebeten.

Welche Meinung der aktuell mit Bürokratieabbau betraute ehemalige EU-Osterweiterungs-Kommissar Günter Verheugen zu Stoibers neuer Aufgabe vertritt ist nicht bekannt, möglich aber, dass der aufgrund privater Vorkommnisse auch politisch angeschlagene Verheugen in nicht mehr ferner Zukunft als unhaltbar eingestuft und durch einen deutschen Ersatzmann ersetzt werden muss.

Kurz nachgedacht bleibt nur ein Fazit: Politrentner ist auch nicht mehr das, was es mal war. Apropos,

was macht eigentlich Joschka Fischer?

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Sep 13 2007

Riestern ist der Renner

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Deutschland wird Riester Land. Alleine 1,2 Mio. neue Riester Altersvorsorge Verträge wurden in diesem Jahr abgeschlossen vermeldet eine Pressemitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Entgegen den sonstigen deutschen Gepflogenheiten haben sich bereits bis zum Ende des zweiten Quartals viel mehr neue Riester Sparer als in den Vorjahren für eine solche private Altersvorsorge gefunden. Rund 9 Mio. deutsche sorgen mittlerweile zusätzlich zu der gesetzlichen Rente über einen Riester Sparvertrag vor, ganz im Sinne des deutschen Staates, der die Sparleistung der Bürger mit Auszahlungen von Sparzulagen in der Höhe von rund 2,1 Mrd. Euro (Stand August) alleine in diesem Jahr unterstützt hat. Die mit der Rentenreform 2002 eingeführte private Altersvorsorge mit staatlicher Förderung, kurz Riester Rente genannt wird damit immer mehr zu einem Erfolgsprojekt. Anfängliche Schwächen des Privatrenten Konzepts scheinen sich durch die planmäßige steigende staatliche Förderung und immer wieder verbesserte Vorsorge Konzepte der Versicherungs- und zuletzt auch Fondsbranche aufgelöst zu haben. Was bleibt ist ein zukunftssicheres Modell, welches zumindest Momentan massenhaft neue Kunden findet. Gut so, kann man sagen, auch wenn man kurz darüber nachgedacht hat, wie lange es bis zur ersten Auszahlung aus einem solchen Vertrag dauert und wie viel sich bis dahin noch verändern kann.

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